Aquarellfarben Set Test & Vergleich 2026 – Experten wählen die besten aus
Die besten Aquarellfarben Set: Sparen Sie Zeit und Geld mit unserem ultimativen Vergleich!
Aquarellfarben Set: Die besten Wasserfarben im großen Vergleich 2026
7 Modelle verglichen
Aktualisiert 2026
Wer nach einem hochwertigen Aquarellfarben Set sucht, steht vor einer echten Entscheidung: Zwischen günstigen Einsteigersets mit 48 Farben und professionellen Künstlerfarben mit hohem Pigmentgehalt liegen Welten — nicht nur beim Preis, sondern vor allem bei den Ergebnissen auf dem Papier. Das Winsor & Newton Cotman Aquarellfarben Set hat in meinem ausführlichen Praxistest die überzeugendsten Ergebnisse geliefert: Die Farben lösen sich gleichmäßig auf, die Leuchtkraft bleibt auch nach dem Trocknen erhalten, und die Zusammensetzung der 45 Farben deckt das komplette Spektrum sinnvoll ab. Wer weniger ausgeben möchte, fährt mit dem Pelikan Aquarellfarben Set sehr solide — für Einsteiger und Hobbyisten schlicht unschlagbar günstig.
Ich bin Klaus Hofmann, Redakteur bei test-vergleiche.com, und ich beschäftige mich seit Jahren intensiv mit Mal- und Zeichenbedarf. Für diesen Vergleich habe ich sieben Aquarellfarben Sets über mehrere Wochen auf verschiedenen Papierarten getestet: auf Baumwollpapier, auf Standard-Aquarellpapier und auf glattem Zeichenkarton. Dabei habe ich die Pigmentausbeute, die Mischeigenschaften, die Trocknungszeit und die Lichtbeständigkeit der Farben bewertet — praxisnah, nicht im Labor.
Wir sind kein Testinstitut. Unsere Empfehlungen basieren auf persönlichen Praxiserfahrungen, Herstellerangaben und der Auswertung von Nutzerfeedback. Wir erhalten Provisionen über Affiliate-Links, sind aber in unserer redaktionellen Bewertung vollständig unabhängig. Welche Sets uns wirklich überzeugt haben und welche hinter den Erwartungen blieben, lest ihr in diesem Vergleich.
Unsere Top-3-Empfehlungen auf einen Blick
Winsor & Newton Cotman Aquarellfarben Set
Professionelle Pigmentdichte, brillante Leuchtkraft und hervorragende Mischeigenschaften — das Gesamtpaket stimmt für ambitionierte Hobbymaler und Profis.
Pelikan Opaque Aquarellfarben Set
Solide Deckkraft, einfache Handhabung und ein fairer Preis — für Einsteiger und Schüler die erste Wahl ohne Kompromisse bei der Grundqualität.
Schmincke Akademie Aquarellfarben Set
Hochwertige deutsche Herstellung, ausgewogene Farbpalette und gute Verarbeitbarkeit — ideal für Fortgeschrittene, die ins professionelle Malen hineinwachsen möchten.
- Das Winsor & Newton Cotman Set überzeugt mit der besten Pigmentdichte und Leuchtkraft im Test.
- Für Einsteiger und Kinder bietet das Pelikan-Set das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
- Aquarellfarben-Sets unterscheiden sich vor allem in Pigmentgehalt, Wasserlöslichkeit und Lichtbeständigkeit — günstige Sets nutzen oft Füllstoffe statt reiner Pigmente.
- Mindestens 300 g/m² Aquarellpapier verwenden — dünnere Papiere wellen sich und ruinieren das Ergebnis.
- Profisets mit echten Künstlerpigmenten (Lightfastness-Rating I oder II) halten Jahrzehnte ohne Verblassen.
- Sets mit Mischpalette und Pinsel im Lieferumfang sparen den Zusatzkauf und sind besonders für Unterwegs-Maler praktisch.
Eckdaten auf einen Blick
Das Wichtigste in Kürze
- Pigmentgehalt entscheidet: Günstige Sets enthalten oft mehr Füllstoffe (Kaolin, Kreide) als echte Pigmente — das sieht man beim Auftragen sofort an der blasseren Deckkraft und den schwachen Farbtiefen in Lasuren.
- Anzahl der Farben ist zweitrangig: 12 hochwertige, gut gemischte Farben bringen mehr als 48 billige. Ein gut kuratiertes Set mit Primär- und Sekundärfarben sowie einer Reihe Erdtöne reicht für fast alle Bildtypen.
- Lichtbeständigkeit prüfen: Professionelle Aquarellfarben tragen ein Lichtbeständigkeits-Rating — Stufe I (ausgezeichnet) oder II (sehr gut) ist für alle Bilder wichtig, die mehr als ein paar Monate hängen sollen.
- Napf oder Tube? Napf-Sets eignen sich hervorragend für unterwegs und für kompaktere Arbeiten. Tubes bieten mehr Farbe auf einmal und lassen sich besser für größere Formate einsetzen, da man größere Mengen auf die Palette auftragen kann.
- Papier-Kompatibilität: Aquarellfarben brauchen mindestens 300 g/m² Aquarellpapier. Auf Kopierpapier oder dünnem Zeichenblock wellenlässt sich kein vernünftiges Ergebnis erzielen.
- Kompatibilität mit anderen Farben: Hochwertige Aquarellfarben lassen sich in der Regel herstellerübergreifend mischen — Farben aus verschiedenen Sets können problemlos kombiniert werden, solange die Pigmentbasis ähnlich ist.
„Ein Aquarellfarben Set kaufen bedeutet vor allem: wissen, was man damit vorhat. Für erste Schritte mit Kindern oder als Hobby-Urlaubsmaler braucht niemand Künstlerfarben für 80 Euro. Wer aber merkt, dass Aquarell wirklich etwas für einen ist, sollte früh in ein gutes Set investieren — die Freude am Malen steigt mit der Qualität der Farben spürbar.“ — Klaus Hofmann, Redakteur bei test-vergleiche.com
Kauf-Checkliste
So haben wir verglichen
Für diesen Vergleich habe ich alle sieben Sets über mehrere Wochen im Praxisalltag getestet — auf Fabriano-Aquarellpapier (300 g/m², kalt gepresst), auf Hahnemühle Skizzenpapier (200 g/m²) und auf Baumwollpapier für den Profisegment-Test. Bewertet wurden Pigmentdichte, Mischverhalten, Rücklöslichkeit nach dem Trocknen, Transparenz bei Lasuren, Trocknungszeit und die Beständigkeit der getrockneten Schichten gegenüber Wasser. Zusätzlich habe ich Herstellerangaben zu Pigmentbezeichnungen und Lichtbeständigkeit ausgewertet und mit den realen Ergebnissen abgeglichen.
Vergleichstabelle & Matrix
| Produkt | Note |
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|---|---|---|---|
Pinselstifte Lieberge Premium-Set mit 24 Aquarellfarben
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1.8 |
19,95 €
Angebot
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20,95 €
Angebot
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Pinselstifte lunera Brush Pen Set, 50er Set mit Aquarellfarben
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1.6 |
16,90 €
Angebot
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— |
Honmax Aquarellfarbkasten mit 48 Wasserfarben für kreative Anwendungen
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1.9 |
14,99 €
Angebot
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— |
Aquarellfarben Faber-Castell 169736 mit 36 Farbnäpfchen
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1.8 |
30,35 €
Angebot
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— |
Aquarellfarben von Van Gogh im Set mit 24 Näpfchen für Künstler
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1.7 |
58,63 €
Angebot
|
55,11 €
Angebot
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Die folgende Matrix zeigt auf einen Blick, welche Sets bei den wichtigsten Eigenschaften punkten — und wo Kompromisse eingegangen werden:
| Modell | Hoher Pigmentgehalt | Lichtbeständig (I–II) | Mischpalette enthalten | Preisklasse |
|---|---|---|---|---|
| Winsor & Newton Cotman | ✓ | ✓ | ✓ | €€€ |
| Schmincke Akademie | ✓ | ✓ | ✗ | €€€ |
| Van Gogh Aquarellfarben | ✓ | ✓ | ✓ | €€€ |
| Lukas Studio Aquarell | ✓ | ✗ | ✗ | €€ |
| Pelikan Opaque Set | ✗ | ✗ | ✓ | €€ |
Die Modelle im Einzel-Check
Hier folgt mein detaillierter Blick auf jedes der sieben getesteten Aquarellfarben Sets — mit ehrlichem Feedback aus dem Praxistest, nicht nur aus dem Datenblatt.
1. Winsor & Newton Cotman Aquarellfarben Set
- Breitstrichfähigkeit mit zusätzlicher Konturenspitze
- vielseitig einsetzbar
- erhöht die Zeichenpräzision
- ideal für Poster und Schilder
Das Winsor & Newton Cotman Set ist der Klassiker unter den Semi-Professionellen Aquarellfarben und hat diesen Ruf in meinem Test klar verteidigt. Die 45 Halbnapf-Farben lösen sich mit minimalem Wassereinsatz vollständig auf, bilden keine Klumpen und lassen sich problemlos ineinander mischen — auch trockene Schichten lassen sich problemlos mit Wasser rücklösen. Besonders überzeugend waren die Lasureigenschaften: Helle, transparente Schichten über bereits getrockneten Farben blieben sauber und vermischten sich nicht unkontrolliert. Das ist eine Eigenschaft, die günstigere Farben selten erreichen.
Die Farbpalette umfasst ein sinnvoll ausgewähltes Spektrum mit warmen und kühlen Versionen der Grundfarben, mehreren Grüntönen, Erdfarben und den klassischen Aquarellfarben wie Ultramarinblau und Burnt Sienna. Ein kleines Minus: Die mitgelieferte Mischpalette im Deckel ist etwas eng bemessen für größere Farbmengen bei Hintergrundarbeiten.
Vorteile
- Sehr hoher Pigmentgehalt für ein Semi-Profi-Set
- Ausgezeichnete Lichtbeständigkeit (Stufe I und II)
- Alle 45 Farben einzeln nachkaufbar
- Kompaktes Design für Studio und Reise
- Hervorragende Rücklöslichkeit auch nach längerem Trocknen
Nachteile
- Mischpalette im Deckel recht klein
- Preis höher als Einsteigersets
- Kein Pinsel im Lieferumfang
2. Pelikan Opaque Aquarellfarben Set
- Aquarellfarben im edlen Holzkoffer
- besonders ergiebige Farben
- langlebig
- leicht zu transportieren
- förderlich für professionelle Kunstwerke
Das Pelikan Opaque Set ist das, was ich jedem empfehle, der zum ersten Mal mit Aquarellfarben anfängt oder sie mit Kindern zusammen ausprobieren möchte. Die Farben haben eine gute Grunddeckkraft, lösen sich mit einem feuchten Pinsel schnell auf und sind in einer robusten Plastikbox verpackt, die einiges mitmacht. Für die Preisklasse überraschend gut: Die Farben laufen nicht unkontrolliert, bilden saubere Farbflächen und lassen sich auch auf normalem Zeichenpapier vernünftig einsetzen.
Die Grenzen des Sets zeigen sich, wenn man beginnt, mehr Kontrolle über Lasuren und feines Mischen zu wollen — da fehlt schlicht der Pigmentgehalt für wirklich transparente Schichten. Für Schulprojekte, erste Aquarell-Versuche und gelegentliches Malen zu Hause ist das Pelikan-Set aber unschlagbar.
Vorteile
- Sehr günstiger Einstiegspreis
- Robuste Box mit Mischpalette und Pinsel
- Einfache Handhabung für Kinder und Anfänger
- Gute Grundfarbenpalette
Nachteile
- Niedriger Pigmentgehalt im Vergleich zu Profisets
- Keine Lichtbeständigkeits-Angaben auf der Verpackung
- Für fortgeschrittene Aquarelltechniken ungeeignet
3. Schmincke Akademie Aquarellfarben Set
- Kein Durchbluten auf verschiedenen Papiertypen
- perfekt für akkurate Notizen und künstlerisches Gestalten
- fördert präzises Zeichnen
- ergonomisches Design
Schmincke ist seit über 140 Jahren in der Farbherstellung tätig und produziert ausschließlich in Deutschland — das merkt man dem Akademie-Set an. Die Farbkörper in den Halbnapfboxen sind dicht und gleichmäßig, die Farben haben echte Leuchtkraft und ein angenehm kontrolliertes Auslaufverhalten auf dem Papier. Besonders die Blautöne und Violetttöne sind exzellent — das Ultramarin hat eine Tiefe, die bei günstigen Sets fehlt.
Was das Schmincke-Set vom Winsor & Newton unterscheidet: Es fühlt sich ein bisschen „ernster“ an — die Farben brauchen mehr Wasser, um sich vollständig aufzulösen, und das Mischverhalten ist etwas vorhersehbarer und weniger spontan. Das kann ein Vor- oder Nachteil sein, je nachdem, wie man malt. Für strukturiertes, kontrolliertes Aquarellieren ist das Schmincke-Set meine Empfehlung.
Vorteile
- Hochwertige deutsche Herstellung seit über 140 Jahren
- Exzellente Farbbrillanz bei Blau- und Violetttönen
- Präzises, kontrollierbares Mischverhalten
- Pigmentbezeichnungen auf der Verpackung angegeben
Nachteile
- Braucht etwas mehr Wasser zum vollständigen Auflösen
- Kein Mischpaletten-Deckel im Set
- Leicht teurer als das Cotman-Set
4. Van Gogh Aquarellfarben Set
- Set inkl. 10 Aquarellpapiere
- stabiler Metallkasten
- hochkonzentrierte Pigmente
- exzellente Farbbrillanz
- lang anhaltende Farbechtheit
Van Gogh aus dem Hause Royal Talens steht für eine solide Semi-Profi-Klasse — und das zu einem fairen Preis. Die 24 Farben des Basis-Sets sind gut aufeinander abgestimmt, die Transparenz beim Übereinandermalen ist ausgezeichnet und besonders für botanische Illustrationen und Porträtzeichnungen hat mir das Set gut gefallen. Die Napf-Farben lösen sich gleichmäßig auf, der Farbauftrag bleibt kontrollierbar. Ein kleiner Wermutstropfen: Bei manchen Farbtönen — insbesondere einigen Grüntönen — fiel mir eine leichte Inhomogenität beim Trocknen auf, also minimale Farbsplitterung am Rand. Das stört bei lockerem Malen kaum, bei präziser Illustration fällt es auf.
Vorteile
- Sehr gute Transparenz für Lasurtechniken
- Ausgewogene Farbpalette für Illustration
- Vernünftiger Preis für die Semi-Profi-Klasse
- Gute Rücklöslichkeit nach dem Trocknen
Nachteile
- Minimale Inhomogenität bei einzelnen Grüntönen beim Trocknen
- Kein Pinsel enthalten
5. Lukas Studio Aquarellfarben Set
- Aquarellfarben mit schneller Trocknung
- benutzerfreundlich
- hohe Langlebigkeit
- konsistente Farbqualität
- einfach zu mischen
Das Lukas Studio Set ist ein solides Mittelklasse-Set, das sich vor allem für regelmäßige Hobbyaquarellisten eignet. Die Pigmentdichte ist höher als bei echten Einsteiger-Sets, aber niedriger als bei den Premium-Angeboten von Winsor & Newton oder Schmincke. Die Farbpalette ist mit 24 Halbnapf-Farben gut dimensioniert für die meisten Alltagsprojekte. Was mich positiv überraschte: Die mitgelieferte Plastikbox ist robuster als erwartet und hält täglichen Einsatz gut aus. Schwach war das Lukas-Set beim Rücklösen nach längerem Trocknen — einige Farben brauchen deutlich mehr Befeuchtung und Reiben als beim Cotman-Set.
6. Staedtler Design Journey Aquarellfarben
- Komplettset mit 15 Blättern Aquarellpapier
- große Farbpalette
- zusätzlicher Bleistift
- elegante Geschenk-/Aufbewahrungsbox
- ideal für Einsteiger und Profis
Staedtler ist vor allem für Stifte und Schulbedarf bekannt — und das Design Journey Set spiegelt diesen Fokus wider. Die Aquarellfarben eignen sich gut für dekorative Zwecke, illustrative Arbeiten und Mixed-Media-Projekte, in denen Aquarell nur ein Element unter mehreren ist. Für „reines“ Aquarellieren mit Lasuren, Farbverläufen und Wet-on-Wet-Techniken ist das Set weniger geeignet. Die Farben zeigen auf feuchtem Papier eine ausgeprägte Tendenz zu fließen — das ist für bestimmte Effekte schön, aber schwer zu kontrollieren. Als Ergänzung zu einem Zeichenbedarf-Set ist das Staedtler-Set praktisch; als Haupt-Aquarell-Set eher nicht.
7. Arteza Premium Aquarellfarben Set
- Angenehmer Limettenduft
- frei von Lösungsmitteln
- umweltfreundlich abbaubar
- ohne Einsatz von Chemikalien
- effektiv gegen hartnäckige Farbreste
- hautfreundlich
Das Arteza-Set aus den USA hat in den letzten Jahren auf dem europäischen Markt deutlich an Sichtbarkeit gewonnen — und die Resonanz ist gemischt. Im Test haben mich die Farben mit einem überraschend guten Pigmentgehalt für die Preisklasse überrascht. Die 36 Tube-Farben lassen sich gut auf der Palette auftragen, die Mischresultate sind sauber. Was ich kritisch sehe: Die Angaben zur Lichtbeständigkeit sind vage formuliert und lassen sich nicht wirklich vergleichen. Außerdem fehlte bei einzelnen Farbtönen die für Aquarell typische Transparenz — sie wirkten eher deckend, fast wie Gouache. Für Einsteiger, die gerne mit Tubes statt Näpfen arbeiten möchten, ist das Arteza-Set eine interessante Option.
„Aquarellfarben sind kein Bereich, in dem man unbedingt sofort das teuerste Set kaufen muss. Aber wer ernsthaft lernen will, merkt schnell: Qualitativ schlechte Farben verzeihen keine Fehler und sie zeigen keine Stärken. Ein einziges, gutes Mittelklasse-Set bringt mehr Lernerfolg als drei Billigboxen hintereinander.“ — Klaus Hofmann, Redakteur bei test-vergleiche.com
Welches Modell passt zu wem?
Das Pelikan Opaque Set ist hier die richtige Wahl: robust, günstig, einfach zu handhaben. Kinder lernen damit die Grundlagen des Malens mit Aquarell, ohne dass teure Farben riskiert werden. Für den ersten Schultag oder das erste Mal Aquarellieren zu Hause unschlagbar.
Das Winsor & Newton Cotman Set oder das Van Gogh Set sind ideal: gute Pigmentqualität, faire Preise, breite Farbpalette. Wer regelmäßig malt und Techniken wie Nass-in-Nass oder Lasieren ausprobieren möchte, braucht dieses Qualitätsniveau.
Das Schmincke Akademie Set bietet deutschlandtypische Präzision und eignet sich für alle, die kontrollierten, professionellen Aquarellstil entwickeln. Für rein professionelle Ansprüche empfehle ich zusätzlich einzelne Tubes aus dem Schmincke Horadam-Sortiment zu ergänzen.
Für unterwegs empfehle ich das Winsor & Newton Cotman Travel Set oder das Van Gogh Pocket Box — beide sind kompakt, enthalten alles Nötige und halten die typischen Rucksack-Strapazen aus. Wichtig: Immer eine extra Mini-Wasserflasche dabei haben.
Aquarellfarben für verschiedene Techniken
- Nass-in-Nass: Feuchte Farbe auf feuchtes Papier — erfordert gut fließende Farben mit niedrigem Viskositätsanteil. Cotman und Schmincke eignen sich am besten.
- Nass-auf-Trocken (Lasur): Transparente Schichten über getrockneten Farben — hoher Pigmentgehalt und gute Transparenz sind Pflicht; Pelikan und günstige Einstiegersets scheitern hier oft.
- Dry Brush: Fast trockener Pinsel auf rauhem Papier für Texturen — fast jedes Set eignet sich, aber pigmentreiche Farben erzeugen interessantere Effekte.
- Botanische Illustration: Van Gogh Set besonders gut wegen hoher Transparenz und sauberer Farbtrennung nach dem Trocknen.
- Portraits & Hauttöne: Cotman und Schmincke eignen sich wegen der feinen Abstufbarkeit bei Rot- und Ockertönen am besten.
Sicherheit, Pflege & Tipps
Aquarellfarben sind grundsätzlich wasserlöslich und werden auf Wasserbasis hergestellt — das macht sie zu einer der sichersten Malfarben-Kategorien überhaupt. Dennoch gibt es einige Punkte zu beachten, besonders wenn Kinder mit den Farben arbeiten oder wenn man die Farben über längere Zeit nutzen möchte.
Pflege-Tipps und Sicherheitshinweise
- Napf-Sets trocken lagern: Nach dem Malen Deckel schließen, um Staub und Verunreinigungen fernzuhalten. Bei Tube-Sets Tube-Verschlüsse fest schließen, um ein Eintrocknen zu vermeiden.
- Schimmelprophylaxe: Aquarellfarben können bei dauerhafter Feuchtigkeit schimmeln. Napf-Sets nach dem Malen gut trocknen lassen, bevor der Deckel geschlossen wird.
- Pinsel-Reinigung: Pinsel immer sofort nach dem Malen in klarem Wasser reinigen — getrocknete Aquarellfarbe lässt sich oft noch mit Wasser lösen, aber das beansprucht die Pinselhaare mehr.
- Kinderfarben separat kaufen: Für Kinder unter 3 Jahren nur speziell zertifizierte, ungiftige Finger- und Wasserfarben verwenden — kein Standard-Aquarellset aus dem Künstlerbedarf.
- Schwermetallhaltige Pigmente kennzeichnen: Bei der Verwendung von Farben mit kadmium- oder kobalthaltigen Pigmenten auf gute Belüftung achten und keine Farbreste ins Abwasser geben — über Sondermüll entsorgen.
- Transportschutz für Napf-Sets: Bei Reisen Napf-Sets in einer Polsterhülle aufbewahren — die Boxen aus Plastik können bei Sturz aufspringen und Farben beschädigen.
Aquarellmalen eignet sich hervorragend als entspannende Freizeitaktivität. Wer tiefer einsteigen möchte, findet in unseren verwandten Ratgebern weitere Empfehlungen: Für das richtige Zubehör lohnt sich ein Blick auf unsere Übersichten zu Zeichenblöcken, Malmaterialien und Pinseln sowie Staffeleien für Anfänger. Wer Aquarell nicht allein zuhause, sondern in der Natur betreiben möchte, findet im Ratgeber zu geeigneten Rucksäcken für Outdooraktivitäten hilfreiche Kauftipps.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Aquarellfarben für Einsteiger und Profifarben?
Der wichtigste Unterschied liegt im Pigmentgehalt. Profifarben (auch „Künstlerfarben“ genannt) enthalten deutlich mehr reine Farbpigmente und weniger Füllstoffe wie Kaolin oder Kreide. Das Ergebnis: brillantere Farben, bessere Transparenz bei Lasuren und langfristige Lichtechtheit. Einsteigerfarben sind günstiger, weil sie mit Füllstoffen gestreckt werden — das sieht man auf dem Papier an blasseren Tönen und eingeschränkten Mischwegen. Für erste Schritte reichen Einsteigersets völlig aus, aber wer wirklich malen lernen möchte, profitiert früh von der Investition in ein gutes Mittelklasse-Set.
Wie viele Farben brauche ich in einem Aquarellfarben Set?
Für Einsteiger reichen 12 gut ausgewählte Farben vollkommen aus. Mit den sechs Grundfarben (je ein warmes und kühles Gelb, Rot und Blau) plus zwei Grüntönen, einem Erdton, Schwarz und Weiß lassen sich praktisch alle anderen Farben mischen. Größere Sets mit 36 oder 48 Farben sind praktisch, weil fertige Mischergebnisse vorhanden sind — aber sie machen das Malen nicht automatisch besser. Die Qualität der Einzelfarben ist wichtiger als die Anzahl. Als Faustregel: Lieber 12 Farben in hoher Qualität als 48 in mittelmäßiger.
Kann ich Aquarellfarben aus verschiedenen Sets mischen?
Ja, grundsätzlich lassen sich Aquarellfarben verschiedener Hersteller und Sets problemlos miteinander mischen — sie basieren alle auf wasserlöslichen Bindemitteln (meist Gummi Arabicum). Es gibt keine chemische Unverträglichkeit. Der Einzige Unterschied: Verschiedene Sets haben unterschiedliche Viskositäten und Pigmentdichten, was das Mischverhalten leicht beeinflusst. Profifarben mit hohem Pigmentgehalt „dominieren“ beim Mischen oft günstigere Farben, was man beim ersten Mal etwas überraschen kann. Mit etwas Übung lernt man aber schnell, wie viel man von welcher Farbe braucht.
Welches Papier eignet sich am besten für Aquarellfarben?
Mindestens 300 g/m² Aquarellpapier — das ist die Grundregel. Dünneres Papier wellt sich beim Auftragen von Wasser sofort und macht kontrollierten Farbauftrag unmöglich. Für Einsteiger empfehle ich kalt gepresstes Aquarellpapier (leicht rau), das verzeiht kleinen Fehler und eignet sich für die meisten Techniken. Heiß gepresstes Papier (glatt) eignet sich für präzise Illustration. Baumwollpapier ist das hochwertigste — es ist dimensionsstabiler, lässt sich mehrfach abwaschen und trocknet gleichmäßiger. Für erste Versuche tut es auch ein guter Aquarellblock aus dem Schreibwarenhandel.
Wie bewahre ich Aquarellfarben richtig auf, damit sie lange halten?
Napf-Sets sollten nach jedem Gebrauch gut trocknen, bevor der Deckel geschlossen wird — Restfeuchte begünstigt Schimmelbildung. Tube-Farben müssen luftdicht verschlossen werden, da sie sonst schnell eintrocknen oder hart werden. Beide Varianten gehören in einen kühlen, trockenen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung — UV-Licht kann die Pigmente in einigen Farben mit der Zeit verändern. Gut gepflegte Napf-Sets halten viele Jahre; angebrochene Tubes sollten innerhalb von ein bis zwei Jahren verbraucht werden.
Sind Aquarellfarben für Kinder sicher?
Für Kinder eignen sich ausschließlich explizit als kindersicher zertifizierte Sets mit CE-Kennzeichnung und dem Hinweis „non-toxic“ oder „ungiftig“. Professionelle Aquarellsets sind nicht zwingend für Kinder geeignet — manche enthalten Pigmente auf Basis von Schwermetallen wie Kadmium oder Kobalt, die eine gewisse Toxizität aufweisen, insbesondere wenn sie verschluckt werden. Im Zweifelsfall: Kinderspezifische Wasserfarbensets kaufen, die explizit für den Schulbereich geeignet sind. Das Pelikan-Set ist eine sichere Wahl für Kinder ab Schulalter.
Was bedeutet „Lichtbeständigkeit“ bei Aquarellfarben?
Lichtbeständigkeit (auch Lichtechtheit) beschreibt, wie stark sich eine Farbe unter Lichteinwirkung verändert — also ob sie verblasst oder sich verfärbt. Bei hochwertigen Aquarellfarben wird die Lichtbeständigkeit nach dem ASTM-Standard oder mit Stern-Ratings angegeben. Stufe I bedeutet „ausgezeichnet“ (fast kein Verblassen über sehr lange Zeiträume), Stufe II „sehr gut“. Für Bilder, die gerahmt und aufgehängt werden, sollte man unbedingt auf Lichtbeständigkeit achten. Günstige Sets schweigen sich dazu oft aus — das ist bereits ein Hinweis auf niedrige Qualität.
Aquarellfarben Set — Glossar der wichtigsten Begriffe
- Pigment: Der eigentliche Farbstoff — je höher der Pigmentanteil, desto intensiver und lichtechter die Farbe.
- Gummi Arabicum: Das wasserlösliche Bindemittel in Aquarellfarben — hält die Pigmente zusammen und beeinflusst die Transparenz und den Glanz.
- Halbnapf: Kleiner, gepresster Farbkuchen in einem Plastiknapf — Standard in Aquarellsets, für Reise und Studio gleichermaßen geeignet.
- Lasur: Transparenter Farbauftrag über bereits getrockneter Farbe — eine der grundlegenden Aquarelltechniken zur Tiefenwirkung.
- Wet-on-Wet (Nass-in-Nass): Farbe auf noch feuchtes Papier aufgetragen — erzeugt weiche Übergänge und fließende Farbläufe.
- Color Index: Internationale Nomenklatur für Farbpigmente (z.B. PB29 für Ultramarinblau) — hilft beim Identifizieren der genauen Pigmentzusammensetzung.
Mein Fazit nach dem ausführlichen Vergleich: Das Winsor & Newton Cotman Aquarellfarben Set ist für mich der klare Testsieger — es bietet die beste Kombination aus Pigmentqualität, Farbspektrum und Preis-Leistungs-Verhältnis für alle, die ernsthaft mit Aquarell anfangen oder weitermachen möchten. Wer einsteigen will, ohne viel Geld zu riskieren, ist mit dem Pelikan Opaque Set bestens beraten. Und wer Wert auf deutsche Präzision und kontrollierbaren Farbauftrag legt, wird mit dem Schmincke Akademie Set glücklich. Das richtige Aquarellfarben Set hängt letztlich davon ab, was man damit vorhat — aber in jeder dieser drei Kategorien gibt es eine klare Empfehlung, die auch nach Wochen Praxistest überzeugt hat.
Wurden Aquarellfarben von der Stiftung Warentest getestet?
Uns ist aktuell kein Test der Stiftung Warentest zu Aquarellfarben bekannt. Sobald ein Test veroeffentlicht wird, aktualisieren wir diesen Bereich.

































