Wie wir schon erwähnt haben sind Opferanoden für viele Anwendungen unerlässlich. Im Haushalt werden sie meist als Opferanode für Geschirrspüler oder Warmwasserboiler benötigt. Grundsätzlich gilt, überall wo Metall auf Wasser trifft, rostet irgend etwas!
Opferanode für Warmwasserspeicher
In ihm entsteht eine galvanische Zelle, indem zwei verschiedene Metalle in einem Elektrolyten (Wasser) aufeinander treffen. Dabei korrodiert die Opferanode, während die Stahlblechhülle des Warmwasserspeichers intakt bleibt. Selbst wenn diese Hülle verzinkt ist oder emailliert, kann es zu winzigen Fehlerstellen kommen. Mit der Zeit bildet sich dann Rost und das Gerät wird undicht. Eine stab- oder kettenförmige Opferanode aus Magnesium verhindert das. Siehe auch unseren Opferanode Vergleichssieger aus der Tabelle. Ist die Stab-Opferanode verbraucht, muss sie gewechselt werden, was meist in einem Abstand von etwa 2 Jahren erforderlich ist. Auch sollte dabei der Warmwasserspeicher mit gespült werden, da sich das Magnesium als Schlamm am Boden absetzt.
Opferanode für Pool
Besonders bei Salzwasserpools, die immer beliebter werden, sind für den Menschen sehr angenehm, für das Material aber nicht. Oftmals ist hier die Metallleiter der Schwachpunkt. Besteht sie aus Edelstahl, greift der im Wasser gelöste Sauerstoff das Metall an und es oxidiert. Die Ursache besteht in der galvanischen Zelle, wobei dem Metall Elektroden entzogen werden. Das unedle Metall ist hier die Poolleiter. Ein Stück unedleres Metall, die Opferanode, kann diesen Vorgang stoppen.
So prüft man eine Opferanode
Dazu gibt es drei verschiedene Messmethoden, die Sichtprüfung, der Einsatz einer Signalanode und die Strommessung. Dabei ist immer die Bedienungsanleitung des Herstellers zu beachten.
- Bei der Sichtprüfung wird die Opferanode ausgebaut. Wenn der Durchmesser der Opferanode ziemlich klein ist oder sich viele Ablagerungen darauf befinden, muss sie ausgetauscht werden.
- Bei der Strommessung muss die Opferanode, welche isoliert eingebaut ist, nicht ausgebaut werden. Die Prüfung erfolgt mit einem Anodenprüfgerät bzw. Widerstandsmessgerät. Bei einer Messung > 0,3 mA ist die Opferanode in Ordnung, < 0,3 mA muss eine Sichtprüfung erfolgen, um nach dem Zustand zu urteilen.
- Der Einsatz einer Signalanode ist der einfachste Weg den Verbrauch einer Opferanode festzustellen. Zeigt der Signalgeber eine Rotfärbung an, ist die Opferanode verbraucht.