PDF-Tools Test & Vergleich 2026 – Beste Empfehlungen für Ihre Bedürfnisse
Auf einen Blick
Top-Empfehlung: PDFMonster PDF-Tools kostenlos ohne AnmeldungNote 1,2
PDF-Tools: Werkzeuge im Browser statt Programm auf dem Rechner
Ein PDF komprimieren, zwei Dateien zusammenfügen, ein Formular ausfüllen: Dafür braucht es längst kein Programm mehr, das installiert werden muss. Zwanzig Anbieter erledigen das im Browser, viele davon kostenlos. Der Unterschied zwischen ihnen liegt weniger im Funktionsumfang als in einer Frage, die selten jemand stellt: Wo landet die Datei, die hochgeladen wird, und wie lange bleibt sie dort? Bei einer Urlaubsbroschüre ist das egal, bei einem Arbeitsvertrag oder einer Gehaltsabrechnung nicht. Auf dieser Seite steht deshalb neben Preis und Funktionsumfang, wo jeder Dienst die Dateien verarbeitet. Vier Werkzeuge haben wir zusätzlich mit derselben Datei komprimieren lassen, um die Angaben mit einem Messwert zu unterlegen.
Wer ein PDF komprimieren, bearbeiten oder in Word umwandeln will, landet fast immer bei einem Online-Werkzeug im Browser. Für diese Übersicht haben wir 20 Anbieter angeschaut: PDF24 Tools, PDFMonster, iLovePDF, Smallpdf, Sejda PDF, Adobe Acrobat Online, PDFgear, Xodo, PDF Candy, Foxit PDF, Soda PDF, PDF2Go, AvePDF, LightPDF, DocHub, Online2PDF, PDFescape, Canva PDF Editor, TinyWow PDF und SimplePDF. Alle Preis- und Funktionsangaben stammen von den Anbieterseiten selbst, abgerufen im September 2026.
Zwei Dinge unterscheiden diese Liste von den meisten anderen. Erstens: Vier der Werkzeuge, iLovePDF, PDF24, PDFMonster und Smallpdf, haben wir mit derselben Testdatei durchlaufen lassen, jeweils ohne an den Reglern zu drehen. Was dabei herauskam, wich teils deutlich von den Werbetexten ab. Zweitens: Wir haben bei jedem Anbieter nachgesehen, was Datenschutzerklärung, Nutzungsbedingungen und Impressum zu Serverstandort und Speicherdauer sagen. Genau diese Angaben fehlen in vielen Vergleichen komplett.
- Neun von zwanzig Anbietern sagen nicht, wo sie die hochgeladenen Dateien verarbeiten
- Nur zwei verarbeiten in Deutschland, drei weitere in der EU oder in Europa
- Beim Komprimieren holte iLovePDF mit 78 Prozent am meisten aus derselben Datei heraus
- Kostenlos heißt selten unbegrenzt: Download-Limits, Wasserzeichen und Wartezeiten sind die Regel
- Platz eins geht an PDFMonster, weil dort 35 von 58 Werkzeugen im Browser rechnen und die Datei den Rechner gar nicht erst verlässt
Das ist kein Nebenaspekt. Wer ein Behördenformular, eine Gehaltsabrechnung oder einen Vertrag hochlädt, gibt die Datei bei den meisten dieser Dienste auf einen fremden Server. Manchmal steht dort ein deutscher Betreiber mit EU-Rechenzentrum. Manchmal fehlt jede Angabe. Und manchmal landet die Datei nachweislich in den USA. Bei der Wahl des Werkzeugs zählt das genauso mit wie die Frage, ob eine Funktion kostenlos ist.
Der Text ordnet die 20 Anbieter deshalb nach Aufgaben, nicht nach Namen: komprimieren, bearbeiten, in Word umwandeln, zusammenfügen. Einzelbewertungen der Anbieter mit Note folgen an anderer Stelle. Hier geht es darum, was ein Werkzeug wirklich leistet, bevor man sich für eines entscheidet.
Welche Arten von PDF-Tools es gibt
Nicht alle 20 Anbieter lösen dieselbe Aufgabe auf demselben Weg. Bevor man sich für ein Werkzeug entscheidet, hilft ein Blick darauf, zu welcher Art es überhaupt gehört.
Werkzeuge, die im Browser rechnen
Bei dieser Gruppe verlässt die Datei das eigene Gerät gar nicht erst. PDFMonster gehört mit 35 von 58 Werkzeugen dazu, laut eigener Angabe, SimplePDF mit seinem Editor. Wer eine sensible Datei bearbeitet, muss sie hier keinem fremden Server anvertrauen, das ist der klare Pluspunkt. Bei größeren Dateien oder rechenintensiven Aufgaben wie Komprimieren zeigt sich allerdings die Grenze: Selbst diese beiden Anbieter schicken solche Vorgänge teils doch über einen Server, wie unser eigener Test bei PDFMonster belegt hat.
Reine Online-Dienste mit Serververarbeitung
Die größte Gruppe der 20 Anbieter verarbeitet Dateien grundsätzlich auf eigenen Servern: PDF24, iLovePDF, Smallpdf, PDF2Go, PDF Candy, AvePDF, TinyWow und Online2PDF. Dafür bekommt man Rechenleistung, die im Browser eines älteren Laptops oder Handys fehlen würde, und eine Nutzung ohne Installation auf jedem Gerät. Der Haken bleibt immer derselbe: Die Datei geht auf einen fremden Server, egal wie kurz sie dort bleibt.
Kaufsoftware mit Web-Ableger
Adobe Acrobat Online, Foxit, Soda PDF und Xodo sind im Kern Desktop-Programme, die zusätzlich eine Online-Version anbieten. Ihr Funktionsumfang ist meist größer als bei reinen Online-Diensten, dafür liegt der Preis auch deutlich höher, wie das Kapitel zu den Gratisgrenzen zeigt. Wer ohnehin schon eine dieser Lizenzen besitzt, bekommt mit dem Web-Ableger einen bequemen Zugriff unterwegs. Neueinsteiger zahlen hier dagegen oft für Funktionen, die sie nie brauchen.
Werkzeuge mit KI-Funktionen
LightPDF, PDFgear und Smallpdf werben alle mit KI-gestützten Zusatzfunktionen, etwa Zusammenfassungen, Chat mit dem eigenen Dokument oder automatisiertem Ausfüllen. Bei größeren Textmengen kann das echte Zeit sparen. Wie genau diese Funktionen arbeiten und was dabei mit dem Inhalt der Datei geschieht, stand auf den jeweiligen Anbieterseiten allerdings nirgends im Detail, und bei LightPDF kommt der insgesamt unklare Serverstandort erschwerend hinzu.
Spezialwerkzeuge für Formulare und Unterschriften
DocHub und PDFescape sind stärker auf wiederkehrende Formular- und Signaturvorgänge zugeschnitten als auf einmalige Bearbeitung. Bei mehreren Beteiligten, die ein Dokument der Reihe nach unterschreiben sollen, zahlt sich das aus. Enge Grenzen gibt es trotzdem: bei DocHub die knappe Gratisversion mit nur drei Nutzungen im Monat, bei PDFescape ein Limit von 10 MB Dateigröße ohne Bezahltarif.
Design-Werkzeuge, die auch PDF können
Canva PDF Editor kommt aus einer anderen Richtung: Das Grundprodukt ist ein Design-Werkzeug, PDF-Bearbeitung ist eine von vielen Funktionen darin. Wer Canva ohnehin nutzt, profitiert von der engen Anbindung an Layout- und Präsentationswerkzeuge. Die Schwäche ist ebenso klar umrissen: Gescannte PDFs werden nur als Bild importiert, OCR gibt es laut eigener Produktbeschreibung nicht, und ein Konto ist für die Nutzung Pflicht.
Wo landet deine Datei, wenn du sie hochlädst
| Anbieter | Serverstandort | Betreiber im Impressum | Löschfrist |
|---|---|---|---|
| PDFMonster | Deutschland (Hetzner Falkenstein) | Einzelunternehmen, Deutschland | max. 1 Stunde |
| PDF24 | EU | Geek Software GmbH, Deutschland | innerhalb 1 Stunde |
| Smallpdf | EU | Smallpdf AG, Schweiz | ohne Konto max. 2 Stunden |
| PDF2Go | Europa | QaamGo Web GmbH, Deutschland | gesperrt nach 24 h, gelöscht nach 72 h |
| Xodo | Kanada, USA, Europa, Großbritannien | Apryse Software, Kanada | keine feste Frist |
| Adobe | USA und Indien | Adobe Systems Software Ireland Ltd., Irland | keine feste Frist |
| PDF Candy | keine Angabe | Icecream Apps Limited, Zypern | bis zu 2 Stunden |
| Foxit | USA | Foxit Software Inc., USA | nach Abschluss, Ausgabe nach 1 Tag |
| PDFescape | keine Angabe | Avanquest Software, Kanada | Free: 10 Dateien für 7 Tage |
| Canva | weltweit verteilt | Canva Pty Ltd, Australien | keine feste Frist |
| DocHub | USA | DocHub, LLC, USA | nur bei Gratiskonto und Drive-Import: 7 Tage |
| Online2PDF | keine Angabe | Name ohne Anschrift, österreichisches Recht | nach der Umwandlung, Abruf max. 90 Sekunden |
| SimplePDF | Editor lokal, Speicher EU (Frankfurt) | Tree Social OU, Sitz nicht genannt | keine feste Frist |
| AvePDF | keine Angabe | Orpalis Imaging SAS, Sitz nicht belegt | keine Angabe |
| iLovePDF | keine Angabe | keine Angabe | keine Angabe |
| Sejda | keine Angabe | keine Angabe | keine Angabe |
| LightPDF | keine Angabe | Wangxu Technology Co. Ltd., China | keine feste Frist |
| Soda PDF | keine Angabe | Avanquest Software, Sitz nicht ermittelbar | keine Angabe |
| PDFgear | keine Angabe | kein Firmenname auffindbar | keine Angabe |
| TinyWow | USA | TinyWow, LLC, USA | widersprüchlich: 1 Stunde oder 15 Minuten |
Kaum jemand liest die Datenschutzerklärung eines PDF-Tools, bevor er eine Datei hochlädt. Verständlich, aber genau dort steht, was mit dem Dokument passiert. Wir haben bei allen 20 Anbietern nachgesehen, was zu Serverstandort, Betreiber und Löschfrist zu finden war. Das Bild ist uneinheitlich.
PDF24 Tools nennt als einziger Anbieter im Vergleich alle drei Punkte offen. Rechenzentren innerhalb der EU. Betreiber Geek Software GmbH mit Sitz in Deutschland. Automatische Löschung binnen einer Stunde nach der Bearbeitung, mit sofortiger manueller Löschung als Option. PDFMonster nennt in Datenschutzerklärung und Nutzungsbedingungen Server in Deutschland, konkret bei Hetzner in Falkenstein, ebenfalls mit einer Löschung nach maximal einer Stunde. Der Betreiber ist als Einzelunternehmen im Impressum mit Adresse in Köln eingetragen.
Bei Adobe Acrobat Online sieht die Lage anders aus. In der Datenschutzrichtlinie des Unternehmens werden Daten hauptsächlich in den USA und in Indien verarbeitet, mit weltweiter Übertragung an Konzerngesellschaften und Partner. TinyWow PDF und DocHub geben beide die USA als Standort an, DocHub konkret über AWS-Infrastruktur, ohne die genaue Region zu nennen. LightPDF wiederum nennt gar keinen Serverstandort. Das Unternehmen dahinter, Wangxu Technology, sitzt in Shenzhen, China, wie die eigene Über-uns-Seite zeigt. Die Datenschutzerklärung erwähnt nur, dass Daten teils außerhalb der EU verarbeitet werden können, ohne ein Land zu benennen.
Sieben weitere Anbieter, iLovePDF, Sejda PDF, PDFgear, PDF Candy, Soda PDF, AvePDF und PDFescape, machen dazu auf ihren erreichbaren Seiten gar keine Angabe. Das liegt nicht an unserer Recherche. Es ist eine Eigenschaft dieser Anbieter, und die Lücke selbst ist eine Information, die in eine Entscheidung einfließen sollte. Online2PDF nennt zumindest österreichisches Recht als Rechtsraum für seine Nutzungsbedingungen, verrät aber ebenfalls nicht, wo die Konvertierungsserver stehen.
Ein Sonderfall ist SimplePDF. Sein PDF-Editor verarbeitet Dokumente laut Datenschutzerklärung lokal im Browser des Nutzers, die Daten gehen also gar nicht erst an einen Server. Für Zusatzfunktionen wie das Speichern von Formularen wird eine Datenbank in Frankfurt genannt. Auch bei PDFMonster ist die Lage gemischt. Ein Teil der Werkzeuge, etwa das Annotate-Werkzeug, läuft nach Angabe des Betreibers vollständig lokal, ohne eine genaue Zahl auf der Website. Unser eigener Kompressionstest zeigte über den Netzwerkmitschnitt allerdings, dass die Datei beim Komprimieren durchaus an einen Server geschickt wird, über zwei eigene Endpunkte für Upload und Verarbeitung. Zur allgemeinen Aussage des Anbieters passt das noch, ein Teil der Werkzeuge im Browser, der Rest auf deutschen Servern. Nur macht die Werkzeugseite selbst diese Einschränkung an der betreffenden Stelle nicht deutlich.
PDF komprimieren, was die Werkzeuge wirklich herausholen
PDF komprimieren ist mit rund 135.000 Suchanfragen im Monat die mit Abstand größte Aufgabe rund um PDF-Dateien, noch vor dem Bearbeiten. Die Versprechen klingen fast austauschbar: kleinere Datei, kaum sichtbarer Qualitätsverlust. Wie viel davon stimmt, haben wir an einem konkreten Fall geprüft.
Testdatei war eine bildlastige Broschüre, 6,55 MB, zwei Seiten. Vier Werkzeuge liefen damit durch, jeweils mit der Voreinstellung des Anbieters, ohne dass wir manuell an Reglern gedreht hätten.
| Dienst | Ergebnis | Reduktion | Einstellung |
|---|---|---|---|
| iLovePDF | 1,51 MB | 78 % | empfohlene Komprimierung |
| PDF24 | 1,86 MB | 71,5 % | 144 dpi, Bildqualität 75 |
| PDFMonster | 2,68 MB | 59,2 % | 150 dpi, Stufe Empfohlen |
| Smallpdf | rund 445 KB, geschätzt | rund 94 %, geschätzt | Stufe Einfach, die einzige kostenlose |
Bei iLovePDF, PDF24 und PDFMonster handelt es sich um heruntergeladene, tatsächlich geprüfte Dateien. Bei Smallpdf ist das anders. Der Wert von rund 445 KB ist eine Schätzung, die das Werkzeug vor dem Download anzeigt, keine gemessene Datei. Der Grund liegt in der Tarifstruktur: Smallpdf bietet mehrere Stufen der Kompression an, „Mäßig“ und „Stark“ kosten Geld, nur „Einfach“ ist ohne Konto nutzbar. Dazu kommt ein tägliches Download-Limit in der Gratisversion. Wer kostenlos arbeitet, bekommt möglicherweise gar nicht die starke Kompression, mit der der Dienst wirbt. Er bekommt nur die schwächste Stufe.
Innerhalb der drei tatsächlich gemessenen Werte fällt auf: iLovePDF holt am meisten heraus, gefolgt von PDF24. PDFMonster zeigt in diesem Test die geringste Reduktion und liegt damit hinter beiden. Das lag auch an der Auflösung. PDF24 reduzierte auf 144 dpi, PDFMonster auf 150 dpi, ein kleiner Unterschied, der sich im Ergebnis trotzdem bemerkbar macht. Wie sich Bildqualität und Dateigröße bei den restlichen sechzehn Anbietern verhalten, haben wir nicht gemessen. Wir wollten uns auf Werkzeuge mit echtem Netzwerkmitschnitt konzentrieren, nicht auf Werbeaussagen.
Bei der Frage, wo die Kompression stattfindet, zeigt sich noch ein Punkt. Auf der Werkzeugseite von PDFMonster steht im Fließtext, die Verarbeitung laufe im Browser, auch am Mac oder am iPhone. Unser Netzwerkmitschnitt beim Komprimieren zeigte dagegen zwei Anfragen an eigene Punkte auf dem Server. Die Datei verließ den Rechner also durchaus. Laut Betreiber laufen 35 der 58 Werkzeuge des Dienstes tatsächlich lokal, die Kompression gehört offenbar nicht dazu, auch wenn die Werkzeugseite diese Einschränkung nirgends ausdrücklich nennt.
Für die Kompression gilt bei allen Anbietern dasselbe: Wer eine Datei ohne sichtbaren Qualitätsverlust braucht, etwa für den Druck, sollte die Ausgabe vor der Weiterverwendung prüfen. Automatische Voreinstellungen sind für den Bildschirm gedacht, selten für den Druck.
PDF bearbeiten kostenlos, welches Werkzeug reicht wirklich aus
74.000 monatliche Suchanfragen für „PDF bearbeiten“ plus weitere 33.100 für „PDF bearbeiten kostenlos“ machen das zur zweitgrößten Aufgabe in diesem Vergleich. Was „bearbeiten“ bedeutet, ist von Dienst zu Dienst allerdings sehr unterschiedlich weit gefasst, von einfachem Text hinzufügen bis zu vollständigen Änderungen am Layout.
PDF24 bietet die Bearbeitung kostenlos an, ohne Limits, ausdrücklich auch für Unternehmen, laut eigener Aussage seit 2006 ohne Abo-Modell. PDFgear beschreibt sich ebenfalls als vollständig kostenlos, mit Bearbeitung von Text, Bildern und Formen sowie Signaturfunktion, ohne Registrierung. Auch PDFMonster nennt eine kostenlose Bearbeitung von Text und Bildern, Unterschreiben, Wasserzeichen, Seitenzahlen und ausfüllbaren Formularen, ebenfalls ohne Konto.
Enger gezogen ist die Grenze bei iLovePDF. Die kostenlose Basisstufe deckt Grundfunktionen ab, echtes Bearbeiten, OCR und digitale Signatur sind der Premium-Stufe vorbehalten, die 9 Euro im Monat oder 60 Euro im Jahr kostet, Stand September 2026. Bei Smallpdf ist die Lage ähnlich unklar. Ein tägliches Aufgabenlimit gibt es in der Gratisversion, konkrete Werte zu Dateigröße oder Seitenzahl waren auf der offiziellen Preisseite beim Abruf nicht auslesbar, weil sie per JavaScript nachgeladen werden.
SimplePDF sticht auch hier heraus. Der Editor ist laut Nutzungsbedingungen ausdrücklich kostenlos und ohne Konto nutzbar, die Datei bleibt dabei im Browser. Die bezahlten Tarife, ab 99 US-Dollar im Monat, richten sich an Unternehmen mit eigenen Formular-Abläufen, nicht an jemanden, der gelegentlich ein PDF bearbeiten will.
Canva erlaubt jedem mit einem kostenlosen Konto, PDFs in den Editor hochzuladen und zu bearbeiten, mit Grenzen von 300 MB Dateigröße und 500 Seiten. Ein eigenes Konto ist dafür allerdings Pflicht. TinyWow bewirbt sich als kostenlos, werbefrei und ohne Registrierung, mit über 45 PDF-Werkzeugen, nennt aber selbst kein genaues Tageslimit. Der kostenpflichtige Tarif wirbt mit „keine täglichen Limits“, was ein solches Limit in der Gratisversion nahelegt.
Am stärksten begrenzt ist die Gratisversion von DocHub: nur drei Nutzungen pro Monat für Kernfunktionen wie Textbearbeitung oder Signaturen, dazu maximal drei Ordner und eine Zusammenarbeit von höchstens zwei Personen. Bei regelmäßiger Nutzung ist diese Grenze schon nach wenigen Tagen im Monat erreicht.
PDF in Word umwandeln, worauf es bei der Umwandlung ankommt
PDF in Word umwandeln wird mit 60.500 Suchanfragen im Monat genauso oft gesucht wie PDF verkleinern. Ob ein Anbieter das Format überhaupt wechseln kann, ist selten das Problem, das können fast alle 20. Entscheidend ist, ob dabei Tabellen, Layout und Formatierung erhalten bleiben.
Zu dieser Frage liegen aus der eigenen Recherche keine belastbaren Messwerte vor. Layout-Treue lässt sich seriös nur mit einer eigenen Testdatei und einem direkten Vergleich der Ausgabedateien beurteilen, das war für diesen Text nicht Teil der Prüfung. Was sich aus den Anbieterangaben ablesen lässt, sind die Rahmenbedingungen.
Bei Online2PDF ist die Umwandlung komplett kostenlos, so der Anbieter, mit einer Obergrenze von 500 Seiten ohne OCR beziehungsweise 100 Seiten mit OCR-Texterkennung pro Vorgang. Der Dienst funktioniert ausschließlich im Browser, ohne Desktop- oder Mobil-App. PDF2Go nennt für die Umwandlung ein Dateigrößenlimit, allerdings ohne konkrete Zahl auf der frei zugänglichen Preisseite, und verlangt für die Gratisnutzung eine Registrierung.
Adobe Acrobat Online bietet Umwandlungen zwischen PDF und Word, Excel, PowerPoint sowie Bildformaten in beide Richtungen an, teils auch ohne Anmeldung nutzbar. Die genaue Grenze zwischen anmeldefreier und kontogebundener Nutzung war auf der Anbieterseite nicht eindeutig zu erkennen. Xodo bietet Konvertierung in Word, Excel, PowerPoint, HTML, Text sowie Bildformate an. Die Gratisnutzung liegt bei einer freien Aktion pro Tag, laut eigener Angabe, was für gelegentliche Umwandlungen reicht, für regelmäßige Nutzung aber schnell knapp wird.
Bei der Umwandlung von gescannten Dokumenten per OCR, also Texterkennung statt reinem Formatwechsel, unterscheiden sich die zwanzig Dienste deutlich. PDF24, PDFMonster, PDFgear, Adobe, Xodo, DocHub, LightPDF, Foxit, AvePDF, Online2PDF und TinyWow bieten OCR an, wobei sich Sprachumfang und Genauigkeit zwischen den Anbieterseiten nicht direkt vergleichen lassen. Die meisten nennen dazu keine überprüfbaren Zahlen. Bei iLovePDF gehört OCR ausdrücklich zu den kostenpflichtigen Premium-Funktionen. Bei Canva ist OCR sogar explizit ausgeschlossen: Gescannte PDFs werden als flaches Bild importiert, Text und Design lassen sich danach nicht mehr bearbeiten. Bei PDF Candy, bei Soda PDF in eingeschränkter Form und bei SimplePDF steht dazu nirgends etwas Eindeutiges.
PDF zusammenfügen und teilen
PDF zusammenfügen wird monatlich rund 22.200-mal gesucht, seltener als Komprimieren oder Bearbeiten. Trotzdem gehört es zu den Aufgaben, die fast jeder der 20 Anbieter im Programm hat, meist gleich auf der Startseite.
iLovePDF begrenzt das Zusammenfügen in der kostenlosen Version auf maximal 25 Dateien pro Vorgang, mit Einschränkungen bei der Stapelverarbeitung. PDFMonster bietet das Zusammenfügen ohne Registrierung und ohne genannte Obergrenze an, mit einem Dateigrößenlimit von 100 MB pro Upload, das auf der Werkzeugseite für die Kompression genannt wird. PDF24 nennt für seine Werkzeuge insgesamt keine Limits, auch nicht beim Zusammenfügen.
Ein eigenes Profil hat SimplePDF: Das Zusammenfügen von PDFs gehört zu den Funktionen des kostenlosen Editors, der komplett lokal im Browser arbeitet. Die Dateien verlassen den Rechner nicht, so der Anbieter. Das unterscheidet sich deutlich von den meisten anderen Diensten, bei denen jede zusammengefügte Datei erst hochgeladen werden muss.
Beim Teilen, also dem Aufsplitten einer PDF-Datei in mehrere Dokumente oder dem Herausziehen einzelner Seiten, bieten praktisch alle 20 Anbieter eine Grundfunktion an. Die Unterschiede liegen im Detail: maximale Seitenzahl, ob sich einzelne Seiten vor dem Export noch drehen oder neu anordnen lassen. Konkrete Obergrenzen dazu sind bei den meisten Anbietern, etwa PDF Candy oder AvePDF, nirgends mit einer festen Zahl belegt, nur allgemein als begrenzt beschrieben.
Kostenlose PDF-Programme im Vergleich, wo die Gratisgrenzen liegen
„Kostenlos“ bedeutet nicht bei allen zwanzig dasselbe. Manche sind komplett gratis, ohne Bezahlmodell. Andere bieten eine begrenzte Gratisstufe neben einem bezahlten Tarif. Wieder andere verstecken den eigentlichen Preis hinter einer Anmeldung.
Vollständig kostenlos, ohne Bezahltarif, sind PDF24, PDFMonster und Online2PDF, so die jeweilige Selbstbeschreibung. Bei allen dreien fanden sich keine Hinweise auf ein Premium-Modell mit zusätzlichen Funktionen gegen Geld. Das unterscheidet diese drei von den übrigen 17, die alle einen kostenpflichtigen Tarif neben der Gratisversion anbieten.
Bei den übrigen Anbietern zeigt sich ein breites Preisspektrum, sobald man über die Gratisstufe hinausgeht. Die folgenden Werte stammen alle von den jeweiligen Anbieterseiten.
| Dienst | günstigster Bezahltarif |
|---|---|
| iLovePDF | 9 Euro/Monat |
| Sejda PDF | 5,50 Euro/Wochenpass |
| DocHub | 8 Euro/Monat |
| PDF Candy | 4 Euro/Monat bei Jahreszahlung |
| TinyWow | 6,99 Euro/Monat |
| Canva Pro | 12 Euro/Monat pro Person |
| Smallpdf Pro | 10 Euro/Monat bei Jahreszahlung |
| Adobe Acrobat Standard | 17,99 Euro/Monat, inkl. MwSt. |
Alle Preise sind Stand September 2026 und können sich ändern. Ein Blick auf die aktuelle Anbieterseite vor einer Buchung lohnt sich in jedem Fall. Adobe ist mit 17,99 Euro im Monat für die Einstiegsstufe Standard der mit Abstand teuerste Anbieter im Feld, die höheren Stufen Pro und Studio kosten laut eigener Preisliste 23,79 beziehungsweise 29,99 Euro im Monat. Wer nur gelegentlich ein PDF bearbeitet, zahlt hier für deutlich mehr, als er braucht.
Bei einigen Anbietern lässt sich der Preis gar nicht ablesen, jedenfalls nicht auf der eigenen Website. Soda PDF zeigt bei allen drei Tarifen statt eines Betrags nur eine Schaltfläche „Preise anzeigen“, die zu einer Kaufseite führt. So hat der Anbieter das offenbar bewusst eingerichtet: Wer wissen will, was Soda PDF kostet, muss den Kaufvorgang beginnen. Foxit, PDF2Go und AvePDF geben ihre Preise nur in US-Dollar an, ohne Euro-Beträge auf der deutschsprachigen Seite, was einen direkten Vergleich zusätzlich erschwert.
Was die Gratisversion tatsächlich einschränkt, folgt drei wiederkehrenden Mustern. Erstens Tageslimits: Bei Smallpdf gilt laut eigener Tarifübersicht bei fast jedem Werkzeug ein tägliches Download-Limit, bei Xodo eine kostenlose Aktion pro Tag. Zweitens Grenzen bei der Dateigröße, etwa bei PDFescape mit 10 MB gratis gegenüber 40 MB in den Bezahltarifen, oder bei AvePDF mit 128 MB gratis gegenüber 512 MB in der Premium-Stufe. Drittens die Pflicht zur Registrierung schon für die Gratisnutzung, wie bei Canva, PDF2Go und DocHub. Ausdrücklich ohne Konto kommen dagegen PDFgear, PDF24, PDFMonster, TinyWow, SimplePDF und PDFescape aus.
Die technischen Merkmale und was sie bedeuten
| Was | Woher die Angabe stammt | Wie wir vorgegangen sind |
|---|---|---|
| Komprimierung | selbst gemessen | vier Anbieter, dieselbe 6,55 MB große Datei, jeweils die Voreinstellung |
| Wo die Datei landet | Netzwerkmitschnitt und Anbieterangaben | wir haben mitgeschnitten, ob die Datei den Rechner verlässt |
| Preise | Anbieterseiten | abgerufen im September 2026, Änderungen sind möglich |
| Grenzen der Gratisversion | Anbieterseiten | wo nichts angegeben ist, steht das auch so in der Tabelle |
| Serverstandort | Datenschutzerklärung und Impressum | bei neun von zwanzig steht nirgends, wo der Server steht |
| Funktionsumfang | Anbieterseiten | Anzahl und Art der Werkzeuge laut Anbieter |
Die Vergleichstabelle zu den 20 Anbietern führt zehn Merkmale nebeneinander. Wer nicht jede Zeile einzeln nachschlagen will, findet hier, worauf es bei jedem einzelnen ankommt.
Preis pro Jahr
Der Jahrespreis zeigt, was ein Dienst wirklich kostet, wenn man über die Gratisstufe hinauswächst, und lässt sich besser vergleichen als ein Monatspreis allein, weil manche Anbieter bei Jahreszahlung deutlich rabattieren. Foxit oder Soda PDF etwa zeigen diesen Wert auf der offiziellen Seite gar nicht oder nur in US-Dollar, was selbst schon etwas über die Preistransparenz aussagt.
Kostenlos nutzbar
Hier trennt sich, wer ganz ohne Bezahlmodell auskommt, von solchen mit einer Gratisstufe neben einem kostenpflichtigen Angebot. Der Unterschied ist größer, als er klingt: PDF24, PDFMonster und Online2PDF verlangen laut eigener Beschreibung nie Geld, während bei den übrigen 17 die Gratisstufe nur ein Einstieg in ein Bezahlmodell ist.
Grenzen der Gratisversion
Hier stehen die konkreten Einschränkungen, Tageslimits, Dateigrößen oder eine begrenzte Zahl an Nutzungen im Monat, wie bei DocHub mit nur drei im Monat. Wer nur gelegentlich ein PDF bearbeitet, merkt diese Grenzen kaum. Wer regelmäßig arbeitet, sollte genau hier nachlesen, bevor er sich auf einen Anbieter festlegt.
Datenverarbeitung und Serverstandort
Das ist die Spalte, die in diesem Text am ausführlichsten behandelt wird, weil sie am seltensten offen beantwortet wird. Sie zeigt, ob eine Datei den eigenen Rechner überhaupt verlässt, und falls ja, in welchem Land sie landet und wie lange sie dort bleibt. Bei sieben der 20 Anbieter fehlt dazu jede Angabe, und genau das ist beim Lesen der Tabelle der Punkt, der am meisten Aufmerksamkeit verdient.
Funktionsumfang
Hier steht zusammengefasst, was ein Werkzeug über die Kernaufgabe hinaus kann: Zusammenfügen, Formulare ausfüllen, Metadaten bearbeiten, teils auch KI-Funktionen. Ein hoher Funktionsumfang nützt wenig, wenn die wichtigsten Funktionen für den eigenen Zweck kostenpflichtig sind, wie bei iLovePDF mit OCR und Signatur in der Premium-Stufe.
OCR-Texterkennung
OCR entscheidet, ob sich Text aus einem gescannten Dokument überhaupt bearbeiten oder durchsuchen lässt. Nicht jeder Anbieter bietet das an: Canva schließt es laut eigener Produktbeschreibung ausdrücklich aus, bei mehreren anderen war dazu auf den erreichbaren Seiten nichts zu finden. Bei häufigem Scannen lohnt der Blick genau in diese Spalte zuerst.
Unterschrift möglich
Hier zeigt sich, ob ein Dienst digitale Signaturen unterstützt, und ob das für eine einzelne Unterschrift reicht oder auch für Workflows mit mehreren Beteiligten wie bei DocHub oder Sejda. Für ein einzelnes Dokument reicht bei den meisten der 20 Anbieter die kostenlose Basisfunktion, für laufende Vertragsabläufe meist nicht.
Konto erforderlich
Schnell überlesen, aber mit praktischen Folgen: Ein Konto bedeutet in der Regel, dass Dateien länger gespeichert bleiben, als es ohne Anmeldung der Fall wäre. Bei Canva, PDF2Go und DocHub ist ein Konto schon für die Gratisnutzung Pflicht, bei PDF24, PDFMonster, PDFgear, Online2PDF, TinyWow und SimplePDF nicht.
Werbung und Wasserzeichen
Manche kostenlosen Werkzeuge finanzieren sich über Werbung auf der Seite oder ein Wasserzeichen in der fertigen Datei. Bei PDFMonster ist laut eigener Aussage keines von beidem vorhanden. Bei vielen anderen Anbietern war dazu auf den geprüften Seiten keine eindeutige Aussage zu finden, was in der Tabelle als offene Frage stehen bleibt statt als Behauptung.
Plattformen
Sie zeigt, ob ein Werkzeug nur im Browser läuft oder zusätzlich als Desktop- oder Mobil-App verfügbar ist. Wer rein online arbeitet, braucht das kaum, wer offline arbeiten will, für den kann es den Ausschlag geben, etwa beim PDF24 Creator, der als einzige Desktop-Variante in diesem Vergleich Dateien komplett lokal verarbeitet, allerdings nur unter Windows.
Welches PDF-Tool passt zu welchem Zweck
| Wenn du das vorhast | Note | Empfehlung | Warum |
|---|---|---|---|
| Ein PDF, einmal im Monat | 1,3 | PDF24 | kein Konto, keine Tageslimits, EU-Server und ein benannter Betreiber |
| Verträge und Abrechnungen | 1,2 | PDFMonster | bei 35 von 58 Werkzeugen verlässt die Datei den Rechner gar nicht erst |
| Große Dateien verkleinern | 1,8 | iLovePDF | holte im eigenen Durchlauf 78 Prozent heraus, mehr als alle anderen |
| Gescannte Seiten als Text | 2,5 | PDFgear | OCR ist gratis, dafür fehlt jede Angabe zum Betreiber |
| Formular ausfüllen und unterschreiben | 2,5 | SimplePDF | schlanker Editor, der im Browser rechnet, ohne Konto |
| Täglich im Büro | 2,1 | Smallpdf | benannter Betreiber und Zertifizierung, dafür Tageslimit in der Gratisversion |
| Gestaltete Broschüren | 3,0 | Canva | Vorlagen, an die keiner herankommt, aber kein OCR und kein Komprimieren |
| Alles aus einer Hand mit Support | 2,6 | Adobe | größter Funktionsumfang im Vergleich, Server in den USA |
| Platz | Anbieter | Note | kostenlos | Preis im Jahr | Wo die Datei landet |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | PDFMonster | 1,2 | ja | kostenlos, kein Bezahltarif | 35 von 58 ohne Upload, Rest Deutschland |
| 2 | PDF24 | 1,3 | ja | kostenlos, kein Bezahltarif | EU |
| 3 | iLovePDF | 1,8 | ja | Premium 60 Euro im Jahr, Basic kostenlos | keine Angabe |
| 4 | Smallpdf | 2,1 | ja | Pro 10 Euro im Monat bei Jahreszahlung, … | EU |
| 5 | Sejda | 2,2 | ja | Desktop und Web 71 Euro im Jahr, Web … | keine Angabe |
| 6 | PDF2Go | 2,3 | ja | kostenlos nutzbar, Preise für Bezahltarife … | Europa |
| 7 | Xodo | 2,4 | ja | Web 95,88 US-Dollar im Jahr, Desktop 119,88 … | Kanada, USA, Europa, Großbritannien |
| 8 | Online2PDF | 2,4 | ja | kostenlos, kein Bezahltarif | keine Angabe |
| 9 | PDFgear | 2,5 | ja | kostenlos, kein Bezahltarif | keine Angabe |
| 10 | SimplePDF | 2,5 | ja | Editor kostenlos, Basic-Tarif 990 US-Dollar … | Editor lokal, Speicher in der EU |
| 11 | Adobe | 2,6 | ja | Standard 17,99 Euro, Pro 23,79 Euro, Studio … | USA |
| 12 | PDF Candy | 2,6 | ja | 48 Euro im Jahr oder 99 Euro einmalig, … | keine Angabe |
| 13 | AvePDF | 2,7 | ja | rund 45 bis 55 US-Dollar im Jahr, Angabe … | keine Angabe |
| 14 | Foxit | 2,8 | nein | 129,99 bis 159,99 US-Dollar im Jahr, … | USA |
| 15 | PDFescape | 2,9 | ja | Premium 2,99 US-Dollar im Monat bei … | keine Angabe |
| 16 | Canva | 3,0 | ja | Pro 110 Euro im Jahr je Person, … | weltweit verteilt |
| 17 | TinyWow | 3,1 | ja | 6,99 Euro im Monat, Gratisversion vorhanden | USA |
| 18 | LightPDF | 3,2 | ja | 49,99 US-Dollar im Jahr, Gratisversion mit … | keine Angabe |
| 19 | DocHub | 3,3 | ja | Basic 8 Euro, Pro 12 Euro im Monat | USA |
| 20 | Soda PDF | 3,5 | nein | kein Preis auf der Tarifseite sichtbar | keine Angabe |
Aus den bisherigen Abschnitten lässt sich keine einzelne Empfehlung ableiten, dafür sind die zwanzig Dienste zu unterschiedlich aufgestellt. Sinnvoller ist es, die Aufgabe an den Anfang zu stellen und von dort aus zu entscheiden.
Die Einzelbewertungen der 20 Anbieter mit Note folgen an anderer Stelle, das Schema dahinter aber lohnt sich schon hier zu kennen.
| Kriterium | Gewicht |
|---|---|
| Datenverarbeitung und Datenschutz | 30 % |
| Funktionsumfang | 25 % |
| Preis-Leistung | 20 % |
| Bedienung | 15 % |
| Plattformen | 10 % |
Datenverarbeitung und Datenschutz wiegen in diesem Schema am schwersten, mit 30 Prozent mehr als jedes andere Kriterium. Wer eine Gehaltsabrechnung oder einen Vertrag hochlädt, kann eine unklare oder schlechte Funktion notfalls umgehen, eine Datei, die auf einem Server ohne bekannten Standort landet, aber nicht mehr zurückholen. Deshalb zählt dieser Punkt in der Gesamtnote mehr als Bedienung oder Plattformverfügbarkeit zusammen.
Nach diesem Schema liegt PDFMonster in der Gesamtwertung vorn, aus einem einzigen Grund: Bei 35 von 58 Werkzeugen verlässt die Datei laut eigener Angabe das Gerät gar nicht, ohne dass dafür irgendetwas installiert werden muss. PDF24 kommt an diesen Punkt nur über den separaten PDF24 Creator heran, und der läuft ausschließlich unter Windows, nicht im Browser und nicht auf dem Handy. In den Kriterien Datenverarbeitung und Plattformzugänglichkeit zusammen liegt genau der Unterschied, der PDFMonster in diesem Schema nach vorn bringt.
Das gilt ausdrücklich nicht für die Komprimierung. Dort zeigt unser eigener Test ein anderes Bild: iLovePDF holt mit 78 Prozent Reduktion am meisten heraus, PDF24 folgt mit 71,5 Prozent, PDFMonster liegt mit 59,2 Prozent klar dahinter. An dieser Stelle ist PDFMonster also nicht der beste Anbieter im Vergleich, und das bleibt so stehen, auch wenn es in der Gesamtwertung vorn liegt. Die beiden Ergebnisse widersprechen sich nicht, sie messen unterschiedliche Dinge: das eine die Frage, wo die Datei überhaupt landet, das andere, wie viel Speicherplatz eine einzelne Funktion am Ende einspart.
Wer laufend arbeiten will, ohne für einzelne Funktionen zu bezahlen, findet bei Online2PDF, PDF24, PDFMonster und PDFgear Werkzeuge, die nach eigener Aussage vollständig kostenlos sind, ohne tägliches Limit und ohne Konto. Bei diesen vieren lohnt sich vor allem der Blick auf den Serverstandort, weil sich dort die deutlichsten Unterschiede zeigen. PDF24 und PDFMonster nennen konkrete deutsche beziehungsweise EU-Standorte mit kurzer Löschfrist. Bei PDFgear und Online2PDF fehlt diese Angabe im öffentlich einsehbaren Text.
Wer eine sensible Datei bearbeiten will, ohne sie überhaupt hochzuladen, kommt an SimplePDF kaum vorbei. Dessen Editor läuft nach Anbieterangabe lokal im Browser. Bei PDFMonster gilt das für einen Teil der Werkzeuge, unser eigener Test beim Komprimieren zeigte aber, dass diese bestimmte Funktion die Datei doch an einen Server schickt. Wer sich auf die Marketingaussage allein verlässt, bekommt hier ein falsches Bild.
Für professionelle Abläufe rund um Signaturen mit mehreren Beteiligten, etwa beim Unterschreiben von Verträgen, sind DocHub und Sejda auf diesen Anwendungsfall ausgerichtet, allerdings beide mit spürbaren Grenzen in der Gratisversion. DocHub mit drei Nutzungen im Monat taugt hier ehrlich gesagt kaum für mehr als einen einzelnen Testlauf. Wer stattdessen nur gelegentlich ein einzelnes Dokument unterschreiben will, kommt bei fast allen zwanzig Anbietern mit der kostenlosen Basisfunktion aus.
Wer bereits ein Adobe- oder Canva-Konto hat und PDF-Aufgaben nur nebenbei erledigt, greift naheliegend zur jeweiligen Plattform selbst. Beide gehören allerdings zu den teureren Optionen im Vergleich, und Canva bietet laut eigener Produktbeschreibung keine OCR-Funktion für gescannte Dokumente. Wer also regelmäßig gescannte Papiere digitalisieren muss, ist bei Canva an der falschen Adresse.
Wer Wert auf einen deutschen Betreiber und eine kurze, klar benannte Löschfrist legt, etwa weil regelmäßig Verträge oder Abrechnungen verarbeitet werden, findet dieses Profil am ehesten bei PDF24 und PDFMonster. Bei allen anderen 18 Anbietern liegt der Serverstandort entweder außerhalb Deutschlands, oder er steht auf der Anbieterseite schlicht nicht.
- PDF-Editor zum Kaufen: Wer regelmäßig große Mengen bearbeitet oder ohne Internet arbeiten muss, fährt mit einem gekauften Programm besser als mit einem Browser-Werkzeug.
- OCR-Software: Geht es vor allem darum, gescannte Seiten in bearbeitbaren Text zu verwandeln, lohnt der Blick auf die Spezialisten.
Häufige Fragen
Welcher PDF-Converter ist wirklich kostenlos
Vollständig kostenlos, ohne separaten Bezahltarif, nennen sich Online2PDF, PDF24 und PDFMonster. Bei den übrigen 17 Anbietern existiert neben einer Gratisstufe immer auch ein kostenpflichtiges Angebot. Umfang und Preis der Gratisversion unterscheiden sich zwischen den Diensten deutlich.
Welches ist das beste PDF-Tool
Das hängt von der Aufgabe ab. Für Komprimierung ohne Anmeldung schnitt in unserem eigenen Test iLovePDF am stärksten ab, gefolgt von PDF24. Für lokale Verarbeitung ohne Upload eignet sich SimplePDF, für einen deutschen Serverstandort mit klarer Löschfrist PDF24 oder PDFMonster. Ein Werkzeug, das alle Aufgaben gleich gut löst, gibt es unter den zwanzig nicht.
Wie kann ich ein PDF ohne Anmeldung umwandeln
Ohne Registrierung nutzbar sind unter anderem PDFgear, PDF24, PDFMonster, Online2PDF, TinyWow und SimplePDF, dazu PDFescape über die Option „Use Free“ ohne Konto. Bei Canva, PDF2Go und DocHub ist dagegen bereits für die Gratisnutzung ein Konto erforderlich.
Welches PDF-Programm ist wirklich kostenlos
Wichtig ist hier, ob eine Desktop-Anwendung oder ein Online-Werkzeug gemeint ist. Unter den hier betrachteten Online-Diensten kommen Online2PDF, PDF24 und PDFMonster ganz ohne Bezahltarif aus. PDF24 bietet zusätzlich mit PDF24 Creator eine kostenlose Desktop-Version für Windows an, bei der die Dateien lokal bleiben, so der Anbieter.
Sind Online-PDF-Tools sicher
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Serverstandort, Löschfrist und Betreiberangabe unterscheiden sich zwischen den zwanzig Diensten deutlich. Konkrete Standorte in Deutschland beziehungsweise der EU mit Löschung binnen einer Stunde nennen nur zwei der zwanzig, PDF24 und PDFMonster. Bei sieben Anbietern im Vergleich fehlt eine Angabe zum Serverstandort im zugänglichen Text vollständig. Für sensible Dokumente kann das ein Grund gegen die Nutzung sein.
Was passiert mit meiner Datei nach dem Hochladen
Das hängt vom Anbieter ab und ist einer der am wenigsten einheitlichen Punkte im Vergleich. Eine automatische Löschung innerhalb einer Stunde geben PDFMonster und PDF24 an. Bei TinyWow widersprechen sich offizielle Dokumente selbst: Die Datenschutzerklärung nennt eine Stunde, die Nutzungsbedingungen dagegen fünfzehn Minuten. Bei DocHub bleiben Dateien in Bezahlkonten dauerhaft gespeichert, bis sie manuell gelöscht werden. Bei mehreren Anbietern, etwa Soda PDF oder AvePDF, ließ sich die Speicherdauer an keiner Stelle im Auftritt des Anbieters ermitteln.
Brauche ich ein Konto
Bei PDF24, PDFMonster, PDFgear, Online2PDF, TinyWow und SimplePDF ist kein Konto nötig, um die kostenlosen Grundfunktionen zu nutzen. Bei DocHub, Canva und PDF2Go ist ein Konto dagegen schon für die Gratisstufe Voraussetzung. Smallpdf oder Foxit lassen dagegen offen, ab welchem Punkt genau eine Registrierung erforderlich wird.
Warum liefern die Anbieter bei der Kompression so unterschiedliche Ergebnisse
Weil sie unterschiedliche Voreinstellungen für Auflösung und Bildqualität verwenden. iLovePDF reduzierte die Testdatei in unserem eigenen Test auf 1,51 MB, PDF24 auf 1,86 MB bei praktisch gleicher Auflösung von 144 dpi, PDFMonster auf 2,68 MB bei 150 dpi. Der Unterschied liegt also nicht allein in der Auflösung. Er liegt auch darin, wie stark die Bildkompression innerhalb dieser Auflösung ausfällt.
Kann ich einem Anbieter vertrauen, der keine Angaben zum Betreiber macht
Das sollte zumindest zur Vorsicht mahnen. Bei PDFgear war im Auftritt des Anbieters kein Firmenname und kein Firmensitz zu finden, obwohl der Dienst Dokumente wie Verträge oder Formulare verarbeitet. Wer nicht weiß, wer hinter einem Dienst steht, kann im Streitfall schwerer klären, wo eine Beschwerde oder Anfrage überhaupt hingeht.
Wurden PDF-Tools von der Stiftung Warentest getestet?
Uns ist aktuell kein Test der Stiftung Warentest zu PDF-Tools bekannt. Sobald ein Test veroeffentlicht wird, aktualisieren wir diesen Bereich.
Unsere Top-Empfehlungen: PDF-Tools
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