Ein Rückenprotektor entfaltet seine Schutzwirkung nur, wenn er richtig sitzt und regelmäßig auf Schäden geprüft wird. Nach einem Sturz sollte jeder Protektor ausgetauscht werden, auch wenn äußerlich keine Beschädigung sichtbar ist, da das Dämpfungsmaterial durch einen Aufprall bereits vorgeschädigt sein kann. Ich prüfe meine Protektoren außerdem regelmäßig auf Risse, Verformungen und lose Klettverschlüsse, bevor ich sie wieder unter der Jacke trage.
Bei der Pflege gilt: weniger ist mehr. Die meisten Dämpfungsmaterialien reagieren empfindlich auf starke Hitze, aggressive Reinigungsmittel oder direkte Sonneneinstrahlung über längere Zeit. Ich lagere meine Protektoren deshalb nie auf der Ablage hinter der Windschutzscheibe im Auto oder direkt auf der heißen Sitzbank in der Sommersonne, sondern nehme sie nach der Fahrt mit in die Wohnung oder lasse sie zumindest im Schatten liegen. Auch Feuchtigkeit von Schweiß oder Regen sollte nach der Fahrt an der Luft trocknen können, statt den Protektor feucht in die Tasche zu packen.
Ein weiterer Punkt, der in unserem Vergleich immer wieder eine Rolle gespielt hat, ist die richtige Positionierung beim Anlegen. Selbst der beste Protektor schützt schlecht, wenn er beim Anziehen der Jacke verrutscht und am Ende schief auf dem Rücken sitzt. Ich nehme mir deshalb jedes Mal einen kurzen Moment, um die Jacke zu schließen und den Protektor per Griff in die Mitte zu rücken, bevor ich losfahre. Diese wenigen Sekunden machen im Zweifel den Unterschied zwischen vollem und nur teilweisem Schutz.
Auch das Thema Passform im Zusammenspiel mit anderer Schutzausrüstung sollte nicht unterschätzt werden. Wer zusätzlich einen Nackenschutz oder eine Protektorenweste trägt, sollte prüfen, ob sich die verschiedenen Ausrüstungsteile nicht gegenseitig behindern oder an den Übergängen ungeschützte Stellen entstehen. Bei meinem Test habe ich einige Kombinationen ausprobiert und festgestellt, dass sich die Modelle von Alpinestars und Forcefield besonders gut mit zusätzlichen Protektorenwesten kombinieren lassen, da ihre Ränder flacher auslaufen.
Pflicht-Sicherheitshinweise
- Allgemeine Hinweise zu sachgemäßer Nutzung, Pflege und Sicherheit des Herstellers unbedingt beachten und die Bedienungsanleitung vor dem ersten Einsatz lesen.
- Protektor nach jedem Sturz oder starkem Aufprall austauschen, auch wenn keine äußeren Schäden sichtbar sind.
- Regelmäßig auf Risse, Materialermüdung und lose Befestigungen prüfen.
- Nicht in direkter praller Sonne oder in der Nähe von Wärmequellen lagern, da sich Schaumstoffe dadurch verändern können.
- Herstellerangaben zur maximalen Nutzungsdauer beachten, da Dämpfungsmaterialien mit der Zeit an Wirkung verlieren können.
Wer sich ohnehin mit passender Motorradausrüstung beschäftigt, findet auf unserer Seite auch weitere Vergleiche, die für die Tourenplanung nützlich sein können, etwa zu einer robusten gartenliege-test für die Rastplatzpause, einem sonnenschirm-test für den Campingstopp, einer griffigen fitnessmatte-test für Dehnübungen nach langen Etappen oder einem praktischen rucksack-test für Gepäck auf der Tour.