Diese Kriterien hat unsere Redaktion beim Vergleich besonders beachtet:
Motorleistung und Drehmoment — Die reine Motorleistung in kW oder PS sagt noch nicht alles über die Praxis-Performance aus. Entscheidender ist das Drehmoment: Ein Motor mit hohem Drehmoment bohrt auch durch schwierige, kompakte Böden gleichmäßig und ohne abzuwürgen. Für normalen Gartenboden reichen 1,5 kW; für schwere Böden aus Lehm, Ton oder stark verwurzeltem Erdreich sollten es mindestens 2,0–2,5 kW sein.
Bohrdurchmesser und Tiefe — Jeder Erdbohrer wird mit mindestens einem bestimmten Bohrkopf-Durchmesser geliefert, oder es gibt kompatible Aufsätze in verschiedenen Größen. Für normale Zaunpfähle reicht oft ein Durchmesser von 100–150 mm; für massive Pfähle, Pergolen oder das Pflanzen größerer Bäume sind 150–200 mm sinnvoll. Die maximal erreichbare Bohrtiefe liegt bei den meisten Modellen bei 600–800 mm, mit Verlängerungsstücken auch tiefer.
Einmann oder Zweimann — Das Design des Erdbohrers bestimmt die Sicherheit und den Komfort bei der Bedienung. Für Bohrdurchmesser bis etwa 120–150 mm ist ein Einmanngerät praktisch und ausreichend. Bei größeren Durchmessern und damit größerem Drehmoment ist ein Zweimanngerät aus Sicherheitsgründen klüger. Wichtig: Ein Einmanngerät macht in unwegsamem Gelände mehr Spaß, weil man schneller und flexibler ist.
Gewicht und Handhabung — Ein Benzin-Erdbohrer wiegt je nach Modell zwischen 7 und 14 kg, zuzüglich des Gewichts des Erdbohrers. Wer viele Löcher hintereinander bohren muss, spürt den Unterschied erheblich. Ergonomische Griffe, gute Gewichtsbalance und Anti-Vibrations-Systeme machen langen Arbeitseinsätzen deutlich angenehmer. Schwerere Geräte bieten oft mehr Stabilität beim Bohren, ermüden den Anwender aber schneller.
Anlasssystem und Betriebssicherheit — Ein zuverlässiges Anlasssystem ist ein oft unterschätztes Kaufkriterium. Manche Erdbohrer springen beim ersten Zug an, andere benötigen mehrere Versuche, besonders bei Kälte oder nach längerem Stillstand. Modelle mit elektronischer Zündung und gutem Vergasersystem lassen sich deutlich leichter starten. Wichtige Sicherheitselemente sind ein Gashebelzwang (der Motor dreht nur, wenn der Gashebel aktiv betätigt wird) und ein zugänglicher Not-Stopp.
Kompatibilität der Erdbohrer-Aufsätze — Viele Hersteller bieten ihre Erdbohrer-Aufsätze (Erdauger) in verschiedenen Durchmessern an. Es lohnt sich zu prüfen, ob der Antriebsmotor zu weiteren Aufsätzen aus dem Sortiment kompatibel ist. Wer heute einen 100-mm-Aufsatz braucht und morgen einen 150-mm, sollte darauf achten, ob das Gerät für Nachrüstungen geeignet ist.
Preis-Leistungs-Verhältnis — Benzin-Erdbohrer kosten je nach Modell zwischen etwa 80 und 400 Euro, Profi-Geräte noch deutlich mehr. Für den gelegentlichen Heimgebrauch sind Modelle im Bereich 100–200 Euro in der Regel gut aufgestellt. Wer häufiger oder professioneller arbeitet, sollte mehr investieren und bekommt dafür Langlebigkeit und verlässlichere Leistung zurück.