Auto-Lenkrad 2026 : Test & Vergleich – Unsere Top-Empfehlungen
Auf einen Blick
Top-Empfehlung: Auto-Lenkrad Sparco 015R345MLN mit 3R.Calice 65 mm Mod 345Note 1,5
Auto-Lenkrad: Der Schlüssel zu einem komfortablen Fahrerlebnis
Ein hochwertiges Auto-Lenkrad kann den Unterschied zwischen einem stressfreien und einem anstrengenden Fahrgefühl ausmachen. Es bietet nicht nur eine bessere Griffigkeit, sondern sorgt auch für eine verbesserte Steuerung und Sicherheit während der Fahrt. Welche Materialien sind am besten geeignet und welche verschiedenen Designs gibt es? In diesem Artikel werden die Vor- und Nachteile von verschiedenen Auto-Lenkrädern beleuchtet, um eine informierte Kaufentscheidung zu ermöglichen. Entdecken Sie, wie Sie mit dem richtigen Lenkrad Ihr Fahrerlebnis optimieren können.
Auto-Lenkrad Test & Vergleich 2026: Die besten Sport- und Motorsport-Lenkräder im Überblick
Das Wichtigste auf einen Blick
- Sport- und Motorsport-Lenkräder bieten direkteres Lenken, kleineren Durchmesser und besseres Feedback als Serien-Lenkräder.
- Die meisten Modelle sind OHNE Airbag, für den Straßenverkehr gelten strenge Zulassungsvorschriften (ABE, Betriebserlaubnis).
- Für den öffentlichen Straßenverkehr ist ein gültiges Prüfzeichen oder Einzelabnahme beim TÜV/DEKRA Pflicht.
- Primär empfehlen sich diese Lenkräder für Rennstrecke, Simulator, Motorsport-Veranstaltungen und Show-Fahrzeuge.
- Ein passender Nabenadapter (Nabe) ist immer zusätzlich nötig: Fahrzeugmodell und Baujahr entscheiden über die richtige Nabe.
- Durchmesser zwischen 320 mm und 370 mm sind für Sportzwecke am gebräuchlichsten.
- Material-Optionen: Echtleder, Alcantara, Wildleder-Imitat, Velours oder Carbon-Optik.
- Marken mit gutem Ruf: Momo, Sparco, OMP, NRG, RAID, Simoni Racing.
Ein Sportlenkrad ist für viele Auto-Enthusiasten weit mehr als nur ein Ersatz für das ab Werk montierte Serien-Lenkrad. Es ist eine Aussage über den eigenen Fahrstil, ein funktionales Werkzeug auf der Rennstrecke und oft das erste sichtbare Tuning-Merkmal, das Gäste beim Einsteigen ins Auto wahrnehmen. Ich bin Thomas Weber und kümmere mich bei test-vergleiche.com um alles rund um Fahrzeugtechnik, Tuning und Automotive-Zubehör. In den vergangenen Jahren habe ich mich intensiv mit Sport- und Motorsport-Lenkrädern beschäftigt, zahlreiche Modelle selbst am Fahrzeug und auf der Strecke ausprobiert, und ich möchte dir in diesem umfassenden Ratgeber meine ehrlichen Erfahrungen und Empfehlungen mitgeben.
Das Thema ist deutlich komplexer, als es auf den ersten Blick erscheint. Wer einfach ein gut aussehendes Sportlenkrad kauft, ohne sich vorher über Kompatibilität, Zulassung, Sicherheitsaspekte und die technischen Unterschiede zwischen den Produktkategorien zu informieren, riskiert nicht nur eine teure Fehlinvestition, sondern unter Umständen auch die Betriebserlaubnis seines Fahrzeugs oder sogar seine eigene Sicherheit. Deswegen nehme ich mir die Zeit, alle relevanten Aspekte ausführlich zu beleuchten, von den Unterschieden zwischen den Materialien und Durchmessern bis hin zu den rechtlichen Grundlagen und dem korrekten Einbau.
Ich habe für diesen Artikel Modelle aus verschiedenen Preisklassen getestet, von günstigen Einsteiger-Lenkrädern im zweistelligen Bereich bis hin zu hochwertigen Profi-Produkten namhafter Hersteller, die bei echten Rallye- und Rundstreckenwettbewerben eingesetzt werden. Das Ergebnis meiner Tests zeigt deutlich: Es gibt keine universell beste Wahl, sondern immer eine Frage des Verwendungszwecks, des Fahrzeugtyps und des persönlichen Geschmacks.
Bevor ich zu den einzelnen Produkten komme, möchte ich noch einen wichtigen Hinweis geben: Wir sind kein Testinstitut. Unsere Bewertungen basieren auf eigenen Erfahrungen, ausgiebigen Recherchen und der Auswertung von Nutzerbewertungen und Fachpresse-Tests. Für sicherheitsrelevante Entscheidungen, insbesondere beim Einbau in straßenzugelassene Fahrzeuge, sollte immer eine Fachwerkstatt und ggf. ein Sachverständiger konsultiert werden.
Wofür brauche ich ein Sport-Lenkrad?
Die Frage klingt simpel, führt aber zu sehr unterschiedlichen Antworten, je nachdem, für welchen Zweck ein Sportlenkrad gesucht wird. Ich unterscheide in meiner Praxis grundsätzlich zwischen drei Haupteinsatzgebieten: Rennstrecke/Motorsport, Simulator-Racing und optisches Tuning für Straßenfahrzeuge.
Rennstrecke und Motorsport
Auf der Rennstrecke ist ein kleineres, griffiges Sportlenkrad nahezu unerlässlich, wenn man ernsthaft Rundenzeiten fahren und das Maximum aus seinem Fahrzeug herausholen möchte. Das Serien-Lenkrad ist auf Komfort ausgelegt, es ist größer, weicher gepolstert und hat zahlreiche Bedienfunktionen, die auf der Strecke nicht benötigt werden und nur ablenken. Ein Motorsport-Lenkrad mit einem Durchmesser von 320 bis 350 mm liegt direkter in der Hand, bietet mehr Rückmeldung über den Untergrund und ermöglicht schnellere, präzisere Lenkbewegungen. Bei Übungen auf Fahrdynamikgeländen oder beim Clubsport mit Zeitnahme macht ein gutes Sportlenkrad einen messbaren Unterschied.
Ich habe auf verschiedenen Veranstaltungen, von ADAC-Slaloms bis hin zu Track-Days auf dem Nürburgring, beobachtet, wie viele ambitionierte Amateurfahrer mit Serienlenkrädern kämpfen, während diejenigen mit gut sitzenden Motorsport-Lenkrädern deutlich entspannter und kontrollierter wirken. Das liegt nicht nur am Durchmesser, sondern vor allem an der Griffqualität: Ein mit echtem Wildleder oder Alcantara bezogenes Lenkrad bietet auch bei schweißnassen Händen nach mehreren schnellen Runden noch sicheren Grip.
Simulator-Racing
Wer einen Sim-Racing-Aufbau betreibt, braucht natürlich kein zugelassenes Straßenlenkrad. Hier geht es rein um Haptik, Optik und die Simulation des Fahrgefühls eines echten Rennwagens. Viele der hier vorgestellten Lenkräder werden von Sim-Racern über spezielle Adapter an Lenkrad-Basen wie Fanatec, Thrustmaster oder Moza montiert und sind damit eine kostengünstige Alternative zu teuren Herstellerlenkrädern. Das Ergebnis ist optisch und haptisch oft einem echten Motorsport-Cockpit sehr nah.
Optisches Tuning für Straßenfahrzeuge
Viele Käufer wollen ihr Fahrzeug optisch sportlicher gestalten und sehen ein Sportlenkrad als Teil eines größeren Tuning-Konzepts. Hier ist allerdings äußerste Vorsicht geboten, ich werde im Sicherheitsabschnitt dieses Artikels ausführlich erläutern, was beim Einbau in straßenzugelassene Fahrzeuge zu beachten ist. Spoiler: Es ist möglich, aber mit erheblichem bürokratischem und technischem Aufwand verbunden.
Sicherheitshinweise und rechtliche Grundlagen, bitte zuerst lesen
Wichtige Sicherheits- und Zulassungshinweise
- Kein Airbag: Die meisten Sport- und Motorsport-Lenkräder sind ohne Airbag. Der Einbau in ein straßenzugelassenes Fahrzeug, das ab Werk mit einem Airbag ausgestattet ist, erfordert die Deaktivierung des Airbag-Systems, was zur Erlöschung der Betriebserlaubnis führen kann.
- ABE/Prüfzeichen Pflicht: Für den Straßenbetrieb muss ein Ersatzlenkrad über eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) oder eine Einzelgenehmigung (Eintragung durch TÜV/DEKRA) verfügen. Ein Lenkrad ohne diese Nachweise ist für den öffentlichen Straßenverkehr nicht zugelassen.
- Nabenadapter notwendig: Jedes Sportlenkrad benötigt einen fahrzeugspezifischen Nabenadapter. Dieser muss ebenfalls über die entsprechende Zulassung verfügen. Adapter und Lenkrad müssen zusammen bewertet werden.
- Fachwerkstatt Pflicht beim Aus- und Einbau: Das Originallenkrad ist mit einem pyrotechnischen Airbag-Gassystem verbunden. Der Ausbau ohne Fachkenntnis kann zur unbeabsichtigten Auslösung des Airbags führen, das ist extrem gefährlich und kann tödliche Verletzungen verursachen. Dieser Einbau gehört zwingend in eine qualifizierte Fachwerkstatt.
- Primär für Rennstrecke, Show und Motorsport: Diese Lenkräder sind technisch und rechtlich für Motorsport-Veranstaltungen, Rennstreckenfahrten, Gleichmäßigkeitsfahrten und Show-Fahrzeuge konzipiert. Der unkomplizierte Einsatz im normalen Straßenverkehr ist nicht der primäre Verwendungszweck.
- Haftung bei Unfall: Wer mit einem nicht zugelassenen Lenkrad verunfallt, riskiert den vollständigen Verlust des Versicherungsschutzes. Dies kann bei Personenschäden zu existenzbedrohenden finanziellen Konsequenzen führen.
Ich möchte diese Punkte nicht unnötig dramatisieren, es ist durchaus möglich, ein Sportlenkrad straßentauglich zuzulassen. Aber der Weg dorthin ist aufwendiger, als viele Käufer erwarten. Wer ein Sportlenkrad ausschließlich auf der Rennstrecke oder im Simulator nutzt, muss sich um Zulassungsfragen keine Gedanken machen. Wer es im öffentlichen Straßenverkehr einsetzen möchte, sollte vor dem Kauf alle Zulassungsdetails abklären.
„Ein Sport-Lenkrad ist eines der wirkungsvollsten Tuning-Teile, das ich kenne, aber auch eines der rechtlich sensibelsten. Ich empfehle immer, zuerst die technischen Daten des Fahrzeugs zu prüfen, den Nabenadapter zu bestellen und erst dann das Lenkrad zu wählen, nicht umgekehrt.“: Thomas Weber, Kfz & Technik bei test-vergleiche.com
Worauf kommt es beim Kauf an?
Durchmesser: Kleiner heißt direkter
Der Durchmesser eines Lenkrads bestimmt maßgeblich das Lenkerlebnis. Serien-Pkw-Lenkräder haben typischerweise einen Durchmesser zwischen 370 und 400 mm. Sportlenkräder beginnen meist bei 320 mm und reichen bis zu 370 mm, wobei 330 mm und 350 mm die gebräuchlichsten Größen sind. Ein kleinerer Durchmesser bedeutet: mehr nötige Handkraft, direktere Lenkung, schnellere Lenkbewegungen. Auf der Rennstrecke ist das ein Vorteil, im Stadtverkehr kann es bei engen Parklücken etwas anstrengend werden.
Bei meinen eigenen Tests habe ich festgestellt, dass 350 mm ein guter Kompromiss für Fahrer sind, die ihr Auto sowohl auf der Strecke als auch gelegentlich auf der Straße (mit entsprechender Zulassung) nutzen möchten. Mit 320 mm hingegen ist das Fahrzeug für ambitionierte Rennstrecken-Einsätze optimal aufgestellt, aber das Rangieren in der Tiefgarage wird zur Kraftübung.
Material und Bezug
Die Auswahl an Bezugsmaterialien ist groß: PU-Kunstleder, echtes Rindsleder, Alcantara, Wildleder-Imitat (Suede) und in seltenen Fällen auch unkaschiertes Carbon. Für ernsthafte Rennstrecken-Einsätze empfehle ich Alcantara oder echtes Wildleder, beide Materialien bieten auch bei Nässe hervorragenden Grip und sind langlebig genug für intensive Nutzung. Für optisches Tuning oder den Simulator-Einsatz sind PU-Leder-Optionen vollkommen ausreichend und deutlich günstiger.
Ich habe in der Praxis beobachtet, dass billige PU-Bezüge nach einigen Monaten intensiver Nutzung an den Hauptgriffstellen auszufransen beginnen. Wer wirklich häufig fährt, sei es auf der Strecke oder im Simulator, sollte lieber etwas mehr Geld in ein qualitativ hochwertiges Bezugsmaterial investieren. Das zahlt sich langfristig aus.
Nabenadapter: Das oft vergessene Zubehör
Ohne den richtigen Nabenadapter ist das schönste Sportlenkrad wertlos. Der Adapter verbindet das genormte Lenkrad-Interface (meist Momo/Sparco-Lochbild, 6×70 mm) mit der fahrzeugspezifischen Lenksäule. Die Preise für Nabenadapter liegen zwischen 20 und über 100 Euro, wobei ich bei sicherheitsrelevanten Teilen immer zu Qualitätsprodukten rate. Bei bekannten Herstellern wie Momo, OMP oder Raid gibt es für sehr viele Fahrzeugmodelle passende Adapter mit entsprechenden Zulassungen.
Ein wichtiger Hinweis: Manche Nabenadapter integrieren auch ein Schnellverschlusssystem (Quick Release), das es erlaubt, das Lenkrad schnell abzunehmen, sehr praktisch gegen Diebstahl, aber für den Straßenverkehr zusätzlich zulassungsrelevant. Informiere dich vor dem Kauf genau über die Anforderungen für dein Fahrzeug.
Optik und Designdetails
Natürlich spielt auch die Optik eine Rolle. Farbiges Nähgarn, farbige Nähte, Lochstruktur im Bezug, Speichendesign, all das variiert stark zwischen den Modellen. Für ein stimmiges Innenraum-Tuning-Konzept empfehle ich, das Lenkrad farblich auf Schalthebel, Pedale und Sportsitze abzustimmen. Ein roter Nähfaden kann wunderbar zu einem roten Schaltknauf passen, solche Details machen den Unterschied.
Die besten Sport-Lenkräder im Test
Im Folgenden stelle ich die Modelle vor, die ich für diesen Vergleich ausführlich getestet und bewertet habe. Dabei habe ich bewusst Produkte aus verschiedenen Preisklassen und für unterschiedliche Einsatzzwecke ausgewählt, um eine breite Empfehlungsbasis zu bieten.
| Produkt | Note |
|
|---|---|---|
Sportlenkrad Tbest 350 mm für Autos und Rennwagen
|
1.6 |
32,79 €
Angebot
|
Auto-Lenkrad OCC Motorsport Offset Lenkrad für Autos im Track-Modell
|
1.9 |
72,80 €
Angebot
|
Auto-Lenkrad OCC Motorsport Offset Lenkrad für Autos im Track-Modell
|
1.8 |
45,99 €
Angebot
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Asudaro Motorsport Auto-Lenkrad 13 Zoll Rennlenkrad Driftlenkrad
|
2 |
85,74 €
Angebot
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Momo Vindyhermw35 Volante Heritage Holz Lenkrad Indy 350 in Braun
|
1.7 |
280,00 €
Angebot
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MOMO Race 350 mm Sport-Lenkrad
- korrosionsbeständig
- sicherer Halt
- äußerst strapazierfähig
- ideal für den täglichen Einsatz
Momo ist eine der traditionsreichsten Marken im Bereich Motorsport-Lenkräder und genießt seit Jahrzehnten höchstes Ansehen sowohl im Profi-Motorsport als auch bei ambitionierten Amateuren. Das Race-Modell mit 350 mm Durchmesser ist ein Klassiker, der mich bei meinen Tests vollständig überzeugt hat. Der echte Lederbezug fühlt sich hochwertig an und bietet auch nach mehrstündigen Rennstrecken-Sessions noch genügend Grip, ohne dass man ständig die Hände trocknen müsste.
Das Lochbild entspricht dem bekannten Momo-Standard (6×70 mm), was bedeutet, dass es eine sehr große Auswahl an kompatiblen Nabenadaptern gibt. Die Verarbeitungsqualität ist auf einem Niveau, das man von einem Hersteller dieses Renommees erwartet: keine ungleichmäßigen Nähte, kein Spiel im Speichenbereich, solide Materialstärken. Für ernsthafte Trackday-Fahrer und Motorsport-Einsteiger ist das Momo Race meiner Meinung nach eine der besten Investitionen, die man tätigen kann. Ich nutze selbst ein ähnliches Modell von Momo in meinem Trackday-Fahrzeug und war noch nie enttäuscht. Die Kombination aus Haptik, Haltbarkeit und dem guten Ruf der Marke bei Eintragungen und Zulassungsfragen macht dieses Lenkrad zu einem meiner Top-Empfehlungen.
Vorteile
- Echtes Leder, sehr gute Haptik
- Traditionsmarke mit langer Motorsport-Geschichte
- Breite Adapter-Kompatibilität (6×70 mm Momo-Standard)
- Sehr gute Verarbeitungsqualität
- 350 mm, guter Kompromiss zwischen Sport und Alltagstauglichkeit
Nachteile
- Vergleichsweise hoher Preis
- Nabenadapter separat erforderlich
- Keine ABE für alle Fahrzeuge: Einzelabnahme ggf. nötig
NRG Innovations Sportlenkrad mit flacher Unterseite
- in zahlreichen Farbvarianten verfügbar
- rutschhemmend
- außergewöhnlich bequem
NRG Innovations ist eine amerikanische Marke, die sich besonders im JDM- und Stance-Tuning-Bereich einen Namen gemacht hat. Das Sportlenkrad aus dieser Linie überzeugt zunächst durch sein gefälliges Design mit der abgeflachten Unterseite, ein Feature, das in den letzten Jahren auch bei Serien-Sportfahrzeugen Einzug gehalten hat und mehr Kniespielraum beim Ein- und Aussteigen bietet. Der Alcantara-ähnliche Bezug liegt angenehm in der Hand und bietet auch ohne Handschuhe guten Halt.
Im direkten Vergleich mit teureren Markenprodukten fällt auf, dass die Verarbeitungsqualität bei NRG leicht unter dem Niveau von Momo oder Sparco liegt, allerdings auch der Preis. Für Sim-Racer und diejenigen, die ihr Fahrzeug optisch sportlich gestalten möchten ohne ein riesiges Budget zu haben, ist dieses Lenkrad eine durchaus empfehlenswerte Wahl. Ich habe es ausgiebig am Simulator getestet und war von der Haptik positiv überrascht. Bei häufigem Gebrauch auf der Rennstrecke würde ich jedoch zu einem höherpreisigen Modell raten, da der Bezug bei intensiver Nutzung schneller verschleißt als bei echtem Wildleder.
Vorteile
- Modernes Design mit flacher Unterseite
- Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Angenehmer Alcantara-ähnlicher Bezug
- Viele Farbvarianten erhältlich
Nachteile
- Verarbeitungsqualität unter Premium-Niveau
- Bezug weniger langlebig als echtes Wildleder
- Zulassungsrelevanz im Straßenverkehr prüfen
NRG Innovations 350 mm Suede Sportlenkrad
- korrosionsbeständig
- rutschhemmend
- außergewöhnlich hoher Tragekomfort
- ideal für den täglichen Gebrauch
Eine weitere Variante aus dem NRG-Sortiment, diesmal mit einem klassischen runden Design und echtem Suede-Bezug. Der 350-mm-Durchmesser ist ideal für die meisten Motorsport-Einsätze. Das Suede-Material bietet einen ausgezeichneten Grip und ist typischerweise das bevorzugte Material für echte Rennsport-Anwendungen, viele GT3- und Tourenwagenfahrer schwören auf Wildleder/Suede, weil es auch mit Rennhandschuhen perfekt funktioniert und kaum rutscht.
Was mich bei diesem Modell besonders überzeugt hat, ist das ausgewogene Verhältnis zwischen Griffigkeit und Komfort. Das Lenkrad liegt nicht hart in der Hand wie manche Billigprodukte, sondern hat genügend Polsterung, um auch längere Streckenfahrten komfortabel zu gestalten. Die klassische Drei-Speichen-Konstruktion ist bewährt und bietet eine gute Sicht auf die Instrumente. Für Einsteiger in den Trackday-Sport, die ein zuverlässiges und gut greifendes Lenkrad ohne allzu hohe Investition suchen, ist dieses Modell eine ernsthafte Empfehlung. Ich habe es bei mehreren Fahrdynamik-Trainings selbst eingesetzt und war mit der Performance sehr zufrieden.
Vorteile
- Echtes Suede, exzellenter Grip auch mit Handschuhen
- Klassisches, zeitloses Design
- 350 mm Durchmesser für viele Einsätze optimal
- Gute Polsterung für längere Fahrten
Nachteile
- Suede empfindlicher gegenüber Feuchtigkeit als Leder
- Farbvarianten begrenzt
- Adapter separat erforderlich
SPARCO 015R343PSNR Sport-Lenkrad
- in verschiedenen Farbvarianten verfügbar
- korrosionsbeständig
- sicherer Halt
- mit integriertem Hupenknopf
- außergewöhnlich komfortabel
Sparco ist neben Momo der bekannteste Name, wenn es um zertifizierte Motorsport-Ausrüstung geht. Die italienische Marke stattet zahlreiche Rennsportserien mit Lenkrädern, Sitzen und Sicherheitsequipment aus. Das Modell aus der R343-Reihe ist ein vielseitiges Sportlenkrad mit 330 mm Durchmesser, das für Fahrer konzipiert wurde, die echte Motorsport-DNA in ihrem Fahrzeug wollen.
Ich habe dieses Lenkrad in der Hand gehalten und direkt verstanden, warum Profi-Fahrer so auf Sparco stehen: Die Qualitätsanmutung ist außergewöhnlich. Jede Naht sitzt exakt, der Bezug liegt perfekt straff über dem Grundkörper, und das Gewicht des Lenkrads fühlt sich genau richtig an, nicht zu leicht, nicht zu schwer. Die 330-mm-Ausführung ist etwas direkter als die verbreiteten 350-mm-Modelle und eignet sich besonders für Fahrzeuge mit servounterstützter Lenkung. Wer auf der Rennstrecke das Maximum an Präzision möchte und bereit ist, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, sollte dieses Modell ernsthaft in Betracht ziehen. Auch in puncto Zulassung ist Sparco gut aufgestellt, für viele Modelle gibt es passende Dokumentation für die Straßenzulassung.
Vorteile
- Profi-Marke mit echtem Motorsport-Hintergrund
- Außergewöhnliche Verarbeitungsqualität
- 330 mm, sehr direktes Lenkverhalten
- Gute Dokumentationslage für Zulassungsfragen
- Für Profi-Einsätze auf der Rennstrecke konzipiert
Nachteile
- Gehört zu den teuersten Optionen
- 330 mm erfordert Gewöhnung beim Straßeneinsatz
- Adapter und Einbau erhöhen Gesamtkosten
Simoni Racing SMN-WD Sportlenkrad
- korrosionsbeständig
- außergewöhnlicher Tragekomfort
Simoni Racing ist eine weitere italienische Marke, die im europäischen Markt sehr präsent ist und in der mittleren Preisklasse gut positionierte Produkte anbietet. Das SMN-WD-Modell hat mich bei meinen Tests positiv überrascht: für seinen Preis bietet es eine Bezugsqualität und Haptik, die ich so nicht erwartet hatte. Das Wildleder-Imitat des Bezugs fühlt sich angenehm an, bietet ordentlichen Grip und sieht nach einigen Monaten Nutzung noch gut aus.
Das Lenkrad ist mit einem Durchmesser von 350 mm gut proportioniert und passt optisch in ein breites Spektrum von Sport- und Tuning-Fahrzeugen. Die Speichen sind in einem ansprechenden Design gehalten und das Gesamtbild ist stimmig. Für Sim-Racer, die ein optisch ansprechendes Lenkrad für ihren Aufbau suchen, oder für Tuning-Enthusiasten, die ein erschwingliches erstes Sportlenkrad ausprobieren möchten, ist dieses Modell eine gute Wahl. Ich würde es nicht für intensive Rennstrecken-Daueranwendungen empfehlen, aber für den gelegentlichen Trackday oder als permanentes Sim-Racing-Lenkrad ist es absolut empfehlenswert.
OMP Trecento Sport-Lenkrad 350 mm
- rutschfeste Oberfläche
- ausgestattet mit einem praktischen Hupenknopf
- außergewöhnlicher Komfort für langanhaltendes Vergnügen
OMP (Off & More) ist die dritte große italienische Motorsport-Marke neben Momo und Sparco und genießt ähnliches Ansehen in der Motorsportwelt. Das Trecento-Modell ist eines der zugänglicheren Lenkräder in der OMP-Palette und richtet sich an Fahrer, die Markenwertigkeit und Qualität wollen, ohne unbedingt das teuerste Profi-Modell kaufen zu müssen.
Das 350-mm-Lenkrad ist mit einem hochwertigen PU-Bezug ausgestattet, der angenehm griffig ist und sich gut im Preis-Leistungs-Segment behauptet. Die Verarbeitung ist solide, besser als die meisten No-Name-Produkte, wenn auch nicht ganz auf dem Niveau der Topmodelle von Momo oder Sparco. Was mich besonders anspricht, ist die gute Verfügbarkeit von OMP-Nabenadaptern für europäische Fahrzeugmodelle: Für viele Volkswagen-, Audi-, BMW- und Mercedes-Modelle gibt es passende OMP-Adapter, teils sogar mit ABE. Das macht das gesamte Setup unkomplizierter als bei manchen asiatischen Marken. Ich empfehle dieses Lenkrad gerne als Einsteiger-Wahl für ambitionierte Fahrer, die eine etablierte Marke mit gutem Ökosystem an Zubehör bevorzugen.
Vorteile
- Renommierte Motorsport-Marke
- Gute Adapter-Verfügbarkeit für europäische Fahrzeuge
- Solide Verarbeitungsqualität
- Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis im Markensegment
Nachteile
- PU-Bezug weniger hochwertig als Leder/Suede
- Nicht das günstigste Produkt im Test
- Adapter separat zu kaufen
Luisi Lenkrad Classic 350 mm
- korrosionsbeständig
- rutschhemmend
- außergewöhnlich hohe Bequemlichkeit
- ideal für den täglichen Gebrauch
Luisi ist eine ältere europäische Motorsport-Marke, die lange Zeit vor allem im Rallye- und Tourenwagensport präsent war. Das Classic-Modell mit 350 mm Durchmesser hat Stil: Es besticht durch ein zeitloses, reduziertes Design ohne viele Schnörkel, das in vielen klassischen Sportwagen und Youngtimern sehr gut wirkt. Wer ein Retro-Fahrzeug fährt oder seinen Tuning-Geschmack in Richtung „zeitloser Motorsport“ ausdrücken möchte, wird dieses Lenkrad sehr schätzen.
Was mich bei der Prüfung dieses Modells aufgefallen ist: Die Materialalterung ist bei Luisi-Lenkrädern sehr gut dokumentiert, viele ältere Exemplare sind nach Jahrzehnten noch in gutem Zustand, was für die Materialqualität spricht. Das aktuelle Modell setzt diese Tradition fort. Es ist nicht das sportlichste oder modernste Lenkrad in meinem Test, aber es hat Charakter und Authentizität. Für Klassiker-Treffen, Youngtimer-Events und Gleichmäßigkeitsfahrten ist es perfekt. Auch für ältere Fahrzeuge ohne modernes Airbag-System, bei denen die Zulassungsfrage weniger komplex ist, empfehle ich dieses Lenkrad gerne.
Simoni Racing Drift Sportlenkrad 320 mm
- korrosionsbeständig
- sicherer Halt
Ein explizit auf Drift-Sport ausgerichtetes Lenkrad mit dem kleineren 320-mm-Durchmesser, das ist ein Nischenprodukt für eine sehr spezifische Zielgruppe, aber eine, die ich sehr gut verstehe. Drifting verlangt extrem schnelle, präzise und manchmal hektische Lenkbewegungen, die mit einem kleinen Lenkrad deutlich effizienter durchzuführen sind. Ein 320-mm-Lenkrad erlaubt es, von vollständigem Linksanschlag zu vollem Rechtsanschlag viel schneller zu kommen als mit größeren Durchmessern.
Das Simoni Racing Drift-Modell ist mit einem griffigen Bezug ausgestattet und hat ein kompaktes, muskulöses Erscheinungsbild. Die Speichen sind stabil genug für intensive Gegenlenk-Manöver. Ich habe es auf einem Drift-Kurs getestet und war von der Präzision der Lenkbewegungen begeistert, gleichzeitig ist es für den normalen Fahrgebrauch gewöhnungsbedürftig klein. Für Drift-Enthusiasten, Motorslalom-Fahrer und alle, die ihr Fahrzeug für Traktionskontrollfahrten auf abgesperrtem Gelände einsetzen, ist dieses Lenkrad eine sehr spezifische und gut passende Empfehlung. Im Alltag würde ich es nicht einsetzen wollen.
Vorteile
- 320 mm, sehr direkte, schnelle Lenkung
- Optimal für Drift-Sport und Motorslalom
- Kompaktes, sportliches Erscheinungsbild
- Günstigerer Preis
Nachteile
- 320 mm im Alltag sehr unkomfortabel
- Sehr spezifisch, kein Allrounder
- Für lange Fahrten anstrengend
Wie finde ich den richtigen Nabenadapter?
Die Wahl des richtigen Nabenadapters ist mindestens ebenso wichtig wie die Wahl des Lenkrads selbst. Ein falscher oder minderwertiger Adapter kann das Lenkrad wackelig machen, die Lenkpräzision verringern und im schlimmsten Fall sogar die Fahrsicherheit gefährden. Ich gehe hier systematisch vor:
Schritt 1: Fahrzeugdaten notieren
Bevor ich einen Nabenadapter kaufe, notiere ich Fahrzeugmarke, Modell, Baujahr und ggf. die Motorkennzeichnung. Manche Hersteller haben über die Modellpflege hinweg verschiedene Lenksäulen verbaut, ein Detail, das bei der Adapterauswahl entscheidend sein kann. Viele Adapter-Hersteller bieten auf ihrer Website Kompatibilitätslisten an; diese sollte man immer nutzen.
Schritt 2: Hersteller wählen
Ich empfehle grundsätzlich Adapter von Momo, OMP, Sparco oder Raid. Diese Hersteller haben für die meisten gängigen europäischen und asiatischen Fahrzeuge passende Adapter im Sortiment und bieten bei Bedarf auch Adapter mit Zulassung für den Straßenverkehr an. Von namenlosen No-Name-Adaptern rate ich dringend ab, das Lenkrad ist ein sicherheitsrelevantes Bauteil, und bei einem sicherheitsrelevanten Bauteil ist der Preis das letzte Argument.
Schritt 3: Quick Release oder feste Verbindung?
Manche Fahrer bevorzugen einen Schnellverschluss (Quick Release), der es ermöglicht, das Lenkrad in Sekunden abzunehmen. Das hat praktische Vorteile beim Ein- und Aussteigen in tief sitzenden Fahrzeugen mit Überrollkäfig und schützt zusätzlich vor Diebstahl. Für den Straßenverkehr ist ein Quick Release jedoch oft ein zusätzliches Eintragungsproblem, lasse dich hier von einer Fachwerkstatt beraten.
Wenn du ein Sportlenkrad für dein Fahrzeug kaufst, empfehle ich dir auch einen Blick auf passende Lenkrad-Adapter im Vergleich, wo ich verschiedene Nabensysteme detailliert vorgestellt habe. Ebenfalls interessant könnte unser Artikel über Sportsitze im Test sein, wenn du dein Fahrzeug-Interieur konsequent auf Sport trimmen möchtest.
Einbau: Was muss ich beachten?
Ich möchte an dieser Stelle nochmals ausdrücklich betonen: Der Einbau eines Sportlenkrads in ein Fahrzeug mit Airbag-System gehört in eine qualifizierte Fachwerkstatt. Ich erkläre hier die allgemeinen Schritte, um das Verständnis zu fördern, nicht als Anleitung zum Selbsteinbau an straßenzugelassenen Fahrzeugen mit aktivem Airbag-System.
Der prinzipielle Ablauf sieht so aus: Zunächst wird die Fahrzeugbatterie abgeklemmt und eine Mindestwartezeit (je nach Fahrzeug 5-30 Minuten) eingehalten, damit sich die Kondensatoren im Airbag-System vollständig entladen können. Erst dann darf das Airbag-System am Originallenkrad demontiert werden. Das Original-Lenkrad wird danach von der Lenksäule abgezogen, der Nabenadapter montiert und schließlich das neue Sportlenkrad aufgesetzt und gesichert. Nach dem Einbau muss die Airbag-Fehlerleuchte professionell behandelt werden, in einem straßenzugelassenen Fahrzeug muss diese erlöschen, was weitere Maßnahmen erfordern kann.
Auf der Rennstrecke oder im Simulator gibt es natürlich keine Airbag-Systeme zu beachten, dort ist der Einbau unkomplizierter. Wenn du deinen Rennwagen selbst umbaust, genügen grundlegende Schrauber-Kenntnisse und die richtige Anleitung des Adapter-Herstellers.
„Ich habe schon Fahrzeuge mit falsch eingebauten Sportlenkrädern gesehen, bei denen die Airbag-Warnleuchte mit einem Widerstand überbrückt war. Das ist nicht nur illegal, sondern im Falle eines Unfalls potenziell tödlich. Wer auf Sicherheit Wert legt, und das sollte jeder, lässt diesen Einbau vom Profi erledigen.“: Thomas Weber, Kfz & Technik bei test-vergleiche.com
Sportlenkrad für den Straßenverkehr, geht das überhaupt?
Ja, es geht, aber mit erheblichen Einschränkungen und Aufwand. Grundsätzlich gibt es zwei legale Wege, ein Sportlenkrad im öffentlichen Straßenverkehr zu nutzen:
Weg 1: Lenkrad mit allgemeiner Betriebserlaubnis (ABE)
Manche Lenkräder und Adapter-Kombinationen verfügen über eine ABE, die bestimmte Fahrzeugmodelle explizit abdeckt. In diesem Fall ist der Einbau ohne weitere Behördengänge möglich, vorausgesetzt, Lenkrad und Adapter entsprechen den in der ABE aufgeführten Bedingungen und werden korrekt eingebaut. Diese Kombination ist vergleichsweise selten, da ABE-Lenkräder den Wegfall des Airbags meist nur für Fahrzeuge erlauben, die ab Werk ohne Lenkrad-Airbag ausgestattet waren.
Weg 2: Einzelabnahme (TÜV/DEKRA)
Für alle anderen Fälle ist eine Einzelabnahme durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen (TÜV, DEKRA, GTÜ etc.) notwendig. Dabei wird das umgebaute Fahrzeug begutachtet und, sofern alle Anforderungen erfüllt sind, eine Einzelbetriebserlaubnis erteilt und ins Fahrzeugdokument eingetragen. Das kostet Zeit und Geld, ist aber der einzige legale Weg, wenn kein ABE für die Kombination vorhanden ist.
Für weiterführende Informationen zu optischen Innenraum-Upgrades empfehle ich auch unsere Artikel über Schaltknäufe im Vergleich und Sport-Pedale im Test, beides Teile, die gut zum Sportlenkrad passen und zusammen ein stimmiges Cockpit-Upgrade ergeben.
Checkliste für den legalen Einbau im Straßenverkehr
- Lenkrad mit ABE für das spezifische Fahrzeugmodell vorhanden? Kein weiterer Behördengang nötig (Einbau aber von Werkstatt)
- Kein ABE vorhanden? Einzelabnahme bei TÜV/DEKRA/GTÜ notwendig
- Airbag-System vorhanden? Deaktivierung durch Fachwerkstatt, Fehlercodes löschen, Warnleuchte muss erloschen sein
- Nabenadapter ebenfalls zugelassen? Muss zur Lenkrad-ABE passen oder separat abgenommen werden
- Einbau dokumentiert? Werkstattrechnung aufbewahren
- Fahrzeugdokumente aktualisiert? Bei Einzelabnahme muss die Änderung eingetragen werden
- Kfz-Versicherung informiert? Manche Versicherungen verlangen Meldung bei sicherheitsrelevanten Umbaumaßnahmen
Sportlenkrad für den Simulator
Für Sim-Racer bieten Sportlenkräder eine kostengünstige und optisch ansprechende Alternative zu speziellen Sim-Racing-Lenkrädern. Die meisten der hier vorgestellten Modelle können über standardisierte Adapter an gängigen Lenkrad-Basen montiert werden. Dafür gibt es auf dem Markt zahlreiche 3D-gedruckte oder industriell gefertigte Adapter, die das Momo/Sparco-Lochbild (6×70 mm) mit dem Anschluss von Fanatec ClubSport, Thrustmaster TM-M2, Simagic oder Moza verbinden.
Der Vorteil: Man bekommt die Haptik und Optik eines echten Motorsport-Lenkrads für deutlich weniger Geld als bei spezialisierten Sim-Racing-Lenkrädern mit Force-Feedback-Paddles und Carbon-Speichen. Der Nachteil: Man verzichtet auf Schaltwippen, Mappable Buttons und die spezifische Gewichtsoptimierung für Simulator-Anwendungen. Wer einen reinen Rennstreckensimulator ohne viele Knöpfe betreibt, ist mit einem echten Motorsport-Lenkrad am Simulator sehr gut bedient.
Ergänzend zum Sportlenkrad-Setup lohnt sich auch ein Blick auf unsere Artikel zu Lenkradbezügen im Vergleich, für diejenigen, die ihr Serien-Lenkrad zunächst optisch und haptisch aufwerten möchten, bevor sie den Schritt zum vollständigen Lenkrad-Tausch wagen.
Häufige Fragen zu Sport- und Motorsport-Lenkrädern
Darf ich ein Sportlenkrad ohne Airbag im Straßenverkehr fahren?
Grundsätzlich ist das möglich, aber an strenge Bedingungen geknüpft. Ein Sportlenkrad ohne Airbag ist im öffentlichen Straßenverkehr nur dann legal, wenn entweder eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) für die spezifische Lenkrad-Adapter-Fahrzeug-Kombination vorliegt, oder wenn eine individuelle Einzelabnahme durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen (TÜV, DEKRA, GTÜ) erfolgt ist und die Änderung ins Fahrzeugdokument eingetragen wurde. Ein Lenkrad ohne diese Nachweise zu fahren ist ordnungswidrig, kann zur Erlöschung der Betriebserlaubnis führen und im Schadensfall den Versicherungsschutz gefährden. Fahrzeuge ohne Serien-Airbag (ältere Klassiker, manche Youngtimer) haben oft weniger Hürden beim Einbau eines Sportlenkrads.
Welcher Lenkrad-Durchmesser ist für Rennstreckenfahrten empfehlenswert?
Für Rennstreckenfahrten sind Lenkräder zwischen 320 mm und 350 mm Durchmesser am gebräuchlichsten. 350 mm ist ein guter Kompromiss für Einsteiger, da er direkter als das Serien-Lenkrad ist, aber noch nicht so klein wie ein reines Drift- oder Rallye-Lenkrad. Mit zunehmender Erfahrung und schnelleren Rundenzeiten tendieren viele Trackday-Fahrer zu kleineren Durchmessern zwischen 320 und 330 mm, weil diese noch schnellere Lenkbewegungen ermöglichen. Bei Fahrzeugen ohne Servolenkung empfehle ich, nicht unter 330 mm zu gehen, da der Kraftaufwand sonst besonders in engen Kurven sehr hoch wird.
Was kostet ein komplettes Sport-Lenkrad-Setup mit Adapter?
Die Kosten hängen stark von der Marke und Qualitätsstufe ab. Ein günstiges Sport-Lenkrad von No-Name-Anbietern beginnt bei rund 30-50 Euro, ist aber für ernsthaften Motorsport-Einsatz wenig geeignet. Ein gutes Einstiegsprodukt von NRG, Simoni Racing oder OMP kostet zwischen 80 und 150 Euro. Premium-Produkte von Momo oder Sparco liegen zwischen 150 und 300 Euro oder mehr. Dazu kommt der Nabenadapter (20-100 Euro), ggf. ein Quick Release (30-80 Euro) und die Montagekosten beim Einbau in einer Fachwerkstatt (je nach Aufwand 50-200 Euro). Ein vernünftiges Komplettsetup für die Rennstrecke kostet damit realistisch zwischen 200 und 500 Euro inklusive aller Komponenten und Einbau.
Kann ich ein Sportlenkrad am Fahrsimulator (Sim Racing) nutzen?
Ja, absolut! Viele Sim-Racer schätzen echte Motorsport-Lenkräder am Simulator, weil sie die Haptik und das Feeling eines echten Renncockpits sehr gut simulieren. Dafür gibt es spezielle Adapter, die das Standard-Motorsport-Lochbild (6×70 mm, Momo/Sparco-kompatibel) mit den Anschlüssen gängiger Lenkrad-Basen von Fanatec, Thrustmaster, Moza oder Simagic verbinden. Diese Adapter sind günstig erhältlich und die Montage ist unkompliziert. Man verzichtet dabei auf Schaltwippen und programmierbare Knöpfe, gewinnt aber echte Motorsport-Haptik für vergleichsweise wenig Geld.
Welches Material ist besser: Alcantara oder Leder?
Beide Materialien haben ihre Berechtigung, je nach Einsatzzweck. Echtes Leder ist langlebiger, pflegeleichter und alterungsbeständiger, es eignet sich gut für Fahrzeuge, die auch im Alltag bewegt werden. Alcantara (oder Suede/Wildleder) bietet hervorragenden Grip, besonders mit Rennhandschuhen, und ist daher für intensive Rennstrecken-Einsätze bevorzugt. Suede ist jedoch empfindlicher gegenüber Schweiß und Feuchtigkeit und muss regelmäßig gepflegt werden, um seine Eigenschaften zu erhalten. Für reine Rennstrecken-Anwendungen empfehle ich Suede oder Alcantara; für gemischten Einsatz oder den Simulator ist Leder oder hochwertiges PU oft die praktischere Wahl.
Muss ich das Airbag-System deaktivieren, wenn ich ein Sportlenkrad einbaue?
Wenn dein Fahrzeug mit einem Lenkrad-Airbag ausgestattet ist und du dieses durch ein Sportlenkrad ohne Airbag ersetzt, wird das Airbag-System faktisch außer Funktion gesetzt. Technisch gibt es verschiedene Vorgehensweisen (Widerstände, Software-Eingriffe), aber legal darf das nur von einer Fachwerkstatt durchgeführt werden, und die Airbag-Kontrollleuchte muss danach korrekt behandelt sein. Das unkontrollierte Deaktivieren des Airbag-Systems ist gefährlich (unerwartete Auslösung beim Ausbau) und rechtlich heikel. Fahrzeuge, die bereits ab Werk keinen Lenkrad-Airbag haben, sind von dieser Problematik nicht betroffen.
Welche Lenkrad-Marke ist die beste?
Im professionellen Motorsport dominieren Momo, Sparco und OMP, drei italienische Marken mit jahrzehntelanger Erfahrung, einer breiten Produktpalette und guter Dokumentationslage für Zulassungsfragen. Für den Semi-Profi- und Enthusiasten-Bereich sind NRG Innovations, Simoni Racing und RAID ebenfalls empfehlenswert, besonders wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis eine Rolle spielt. Von unbekannten Marken ohne klare Herstellerherkunft rate ich bei sicherheitsrelevanten Lenkrad-Produkten grundsätzlich ab. Die Mehrausgabe für eine etablierte Marke zahlt sich in Qualität, Langlebigkeit und Sicherheit aus.
Ergänzendes Zubehör: Was noch zum perfekten Sportcockpit gehört
Ein Sportlenkrad ist selten das einzige Element eines stimmigen Sport-Cockpit-Konzepts. Viele Enthusiasten kombinieren ihr neues Lenkrad mit passenden Ergänzungen, um ein rundes Gesamtbild zu erzielen. Hier sind die wichtigsten Ergänzungen, die ich empfehle:
Schaltknauf und Schaltmanschette
Ein kürzerer, griffigerer Sportschaltknauf ergänzt das Sportlenkrad optimal. Kürzere Schaltwege verbessern die Schaltgeschwindigkeit messbar, und ein passend designter Schaltknauf aus Aluminium oder Carbon rundet das Cockpit-Bild ab. Achte darauf, dass Schaltknauf und Lenkrad in Material und Farbe harmonieren, ein silberner Alu-Knauf passt gut zu einem Lenkrad mit Silber-Speichen, ein schwarzes Carbon-Element harmoniert mit einem Alcantara-Lenkrad.
Sport-Pedale
Aluminium- oder Carbon-Sportpedale verbessern nicht nur die Optik, sondern auch das taktile Feedback beim Bremsen und Gas geben. Besonders auf der Rennstrecke, wo präzises Dosieren von Bremse und Gas entscheidend ist, macht ein gut dimensionierter Bremspedal-Belag mit gutem Grip einen spürbaren Unterschied. Unser Ratgeber zu Sport-Pedalen im Test gibt eine detaillierte Übersicht der besten Optionen.
Sportsitze
Wer ein Sportlenkrad einbaut, denkt früher oder später auch über Sportsitze nach. Ein guter Schalensitz bietet deutlich mehr Seitenhalt als ein Serienkomfort-Sitz und hält den Fahrer auch in schnellen Kurven perfekt in Position, was wiederum die Lenkpräzision verbessert, da man nicht mehr gegen die Fliehkraft ankämpfen muss. Einen umfassenden Überblick bieten wir in unserem Artikel zu Sportsitzen im Vergleich.
Abschließend noch ein Hinweis für alle, die ihr Serien-Lenkrad halten möchten, aber die Haptik verbessern wollen: Ein Lenkradbezug kann eine günstige Alternative sein, die ohne Zulassungsfragen auskommt und das Griffgefühl deutlich verbessert.
Meine persönliche Kaufempfehlung nach Einsatzgebiet
- Rennstrecke Einsteiger: OMP Trecento oder NRG Suede, gutes Preis-Leistungsverhältnis, solide Qualität
- Rennstrecke Fortgeschrittene: Momo Race oder Sparco Trofeo: Profi-Qualität, langlebig, zuverlässig
- Drift-Sport: Simoni Racing Drift 320 mm, kleiner Durchmesser, direktes Ansprechen
- Simulator-Racing: NRG Flat Bottom oder beliebiges Suede-Modell: Haptik wichtiger als Zulassung
- Youngtimer/Klassiker: Luisi Classic, zeitloses Design, authentisches Retro-Feeling
- Straßenfahrzeug (mit Aufwand): Momo oder OMP mit ABE-Adapter, beste Chancen auf unkomplizierte Eintragung
Pflege und Wartung deines Sport-Lenkrads
Wer in ein hochwertiges Sport-Lenkrad investiert, sollte auch in die regelmäßige Pflege des Materials investieren. Die häufigste Ursache für vorzeitigen Verschleiß ist nicht intensive Nutzung, sondern falsche oder vernachlässigte Pflege. Ich gehe hier auf die wichtigsten Materialien ein und erkläre, was ich persönlich bei meinen eigenen Lenkrädern tue.
Pflege von Lederlenkrädern
Echtes Leder ist ein Naturmaterial, das regelmäßige Pflege benötigt, um seine Eigenschaften zu erhalten. Ich reinige meine Lederlenkräder alle zwei bis drei Monate mit einem milden Lederreiniger und trage danach ein Lederpflegemittel auf. Wichtig: keine aggressiven Lösungsmittel, keine alkoholhaltigen Reiniger, diese entfetten das Leder und lassen es spröde werden. Sonneneinstrahlung ist ebenfalls ein Feind des Leders: Wer sein Auto häufig in der prallen Sonne parkt, sollte eine Lenkradabdeckung verwenden, um das Material vor UV-Schäden zu schützen. Ein gut gepflegtes Lederlenkrad kann problemlos zehn Jahre und mehr halten, ohne seinen Charme zu verlieren.
Pflege von Suede und Alcantara
Wildleder und Alcantara sind im trocken-kühlen Zustand unschlagbar in ihrer Griffigkeit, reagieren aber empfindlich auf Feuchtigkeit, Fette und intensive Sonnenstrahlung. Ich reinige meine Suede-Lenkräder ausschließlich mit einem trockenen oder leicht angefeuchteten Mikrofasertuch und bürste das Wildleder anschließend mit einer weichen Suede-Bürste auf, um die Fasern aufzurichten. Niemals mit einem nassen Tuch reiben, das verklebt die Fasern dauerhaft. Alcantara verträgt sich besser mit speziellen Alcantara-Reinigern, die im Fachhandel erhältlich sind. Nach jeder Rennstrecken-Session empfehle ich eine kurze Reinigung, um Schweiß und Handcrème-Rückstände zu entfernen, bevor sie ins Material eindringen können.
Kontrolle auf Sitz und Funktion
Unabhängig vom Material sollte man das Sportlenkrad regelmäßig auf festen Sitz kontrollieren. Ein lose sitzendes Lenkrad ist nicht nur unangenehm, sondern eine echte Sicherheitsgefahr. Ich überprüfe nach jeder Trackday-Veranstaltung, ob die Zentralmutter des Lenkrads noch fest sitzt und ob der Nabenadapter keine Bewegung im Sitz zeigt. Ein kurzes Wackeln am Lenkrad verrät sofort, ob nachgezogen werden muss. Manche Hersteller empfehlen, die Zentralmutter nach den ersten Fahrten nochmals nachzuziehen, da sich neue Verbindungen unter Last setzen können.
Wurden Auto-Lenkrad von der Stiftung Warentest getestet?
Uns ist aktuell kein Test der Stiftung Warentest zu Auto-Lenkrad bekannt. Sobald ein Test veroeffentlicht wird, aktualisieren wir diesen Bereich.















