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Dread Disease Versicherung: Vergleich, Leistungen und Abgrenzung zur BU
Dread Disease Versicherung im Vergleich: Leistungen, versicherte Krankheiten, Kosten-Faktoren, Abgrenzung zur BU und Ablauf beim Abschluss verständlich erklärt.
Übersicht der Dread Disease Versicherung: Sorgt für finanzielle Sicherheit bei schweren Krankheiten
Die Dread Disease Versicherung ist eine wichtige Absicherung, die insbesondere in turbulenten Zeiten ihren besonderen Stellenwert zeigt. Neben klassischen Versicherungspolicen wie der Berufsunfähigkeitsversicherung oder dem Unfallschutz, stellt sie eine essenzielle Ergänzung dar. Speziell darauf ausgerichtet, im Falle schwerer Erkrankungen finanzielle Sicherheit zu gewähren, ist sie besonders interessant für alle, die ihre Existenz und Lebensqualität aktiv schützen möchten. In diesem Vergleich beleuchten wir, worauf bei einer Dread Disease Versicherung zu achten ist.

Eine Dread Disease Versicherung zahlt eine einmalige Geldsumme aus, sobald bei Ihnen eine im Vertrag benannte schwere Krankheit diagnostiziert wird, etwa Krebs, ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall. Worauf es ankommt, ist die genaue Liste der versicherten Krankheiten, die Wartezeiten und die Ausschlüsse im Kleingedruckten, denn diese unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter erheblich. Der Vergleich zeigt Ihnen, welche Tarife welche Diagnosen abdecken und wie sich die Vertragsbedingungen unterscheiden, damit Sie die für Ihre Situation passende Absicherung einordnen können.
Auf einen Blick
- Die Dread Disease Versicherung zahlt eine Einmalsumme bei Diagnose einer versicherten schweren Krankheit, unabhängig von tatsächlichen Behandlungskosten.
- Sie ist keine Berufsunfähigkeitsversicherung im Sinn des § 172 VVG, sondern ein eigenständiger Vorsorgebaustein mit anderer Leistungsauslösung.
- Für Versicherungsverträge gilt ein Widerrufsrecht von 14 Tagen nach § 8 VVG.
- Vor Vertragsschluss besteht eine Anzeigepflicht zu Vorerkrankungen nach § 19 VVG, deren Verletzung den Versicherungsschutz gefährden kann.
- Bei Streit mit dem Versicherer können Sie sich kostenfrei an den Versicherungsombudsmann wenden, bevor der Rechtsweg beschritten wird.
Was ist eine Dread Disease Versicherung
Die Dread Disease Versicherung ist eine Vorsorgeversicherung, die bei der Diagnose einer im Vertrag festgelegten schweren Krankheit eine einmalige Kapitalzahlung auszahlt. Anders als eine Krankenversicherung übernimmt sie keine Behandlungskosten, sondern stellt Ihnen einen frei verfügbaren Betrag zur Verfügung, sobald der vertraglich definierte Leistungsfall eintritt.
Über die Verwendung der Summe entscheiden Sie selbst. Manche Versicherte gleichen damit Einkommensausfälle aus, andere finanzieren einen Umbau der Wohnung, zusätzliche Betreuung oder eine private Behandlung, die von der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung nicht getragen wird.
Der Name stammt aus dem englischen Sprachraum, wo dieser Versicherungstyp unter der Bezeichnung Critical Illness Insurance seit Jahrzehnten verbreitet ist. In Deutschland wird sie meist als eigenständiger Vertrag oder als Zusatzbaustein zu einer Risikolebensversicherung angeboten.
- Leistung erfolgt als einmalige Kapitalauszahlung, nicht als laufende Rente.
- Die versicherten Krankheiten sind im Vertrag abschließend aufgezählt.
- Der Vertrag endet in der Regel mit der ersten Leistungsauszahlung.
Abgrenzung zu Berufsunfähigkeits- und Krankenversicherung
Die Dread Disease Versicherung wird häufig mit der Berufsunfähigkeitsversicherung verwechselt, funktioniert aber grundlegend anders. Die Berufsunfähigkeitsversicherung nach § 172 VVG zahlt eine monatliche Rente, sobald Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf dauerhaft nicht mehr ausüben können, unabhängig davon, welche Krankheit oder welcher Unfall die Ursache ist.
Die Dread Disease Versicherung knüpft dagegen ausschließlich an die Diagnose bestimmter Krankheiten an. Ob Sie danach noch arbeiten können, spielt für die Leistungspflicht keine Rolle. Eine Krebsdiagnose löst die Zahlung auch dann aus, wenn Sie nach der Behandlung wieder voll arbeitsfähig sind.
Zur gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung besteht ein weiterer Unterschied. Diese erstattet konkrete Behandlungskosten nach dem Sachleistungs- oder Kostenerstattungsprinzip. Die Dread Disease Versicherung zahlt unabhängig von den tatsächlich entstandenen Kosten eine feste, vorab vereinbarte Summe.
| Merkmal | Dread Disease Versicherung | Berufsunfähigkeitsversicherung |
|---|---|---|
| Leistungsauslöser | Diagnose einer versicherten Krankheit | Dauerhafte Unfähigkeit, den Beruf auszuüben |
| Leistungsform | Einmalige Kapitalzahlung | Monatliche Rente |
| Ursache relevant | Nein, nur die Diagnose zählt | Ja, jede gesundheitliche Ursache möglich |

Welche Krankheiten sind versichert
Zu den Krankheiten, die in nahezu jedem Tarif enthalten sind, zählen Krebserkrankungen, Herzinfarkt und Schlaganfall. Viele Anbieter schließen außerdem Multiple Sklerose, Nierenversagen, Organtransplantationen und schwere Verbrennungen ein. Die genaue Zahl und Definition der versicherten Krankheiten unterscheidet sich von Tarif zu Tarif deutlich.
Entscheidend ist nicht allein die Anzahl der aufgeführten Diagnosen, sondern deren medizinische Definition im Vertrag. Ein Tarif kann Krebs auflisten, aber bestimmte Frühformen oder gut behandelbare Hautkrebsarten ausdrücklich ausschließen. Ein anderer Tarif zahlt bereits bei einer Diagnose, die medizinisch als Vorstufe gilt.
Manche Tarife bieten spezielle Bausteine für Kinder an, die schwere Kindheitserkrankungen zusätzlich absichern. Wieder andere staffeln die Leistung: Bei besonders schweren Verläufen wird die volle Summe fällig, bei früh erkannten oder gut behandelbaren Formen nur ein Teilbetrag.
- Prüfen Sie die medizinische Definition jeder aufgeführten Krankheit, nicht nur den Namen.
- Achten Sie auf Teilleistungen bei früh diagnostizierten Erkrankungen.
- Vergleichen Sie, ob psychische Erkrankungen eingeschlossen sind, denn viele Tarife schließen sie aus.
Leistungen und Auszahlung im Ernstfall
Wird bei Ihnen eine versicherte Krankheit diagnostiziert, müssen Sie dies dem Versicherer melden und die im Vertrag geforderten medizinischen Nachweise einreichen. Der Versicherer prüft, ob die Diagnose der vertraglichen Definition entspricht, und zahlt bei Bestätigung die vereinbarte Summe als Einmalbetrag aus.
Manche Tarife enthalten zusätzlich eine Beitragsfreistellung: Werden Sie durch die Krankheit dauerhaft arbeitsunfähig, entfällt die weitere Beitragszahlung, ohne dass der Versicherungsschutz erlischt. Ob und in welchem Umfang das gilt, steht in den jeweiligen Vertragsbedingungen und muss vor Abschluss geprüft werden.
Häufig gilt eine Wartezeit ab Vertragsbeginn, innerhalb derer eine Diagnose nicht zur Leistung führt. Ebenso ist eine Überlebensfrist nach der Diagnose üblich, damit die Zahlung erst nach einem bestimmten Zeitraum ausgelöst wird. Beide Fristen unterscheiden sich je nach Anbieter und gehören zu den wichtigsten Prüfpunkten im Vergleich.
Was die Beitragshöhe beeinflusst
Die Beitragshöhe einer Dread Disease Versicherung richtet sich nach mehreren individuellen Faktoren, die der Versicherer bei der Antragsstellung abfragt. Konkrete Beitragssätze lassen sich pauschal nicht nennen, da jeder Anbieter eigene Kalkulationsgrundlagen verwendet und diese sich mit der Marktlage ändern.
Zu den Faktoren, die in die Kalkulation einfließen, gehören Ihr Alter bei Vertragsabschluss, Ihr Gesundheitszustand zum Zeitpunkt der Antragstellung, Ihr Beruf und dessen gesundheitliche Risiken sowie Ihr Lebensstil. Auch die gewählte Versicherungssumme und der Umfang des Leistungskatalogs wirken sich auf den Beitrag aus.
Ein Vergleich verschiedener Angebote lohnt sich, weil die Kalkulationsmodelle der Anbieter unterschiedlich gewichten. Fragen Sie bei jedem Angebot nach der genauen Beitragsentwicklung über die Vertragslaufzeit und danach, ob eine Beitragsanpassung während der Laufzeit möglich ist.
- Alter bei Antragstellung
- Gesundheitszustand und Vorerkrankungen
- Berufliches Risiko
- Lebensstil, etwa Rauchverhalten
- Höhe der gewählten Versicherungssumme
- Umfang des Leistungskatalogs
Vor- und Nachteile im Überblick
Der zentrale Vorteil der Dread Disease Versicherung liegt in der schnellen und zweckungebundenen Auszahlung. Sie erhalten die Summe unabhängig davon, welche konkreten Kosten entstehen, und können frei entscheiden, wofür Sie das Geld einsetzen.
Dem stehen Einschränkungen gegenüber. Die Leistung ist auf die im Vertrag genannten Krankheiten begrenzt, alle übrigen Diagnosen bleiben unversichert. Psychische Erkrankungen sind bei den meisten Tarifen ausgeschlossen, und eine lebenslange Beitragsgarantie bieten viele Anbieter nicht.
Zudem endet der Vertrag bei den meisten Tarifen mit der ersten Leistungsauszahlung. Tritt später eine weitere versicherte Krankheit auf, besteht dafür kein Anspruch mehr, sofern der Vertrag nicht ausdrücklich eine Mehrfachleistung vorsieht.
- Vorteil: schnelle, zweckungebundene Einmalzahlung bei Diagnose.
- Vorteil: unabhängig von tatsächlichen Behandlungskosten.
- Nachteil: Leistungskatalog begrenzt auf benannte Krankheiten.
- Nachteil: psychische Erkrankungen meist ausgeschlossen.
- Nachteil: Vertragsende häufig mit der ersten Auszahlung.
Für wen sich die Versicherung eignen kann
Ob eine Dread Disease Versicherung zu Ihrer Situation passt, hängt von Ihrer familiären und beruflichen Lage ab. Sind Sie Hauptverdiener einer Familie und fehlt Ihnen eine Berufsunfähigkeitsversicherung, kann die Dread Disease Versicherung eine ergänzende finanzielle Absicherung darstellen.
Auch Selbstständige ohne ausreichenden gesetzlichen Schutz bei Krankheit ziehen diese Versicherung häufig in Betracht, weil ein Ausfall unmittelbar die eigenen Einnahmen und laufende Betriebskosten betrifft. Wer in einem Beruf mit erhöhtem gesundheitlichem Risiko arbeitet, prüft die Absicherung aus ähnlichen Gründen.
Die Versicherung ersetzt keine Berufsunfähigkeitsversicherung und keine private oder gesetzliche Krankenversicherung. Prüfen Sie vor Abschluss, welche Lücke sie in Ihrer persönlichen Absicherung tatsächlich schließen soll, und vergleichen Sie diese Lücke mit den Alternativen.
- Familien mit einem Hauptverdiener ohne Berufsunfähigkeitsschutz
- Selbstständige mit begrenztem sozialem Auffangnetz
- Berufstätige in Branchen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko

Worauf Sie beim Vergleich achten sollten
Vergleichen Sie zunächst die Liste der versicherten Krankheiten und deren medizinische Definitionen, denn hier unterscheiden sich Tarife am stärksten. Prüfen Sie anschließend Wartezeiten, Überlebensfristen und mögliche Ausschlüsse einzelner Diagnosen oder Vorerkrankungen.
Achten Sie auf die Flexibilität des Tarifs, etwa ob sich die Versicherungssumme später anpassen lässt und ob dafür eine erneute Gesundheitsprüfung nötig wird. Prüfen Sie außerdem, ob eine Beitragsfreistellung bei dauerhafter Arbeitsunfähigkeit im Vertrag enthalten ist.
Ein Blick auf die Anzeigepflicht nach § 19 VVG gehört ebenfalls dazu. Beantworten Sie Gesundheitsfragen im Antrag vollständig und wahrheitsgemäß, denn eine Verletzung dieser Pflicht kann dem Versicherer im Leistungsfall ein Rücktrittsrecht verschaffen.
- Liste und Definition der versicherten Krankheiten
- Wartezeit und Überlebensfrist nach Diagnose
- Möglichkeit der Summenanpassung ohne erneute Gesundheitsprüfung
- Beitragsfreistellung bei Arbeitsunfähigkeit
- Vollständige und wahrheitsgemäße Angaben im Antrag
Kündigung, Widerruf und Ombudsmann
Nach Vertragsabschluss steht Ihnen ein Widerrufsrecht von 14 Tagen nach § 8 VVG zu, innerhalb dessen Sie den Vertrag ohne Angabe von Gründen rückgängig machen können. Die genaue Kündigungsfrist während der Laufzeit regelt § 11 VVG und wird zusätzlich in den Vertragsbedingungen festgehalten.
Während der Vertragslaufzeit bestehen Obliegenheiten nach § 28 VVG, etwa die Pflicht, dem Versicherer relevante Veränderungen mitzuteilen. Eine Verletzung dieser Obliegenheiten kann sich auf den Versicherungsschutz auswirken, weshalb ein genaues Lesen der Vertragsunterlagen wichtig bleibt.
Kommt es zu einem Streit über die Leistungspflicht, können Sie sich an den Versicherungsombudsmann wenden. Das Verfahren ist für Sie kostenfrei und bietet eine außergerichtliche Klärung, bevor ein gerichtlicher Weg notwendig wird.
Varianten im Vergleich
| Vorsorgebaustein | Leistungsauslöser | Leistungsform |
|---|---|---|
| Dread Disease Versicherung | Diagnose einer im Vertrag benannten schweren Krankheit | Einmalige Kapitalzahlung |
| Berufsunfähigkeitsversicherung | Dauerhafte Unfähigkeit, den zuletzt ausgeübten Beruf auszuüben | Monatliche Rente |
| Risikolebensversicherung | Tod der versicherten Person innerhalb der Laufzeit | Einmalige Kapitalzahlung an Hinterbliebene |
| Private Krankenzusatzversicherung | Konkrete medizinische Behandlung oder Diagnostik | Kostenerstattung nach Beleg |
So läuft es ab
- Bedarf ermitteln: Prüfen Sie, welche finanzielle Lücke bei Diagnose einer schweren Krankheit für Sie und Ihre Familie entstehen würde.
- Tarife vergleichen: Vergleichen Sie Krankheitenlisten, Wartezeiten, Ausschlüsse und Beitragsmodelle mehrerer Anbieter.
- Gesundheitsfragen beantworten: Füllen Sie den Antrag vollständig und wahrheitsgemäß aus, um die Anzeigepflicht nach § 19 VVG zu erfüllen.
- Risikoprüfung abwarten: Der Versicherer prüft den Antrag und kann bei Vorerkrankungen Rückfragen stellen oder Zuschläge festsetzen.
- Vertrag abschließen: Nach Annahme erhalten Sie die Police mit den vollständigen Vertragsbedingungen.
- Widerrufsfrist nutzen: Innerhalb von 14 Tagen nach § 8 VVG können Sie den Vertrag ohne Angabe von Gründen widerrufen.

Häufige Fragen
Was zahlt eine Dread Disease Versicherung genau aus?
Sie zahlt eine im Vertrag festgelegte Einmalsumme, sobald bei Ihnen eine der versicherten schweren Krankheiten diagnostiziert wird. Die Höhe der Auszahlung hängt nicht von den tatsächlichen Behandlungskosten ab, sondern ist vorab vereinbart.
Ist eine Dread Disease Versicherung dasselbe wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Nein. Die Berufsunfähigkeitsversicherung nach § 172 VVG zahlt eine Rente, wenn Sie Ihren Beruf dauerhaft nicht mehr ausüben können, unabhängig von der Ursache. Die Dread Disease Versicherung zahlt allein aufgrund einer bestimmten Diagnose, unabhängig von Ihrer Arbeitsfähigkeit.
Welche Krankheiten sind typischerweise versichert?
Zu den in fast allen Tarifen enthaltenen Krankheiten zählen Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall. Viele Anbieter ergänzen Multiple Sklerose, Nierenversagen, Organtransplantationen und weitere schwere Diagnosen, die Liste unterscheidet sich jedoch von Tarif zu Tarif.
Sind psychische Erkrankungen mitversichert?
Bei den meisten Tarifen sind psychische Erkrankungen ausgeschlossen. Prüfen Sie im Einzelfall die Vertragsbedingungen, da einzelne Anbieter hiervon abweichen können.
Endet der Vertrag nach der ersten Auszahlung?
Bei den meisten Tarifen endet der Versicherungsschutz mit der ersten Leistungsauszahlung. Ob eine Mehrfachleistung möglich ist, steht in den jeweiligen Vertragsbedingungen und sollte vor Abschluss geprüft werden.
Kann ich die Versicherungssumme später anpassen?
Manche Tarife erlauben eine spätere Erhöhung der Summe zu bestimmten Anlässen, teils ohne erneute Gesundheitsprüfung. Diese Option unterscheidet sich je nach Anbieter deutlich und gehört zu den wichtigen Vergleichspunkten.
Wie lange kann ich den Vertrag nach Abschluss widerrufen?
Nach § 8 VVG steht Ihnen ein Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Vertragsschluss zu. Innerhalb dieser Frist können Sie den Vertrag ohne Angabe von Gründen rückgängig machen.
Was passiert, wenn ich Vorerkrankungen im Antrag verschweige?
Eine Verletzung der Anzeigepflicht nach § 19 VVG kann dem Versicherer ein Rücktritts- oder Anfechtungsrecht verschaffen. Im Leistungsfall kann das dazu führen, dass die vereinbarte Zahlung verweigert wird.
Brauche ich zusätzlich zur Dread Disease Versicherung eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Das hängt von Ihrer individuellen Situation ab und lässt sich pauschal nicht beantworten. Vergleichen Sie beide Absicherungen anhand Ihres Berufs, Ihrer Familiensituation und Ihres bestehenden Versicherungsschutzes.
Wo kann ich mich bei Streit mit dem Versicherer beschweren?
Bei Streitigkeiten über die Leistungspflicht können Sie sich kostenfrei an den Versicherungsombudsmann wenden. Das Verfahren bietet eine außergerichtliche Klärung, bevor der Rechtsweg notwendig wird.
Begriffe kurz erklärt
- Einmalzahlung
- Feste Geldsumme, die der Versicherer bei Eintritt des Leistungsfalls in einem Betrag auszahlt, statt laufender Raten.
- Anzeigepflicht
- Pflicht nach § 19 VVG, dem Versicherer bei Antragstellung alle bekannten und gefragten Gesundheitsangaben wahrheitsgemäß mitzuteilen.
- Obliegenheit
- Verhaltenspflicht während der Vertragslaufzeit nach § 28 VVG, deren Verletzung den Versicherungsschutz beeinträchtigen kann.
- Wartezeit
- Zeitraum nach Vertragsbeginn, innerhalb dessen eine Diagnose noch keinen Leistungsanspruch auslöst.
- Überlebensfrist
- Zeitspanne nach der Diagnose, die der Versicherte erleben muss, damit die vereinbarte Summe ausgezahlt wird.
- Beitragsfreistellung
- Vertragsklausel, nach der bei dauerhafter Arbeitsunfähigkeit keine weiteren Beiträge fällig werden, der Schutz aber bestehen bleibt.
- Leistungsauslöser
- Das im Vertrag festgelegte Ereignis, dessen Eintritt die Zahlung der Versicherungssumme auslöst.
- Versicherungsombudsmann
- Unabhängige, kostenfreie Schlichtungsstelle für Streitigkeiten zwischen Versicherten und Versicherern.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- VVG, Versicherungsvertragsgesetz
- § 8 VVG, Widerrufsrecht bei Versicherungsverträgen
- § 11 VVG, Kündigung von Versicherungsverträgen
- § 19 VVG, Anzeigepflicht bei Vertragsschluss
- § 28 VVG, Obliegenheiten während der Vertragslaufzeit
- § 172 VVG, Berufsunfähigkeitsversicherung
- Versicherungsombudsmann
- BaFin, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
- Sicherungsfonds Protektor
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Bisher liegt kein Dread Disease Versicherung Test der Stiftung Warentest vor. Sobald ein Test erscheint, werden wir diesen Abschnitt aktualisieren.








