Levoit hat uns den Eleva 300X für diesen Vergleich zur Verfügung gestellt, dafür vielen Dank. Wir haben ihn ausgepackt, eingerichtet und einige Tage im Alltag laufen lassen, auch über Nacht. Hier steht, was uns überzeugt hat und wo wir Abstriche machen.
Filter und Luftleistung
Der wichtigste Punkt steckt im Inneren. Das HEPA-System ist vollständig abgedichtet, die Luft kann also nicht seitlich am Filter vorbeiströmen. Bei günstigeren Geräten ist genau das oft die Schwachstelle. Levoit gibt an, dass 99,97 Prozent der Partikel ab 0,3 Mikrometern im Filter hängen bleiben, die Luftleistung (CADR) liegt bei 273 Kubikmetern pro Stunde.
Mit den 56 Quadratmetern auf der Verpackung sollte man vorsichtig umgehen. Die Zahl gilt für zwei komplette Luftwechsel pro Stunde. Für ein Schlafzimmer oder Büro um die 23 Quadratmeter schafft der Eleva nach Herstellerangabe knapp fünf Luftwechsel pro Stunde, und dort sehen wir ihn auch am besten aufgehoben.
HEPA- und Aktivkohlefilter sitzen getrennt. Das gefällt uns, weil man nicht jedes Mal beide tauschen muss. Wer viel kocht oder Haustiere hat, kann zu einem speziellen Aktivkohlefilter greifen.
Sensor, Automatik und App
Der Sensor unterscheidet drei Partikelgrößen: neben PM2,5 und PM10 auch den sehr feinen Staub PM1. Das Display zeigt die Luftqualität laufend an, im Automatikbetrieb regelt das Gerät danach selbst hoch und runter. Über die VeSync-App lassen sich Zeitpläne, Timer und die Restlaufzeit des Filters verwalten, Alexa und Google Assistant werden ebenfalls unterstützt.
Lautstärke und Nachtbetrieb
Im Schlafmodus nennt Levoit 19 Dezibel, das Display geht dann aus. Ein Lichtsensor dimmt die Anzeige außerdem je nach Umgebungslicht. Nachgemessen haben wir die Lautstärke nicht, als Nachtgerät ist der Eleva aber klar gedacht.
Stromverbrauch
Laut Bedienungsanleitung nimmt der Eleva 300X höchstens 25 Watt auf, verteilt auf vier Lüfterstufen. Auto ist dabei ein Betriebsmodus und keine eigene Stufe. Im Alltag läuft er meist auf einer niedrigen Stufe und verbraucht dann deutlich weniger.
Was uns weniger gefällt
Die Filterlaufzeit von bis zu zwei Jahren ist großzügig gerechnet: Sie gilt bei zwölf Stunden Betrieb am Tag und endet erst, wenn die Luftleistung auf die Hälfte gefallen ist. Und die Angabe, dass 80 Prozent der Nutzer weniger Allergiebeschwerden hatten, stammt aus einer Befragung mit gerade einmal 20 Teilnehmern. Das ist nett zu wissen, mehr aber auch nicht.
Unser Fazit zum Eleva 300X
Der Eleva 300X macht die Dinge richtig, auf die es bei einem Luftreiniger ankommt. Vor allem der abgedichtete Filter und der Sensor für feinsten Staub haben uns überzeugt. Für Räume bis etwa 25 Quadratmeter ist er in unserem Vergleich die beste Empfehlung. Wer eine große Wohnküche oder ein offenes Wohnzimmer reinigen will, sollte zu einem Gerät mit mehr Luftleistung greifen.
Transparenz: Levoit gehört zur VeSync-Gruppe, die uns das Gerät kostenlos als Testmuster überlassen hat. Bewertet haben wir es nach denselben Kriterien wie alle anderen Geräte in diesem Vergleich. Technische Angaben stammen vom Hersteller.