Unsere Einschaetzung
Bewertung: 1,2 (Sehr gut) Material & Verarbeitung: 1,1 Auftrieb: 1,2 Schulterbeweglichkeit: 1,2 Sitz am Hals: 1,3 Preis-Leistung: 1,8 Kundenzufriedenheit: 1,2 Yamamoto-Neopren ist im Triathlon-Bereich das, was Kohlefaser am Rennrad ist: teuer, ja, aber es macht den Unterschied. Der Vanquish nutzt Yamamoto 39 und 40 Cell, was extrem geringe Wasseraufnahme bedeutet. Wer schon einmal in einem billigen Neopren mit 800 Gramm Mehrgewicht aus dem Wasser gestiegen ist, weiss diesen Punkt zu schaetzen. Der Triathlon Neoprenanzug fuer Wettkaempfer sitzt eng, und das ist gewollt. Beim ersten Anziehen denkt man, der Anzug sei zu klein. Im Wasser zeigt sich dann: Genau dieser Sitz verhindert, dass Wasser zwischen Anzug und Haut zirkuliert. Die Schultern bleiben dabei trotzdem beweglich, was an der nur 1,5 mm starken Schulterpartie liegt. Am Rumpf sind es 5 mm fuer maximalen Auftrieb. Der Reissverschluss laeuft umgekehrt, von oben nach unten, was beim Wechsel in der Wechselzone Sekunden sparen kann. Diese Detailoptimierung ist typisch fuer Wettkampfanzuege. Was uns aufgefallen ist: Der Halsabschluss ist mit einer doppelt vernaehten Silikonkante versehen, die selbst nach drei Stunden im Salzwasser nicht scheuert. Zur Neoprenstaerke im Detail: Der Vanquish ist ein klassischer Vollarm-Anzug mit gezielter Materialverteilung. Am Rumpf und an der Hueftpartie sitzen 4 bis 5 mm dickes Neopren, das den Koerper an genau der Stelle anhebt, an der die meisten Hobbyschwimmer absacken, naemlich an den Beinen. Diese Auftriebsverteilung sorgt fuer eine flache, schnelle Wasserlage. An Schultern und Oberarmen verbaut ZONE3 dagegen nur 1,5 bis 2 mm, damit der Armzug ueber Wasser nicht durch das Material ausgebremst wird. Genau diese Asymmetrie unterscheidet einen echten Triathlon-Anzug von einem umgewidmeten Tauchanzug. Als Vollarm-Modell bietet der Vanquish gegenueber einer aermellosen Sleeveless-Variante mehr Waerme und einen leicht hoeheren Auftrieb am Oberkoerper, der Preis dafuer ist, dass man beim Anziehen mehr Geduld braucht und die Schultern bei sehr breitem Koerperbau etwas spueren koennen. In unserem Vergleich hat der Vanquish hier dennoch ueberzeugt, weil die duenne Schulterpartie den typischen Nachteil eines Vollarm-Anzugs weitgehend ausgleicht. Wer in warmem Wasser ueber 22 Grad startet, in dem Neopren ohnehin oft nicht erlaubt ist, faehrt mit einer Sleeveless-Loesung oder einem Swim-Skin allerdings besser. Bei der Groesse gilt: Der Vanquish faellt eher schmal aus. Wer zwischen zwei Groessen liegt oder einen kraeftigeren Brustkorb hat, sollte die Groessentabelle von ZONE3 genau nach Brust-, Hueftumfang und Koerpergroesse pruefen und im Zweifel die naechstgroessere Variante waehlen, ein zu enger Brustbereich kann beim Schwimmen die Atmung einschraenken, und genau das will man im Freiwasser vermeiden. Eng am Hals und an den Handgelenken ist gewollt, eng auf dem Brustkorb ist ein Warnsignal. Geeignet fuer: Wettkampf-Schwimmer, ambitionierte Triathleten, Olympische und Mitteldistanz. Weniger geeignet fuer: Gelegenheitsschwimmer, Budgetbewusste Einsteiger. Vorteile Yamamoto-Neopren mit minimaler Wasseraufnahme Hervorragender Auftrieb im Rumpfbereich Schulterpartie aus 1,5 mm Material fuer volle Bewegungsfreiheit Umgekehrter Reissverschluss spart Wechselzeit Halsabschluss mit Silikonkante scheuert nicht Nachteile Hoher Preis ueber 350 Euro "Der ZONE3 Vanquish ist die beste Wahl fuer ambitionierte Triathleten, weil das Yamamoto-Neopren weniger Wasser aufnimmt und die Schulterpartie echte Freiheit bietet. Wer Mittel- oder Langdistanz schwimmt, holt sich hier echte Minuten zurueck." : Thomas Weber, Wassersport-Experte bei Redaktion test-vergleiche.com