Kokosöl: Der Alleskönner im Test

Kokosöl: Der Alleskönner im Test

Es gibt wohl kein anderes Produkt auf unserer Seite, das so vielseitig ist: Kokosöl. Heute geht es um das Guru Kokosöl von veroline, das uns zum Testen im 1kg-Schraubglas zur Verfügung gestellt wurde. 1Kg klingt nicht nur viel, das ist es auch.

Auf jeden Fall reicht es aus, um alles auszuprobieren, was man angeblich mit der weißen Masse so anstellen kann. Die Verpackung gibt nur am Rande Tipps, also  besuche ich mal die angegebene Website kokosoel.guru

Hier gibt es ausführlichere Ratschläge zum Thema Kokosöl:

Pflegen mit Kokosöl•   Haarpflege
•   Hautpflege
•   Fuß-Pflege, natürliches Deo, Make-Up-Entferner, Massage-Öl, Zeckenschutz
Kokosöl in der Küche•   Kochen, z.B. Curry, Suppe oder auf Brot
•   Braten, z.B. Pfannkuchen, Rührei oder gebackene Banane
•   Backen, z.B. Plätzchen, Muffins oder Cupcakes
Gesund dank der Kokosnuss•   Demenz und Parkinson
•   Herz-Kreislauf-System
•   Infektionen
Kokosöl für das Haustier•   Zeckenschutz
•   Hilfe bei Parasiten, Würmern und Giardien
•   Fell- und Pfotenpflege

Puh, der Hersteller hält sich offenbar nicht hinterm Berg mit Anwendungstipps. Obwohl ich bereits ein Kokosöl zuhause habe, bin ich noch skeptisch. Mein Kokosöl kommt von Rewe Bio, hat im 200ml Becher 3,99€ (1L = 19,95€)  gekostet. Dagegen tritt nun das Guru Kokosöl an, welches im 1L Schraubglas 14,99 kostet. Damit ist es auf jeden Fall billiger als die Eigenmarke vom Supermarkt.

 Guru Kokosöl: Mein erster Eindruck

Zunächst steht also ein direkter Vergleich an. Das Guru Kokosöl weist folgende Eigenschaften auf:

  • Vegan
  • Nativ
  • Kaltpressung
  • Rohkost-Qualität
  • Aus Bio-Anbau
  • Ohne Konservierungsstoffe
  • Nicht gehärtet, aromatisiert, raffiniert und desodoriert

 

Es riecht milder als das Vergleichs-Produkt von Rewe Bio und ist zarter. Man kann es also viel leichter mit den Fingern verteilen, z.B. zur Hautpflege.

 

Ein Öko-Label weisen beide Produkte auf, wobei dies beim Guru Kokosöl etwas versteckter auf der Rückseite ist. Dafür kann Rewe Bio Kokosöl mit keinen weiteren Eigenschaften aufwarten, außer „Nativ“ und „Bio-Qualität“.

 

Zeit für einen kleinen Praxistest!

Kokosöl in der Küche

Die Verwendung in der kalten und warmen Küche ist wohl die offensichtlichste und häufigste Verwendung von Kokosöl. Es kann wie jedes Fett oder Öl zum Braten und Backen verwendet werden, aber auch in der kalten Küche als Brotaufstrich oder zur Verfeinerung macht es eine gute Figur.

Beim Erhitzen schmilzt es bereits bei 25°C, das ist ein sehr niedriger Schmelzpunkt. Trotzdem ist es sehr hitzestabil und kann daher nicht nur zum Anbraten, sondern auch in der Fritteuse verwendet werden. Durch den sehr geringen Wasseranteil spritzt und dampft es deutlich weniger als andere pflanzliche Fette.

Der Rauchpunkt liegt bei etwa 190°C. Der Rauchpunkt ist die Temperatur, bei der das Fett anfängt, brenzlig zu riechen und sich zu zersetzen. Kein Fett sollte über diesen Punkt erhitzt werden.

Andere übliche Brat-Öle liegen in etwa dem selben Bereich. Der Rauchpunkt von nativem Olivenöl liegt bei etwa 180°C, Butterschmalz kann bis etwa 170°C vertragen. Kokosöl ist also ein vollwertiger Ersatz zum Braten und Backen.

 

 

Rezept-Tipp: Rühr-Ei mit Kokosfett und Knoblauch-Chili-Würzung

Ich bin ein großer Fan von Rührei, es ist schnell und einfach zubereitet und gibt jedem Frühstück das gewisse Etwas. Zudem kann mit Gewürzen gut eine eigene Lieblings-Kreation entwickelt oder entdeckt werden. Mein absolutes Lieblingsrezept ist Thai-Rührei. Dazu brate ich die flüssige Mischung aus Eiern und einem Schuss Milch in einem Esslöffel Kokosfett an. Zuvor habe ich die Eier mit einer Messerspitze Salz und Pfeffer sowie einer ordentlichen Ladung Knoblauch-Chili-Gemisch gewürzt.

 

Durch das Kokosfett erhält das Rührei eine wunderbar fluffige Konsistenz und einen leichten Kokos-Geschmack. Dieser passt sehr gut mit dem süßlichen Chili zusammen, sodass eine ausgewogene Geschmacks-Kreation entsteht.

Links: Guru Kokosöl  /   Rechts: Rewe Bio kokosöl

Links: Guru Kokosöl  /   Rechts: Rewe Bio kokosöl

Links: Guru Kokosöl  /   Rechts: Rewe Bio kokosöl

Zudem entstanden beim Guru Kokosöl kleine Blasen und Stücke, die sich länger hielten als dies beim Rewe Bio Kokosöl der Fall war. Auffällig fand ich allerdings auch, dass die gleiche Menge Guru Kokosöl geschmolzen viel ergiebiger war, als eine vergleichbare Menge Rewe Bio Kokosöl.

 

Beide Kokosöle kommen von den Philippinen, sind aus Bio-Anbau und tragen das Prädikat „nativ“. Leider lässt sich nicht herausfinden, ob das Rewe Bio Kokosöl raffiniert, desodoriert oder gehärtet ist. Dies wäre ein möglicher Anhaltspunkt für das unterschiedliche Schmelz-Verhalten.

 

Zum Braten lassen sich beide Öle gleichermaßen gut verwenden. Ein leichter Kokos-Geschmack ist bei einigen Speisen wahrnehmbar, bei anderen geht er eher unter. Das kommt natürlich darauf an, was man in die Pfanne haut: Bei Rührei und Pfannkuchen ist eine leichte Kokos-Note eher wahrnehmbar, da sich das Fett mit dem Teig verbindet.

Bei Fleisch oder Gemüse verbleibt das Fett in der Pfanne und verhält sich so eher geschmacksneutral (ähnlich wie Olivenöl).

Kokosöl im Badezimmer: Eine echte Alternative?

Auch die Verwendung von Kokosöl für Haut und Haare soll einfach und effektiv sein. Erwartungsvoll trage ich also das große Schraubglas ins Badezimmer. Auch eine Verwendung als Rasier-Gel, natürliches Deo und Make-up-Entferner soll möglich sein.

Noch bin ich ehrlich gesagt etwas hin- und her gerissen. Die Vorstellung, das gleiche Fett, in dem ich eben noch mein Frühstück gebraten habe, jetzt unter meine Achseln zu reiben und in meinem Gesicht zu verteilen, ist zugegebenermaßen gewöhnungsbedürftig.

Da ich nach einer heißen Dusche jedoch oft unter trockener Haut leide und auch der Rasierer oft für kleine Irritationen sorgt, lasse ich es darauf ankommen. Stress-Pickel kennen bestimmt auch viele von euch. Auch hier gebe ich dem weißen Kokosöl eine Chance, sein Können zu beweisen.

Kokosöl als Rasiergel

Theoretisch ist die Vorstellung, Kokosöl zum Rasieren zu verwenden, nicht abwegig. Die Haut wird geschützt und mit Feuchtigkeit versorgt, sowohl während als auch nach des Rasierens.

Wichtig: Ihr benötigt wirklich nur eine ganz kleine Menge! Etwa eine Messerspitze Kokosöl ist ausreichend für eine Achsel, für die Schienbeine solltet ihr eine haselnussgroße Menge benutzen. Es ist sinnvoll, einen eigenen kleinen Tiegel für das Badezimmer zu haben, in welchen ihr das Kokosöl aus dem großen Glas abfüllt.

Geht ihr immer wieder mit den Fingern und benutzen Messern in das große Glas, so kommen Bakterien und Keime hinein und lassen das Kokosöl ranzig werden.

Fazit: Eine Rasur mit Kokosöl ist tatsächlich effektiver als eine reine Nass-Rasur. Ich persönlich bevorzuge den guten, alten Klingen-Rasierer. Mit Enthaarungscreme oder einem Epilierer habe ich mich nie richtig anfreunden können. Das Kokosöl bleibt zwar in den Klingen hängen, sodass gründlich ausgespült werden muss, schützt die Haut jedoch optimal! Auch das Rasur-Ergebnis ist gründlicher und glatter.

Kokosöl zur Hautpflege

Wie bereits erwähnt hat Kokosöl enorm pflegende Eigenschaften. Ich persönlich verwende es gerne, wenn meine Haut mal wieder völlig durcheinander ist und zu Trockenheit und Pickelchen neigt. Einige Tage habe ich es regelmäßig auf die betroffenen Stellen aufgetragen und einmassiert. Es nimmt sofort das trockene, juckende und kratzige Gefühl.

Allerdings solltet ihr Kokosöl nur dann anwenden, wenn ihr die nächsten Stunden nicht zu wichtigen Terminen müsst. Anders als Hautcreme zieht es nicht sofort ein, sondern bleibt über Stunden als Fett-Film auf der Haut. Auch die Haare sehen direkt nach der Anwendung, naja, eben fettig aus. Ein Einwirken über Nacht wirkt jedoch wahre Pflege-Wunder! Perfekt also, wenn der nächste Sofa-Abend ansteht und ihr weder das gemütliche Sofa, noch das Haus verlassen wollt!

Fazit

Perfekt für Studenten! Gerade, wenn ihr alleine wohnt oder nicht viel Platz zur Verfügung habt, werdet ihr Kokos-Öl lieben! Es ist so vielseitig anwendbar, dass ihr es schnell nicht mehr missen möchtet.

 

Wenn ihr weitere Informationen zum Thema braucht, kann ich euch den Kokosöl Ratgeber ans Herz legen oder noch besser: Ausprobieren!

Im Reformhaus oder Supermarkt bekommt ihr kleine Tiegel (200ml) bereits ab etwa 4€. Ihr könnt natürlich auch euer Kokosöl online bestellen und so von besseren Preisen profitieren. Das 1L Glas lohnt sich, wenn man auf den Geschmack gekommen ist.

Kokosöl: Der Alleskönner im Test
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