
Nonino Grappa Riserva Antica CuvéeNote 1,4
Mild und schmeckt fein und ausgewogen.
- bietet begrenzt verfügbares Produkt
- mundgeblasene Flaschen aus Handarbeit
Letzte Aktualisierung:
Grappa Vergleich 2026: 13 Modelle mit Note, Preis und Ausstattung im Überblick. Vergleichssieger, Preis-Leistungs-Sieger und Kaufberatung. Grappa kaufe den
Produkte nebeneinander, Merkmale untereinander. Mit den Pfeilen oder per Wischen lassen sich alle Spalten durchblättern — der Merkmalsname bleibt dabei stehen.
Aktive Filter:AffinaFilter entfernenbis 50 EuroFilter entfernenalle zurücksetzen1 von 13 Modellen
| Alle 1 Modelle → seitlich wischen | |
|---|---|
Füllvolumen Preis pro l | |
| Füllvolumen Preis pro l | 700 ml 61,00 € pro l |
Alkoholgehalt in Volumen | |
| Alkoholgehalt in Volumen | 41 % Vol. |
Lagerungszeit | |
| Lagerungszeit | 2 Jahre |
Primäre Rebsorte | |
| Primäre Rebsorte | Amarone |
Fässer | |
| Fässer | Eichenholz |
Anbaugebiet | |
| Anbaugebiet | Italien |
Aromen Herstellerangabe | |
| Aromen Herstellerangabe | • Kirsche |
Für Allergiker geeignet ohne Schwefeldioxid | |
| Für Allergiker geeignet ohne Schwefeldioxid | Nein |
Ohne Zusatzstoffe | |
| Ohne Zusatzstoffe | Nein |
Vorteile | |
| Vorteile |
|
Angebot | |
| Angebot | |
13 Modelle verglichen · 21,89 € bis 128,00 € · beste Note 1,4 · Preise geprüft am 12.09.26

Nonino Grappa Riserva Antica CuvéeNote 1,4
Mild und schmeckt fein und ausgewogen.

Affina Giare-AmaroneNote 1,4
Schmeckt besonders süß und mild und mit Naturkorken-Verschluss.

Marzadro Le-Diciotto-LuneNote 1,4
Hergestellt aus Traubenpressrückständen von Chardonnay und fruchtiger Geschmack.
Beim Kauf von Grappa entscheidet vor allem die Frage, wie lange der Brand im Holz gelegen hat und aus welcher Rebsorte er stammt. Junge Ware schmeckt klar und kantig, gereifte Ware weich und süßlich. Zwölf Flaschen stehen hier nebeneinander, preislich zwischen rund 22 und 128 Euro. Vergleichssieger ist der Nonino Grappa Riserva Antica Cuvée mit der Note 1,4, fünf Jahren Lagerung im Eichholz und 43 Prozent Alkohol. Den besten Gegenwert liefert der Nº1 Sibona Grappa Riserva Botti da Madeira für rund 22 Euro, ebenfalls mit 1,4 bewertet. Wer den Einstieg sucht, liegt bei etwa 22 bis 32 Euro richtig.
Die Lagerungszeit reicht im Vergleich von einigen Monaten bis zu 18 Jahren und prägt den Geschmack stärker als jede andere Angabe. Der Alkoholgehalt liegt zwischen 38 und 43 Volumenprozent; höhere Werte wirken im Glas wärmer und schärfer. Achten Sie auf die Re










Gebrannt wird hier nicht der Wein, sondern das, was nach dem Pressen übrig bleibt: Schalen, Kerne, Stiele. Dieses Material heißt Trester, und daraus entsteht ein Tresterbrand aus Italien.
Daraus folgt der besondere Charakter. Während ein Weinbrand die Frucht des fertigen Weins weiterträgt, holt der Tresterbrand seine Aromen aus der Schale. Das schmeckt kantiger, manchmal grasig, bei guter Arbeit aber sehr klar.
Grob lassen sich drei Gruppen unterscheiden. Junge, farblose Ware kommt direkt nach der Destillation in die Flasche. Gereifte Ware liegt im Holz und nimmt dabei Farbe und Süße an. Dazu kommt der sortenreine Brand, der nur aus einer einzigen Rebsorte entsteht.
Diese Bandbreite zeigt sich hier deutlich. Lagerungszeiten reichen von einigen Monaten beim Marzadro La Trentina bis zu 18 Jahren beim Berta Grappa-Bric-Del-Gaian.
Auf fast jedem Etikett steht die Rebsorte. Chardonnay, Muskateller, Amarone, Nebbiolo, Glera: Jede bringt ihre eigene Note mit, und wer einmal weiß, welche ihm liegt, findet sich im Regal schnell zurecht. Teure Ware aus einer Sorte, die Ihnen nicht schmeckt, bringt wenig.
Riserva bedeutet, dass der Brand über eine längere Zeit im Holzfass gereift ist. Er verliert dabei an Schärfe und nimmt Farbe sowie Aromen aus dem Holz auf. Sieben der zwölf Modelle tragen diese oder eine vergleichbare Kennzeichnung.
Fünf Angaben entscheiden, ob eine Flasche zu Ihnen passt. Alle stehen auf dem Etikett oder in der Produktbeschreibung.
Am häufigsten übersehen wird der letzte Punkt. 500 Milliliter für 22 Euro klingen günstiger als 700 Milliliter für 27 Euro, kosten je Liter aber mehr.
Beim Verschluss lohnt ein kurzer Blick. Naturkorken und Bügelverschluss lassen sich wieder schließen, und das zählt bei einer Spirituose, die oft über Monate im Schrank steht.
Ob eine Flasche ohne Schwefeldioxid auskommt, steht ebenfalls dabei. Für die meisten ist das nebensächlich, für empfindliche Menschen allerdings der entscheidende Punkt. Nur der Nº1 Sibona erfüllt diese Bedingung, allen anderen taugt wenig, wer darauf angewiesen ist.

Acht der zwölf Modelle teilen sich die Note 1,4. Unterschiede liegen also nicht in der Bewertung, sondern im Geschmacksbild und im Preis.
Aus Friaul stammt der Vergleichssieger, reift fünf Jahre im Eichholz und trägt eine Cuvée als Grundlage. Vanille, Bittermandel und kandierte Früchte nennt der Hersteller als Aromen. Mit 43 Prozent zählt er zu den kräftigeren Vertretern, mit rund 47 Euro auch zu den teureren. Als leichter Aperitif taugt er wenig, dafür greift man besser zu etwas Milderem.
Deutlich günstiger liegt der beste Gegenwert im Feld. Rund 22 Euro, Muskateller, Madeira-Fässer, dazu Pfirsich und Orangenschale in der Aromenbeschreibung. Nur einige Monate im Holz: Wer eine dunkle, lange gereifte Ware erwartet, wird hier enttäuscht.
| Flasche | Lagerungszeit | Preis |
|---|---|---|
| Nonino Grappa Riserva Antica Cuvée | 5 Jahre | rund 47 Euro |
| Nº1 Sibona Grappa Riserva Botti da Madeira | einige Monate | rund 22 Euro |
| Nonino-Grappa Riserva 8 Years | 8 Jahre | rund 98 Euro |
| Berta Grappa-Bric-Del-Gaian | 18 Jahre | rund 128 Euro |
| Bottega Maestri | 1 Jahr | rund 44 Euro |
Am unteren Ende der Bewertung stehen zwei Modelle mit 2,2. Der Bottega Maestri hat mit 38 Prozent den niedrigsten Alkoholgehalt und liegt nur ein Jahr im Holz, kostet aber rund 44 Euro. Für diesen Betrag bekommen Sie anderswo eine längere Reifung.
Zum Sonderfall wird der Berta Grappa-Bric-Del-Gaian. 18 Jahre Fass, langer Abgang, rund 128 Euro. Als Sammlerstück nachvollziehbar, als Begleiter zum Abendessen schlicht zu teuer.
Manche Flasche erklärt sich über die Zahlen, diese über das Zusammenspiel.
Fünf Jahre Eichholz, 43 Volumenprozent, eine Cuvée statt einer einzelnen Rebsorte: Daraus ergibt sich ein Aromenbild, das der Hersteller mit Vanille, Bittermandel, Croissants und kandierten Früchten beschreibt. Mild und zugleich ausgewogen, so fasst es die Produktbeschreibung. 824 Käufer haben bewertet, im Schnitt sehr wohlwollend.
Mundgeblasene Flaschen aus Handarbeit und die Geschenkverpackung gehören zum Konzept. Begrenzt verfügbar ist das Produkt obendrein, was den Preis von rund 47 Euro mit erklärt.
Nicht alles spricht dafür. Mit 43 Prozent zählt der Brand zu den stärkeren Vertretern, und 63,10 Euro je Liter sind kein Einstiegspreis. Wer Grappa zum ersten Mal probiert, sollte sein Geld zunächst woanders anlegen und später wiederkommen. Schwefeldioxidfrei ist die Flasche ohnehin nicht.
Kennen Sie gereifte Ware und suchen etwas für besondere Abende, passt sie allerdings genau. Ähnliche Brände finden Sie auch unter den im Barrique gereiften Grappa-Sorten, die dieselbe Handschrift tragen.

Am Preisschild beginnt der häufigste Fehler. Zwei Modelle kosten rund 22 Euro, enthalten aber nur 500 Milliliter. Umgerechnet liegen sie bei gut 40 Euro je Liter, während 700 Milliliter für rund 27 Euro auf etwa 38 Euro kommen. Die günstigere Flasche ist also die teurere Ware.
Zweiter Fehler: der Griff zur längsten Lagerung. 18 Jahre im Fass klingen nach Qualität, und der Berta-Brand trägt trotzdem nur die Note 2,0. Lange Reifung macht einen Brand weicher und dunkler, nicht automatisch besser.
Seltener genannt wird der dritte Punkt. Viele kaufen sortenblind. Amarone und Chardonnay schmecken grundverschieden, und wer die Sorte ignoriert, landet oft bei einer Flasche, die nur halb aufgetrunken im Schrank steht.
Dann der Verschluss.
Ein Schraubverschluss verzeiht Nachlässigkeit, ein loser Korken nicht. Drei Modelle setzen auf Naturkorken, zwei auf einen Bügelverschluss. Letzterer lässt sich am bequemsten öffnen und wieder zudrücken, was bei 40 Prozent Alkohol durchaus zählt: Die Flasche hält länger, als die meisten zum Leeren brauchen.

Schon vor dem ersten Schluck verrät die Farbe den Unterschied. Klar bedeutet jung, bernsteinfarben bedeutet Holz.
Frisch destillierte Ware geht ohne Fasslagerung in die Flasche. Sie zeigt die Rebsorte sehr direkt, wirkt kantiger und passt gut zum Abschluss eines schweren Menüs. Manche empfinden sie als hart, andere schätzen genau diese Klarheit.
Im Holz ändert sich das. Gerbstoffe und Aromen wandern aus dem Fass in den Brand, die Schärfe nimmt ab, Farbe kommt hinzu. Beim Poli Grappa nennt der Hersteller ausdrücklich die Bernsteinfarbe als sichtbares Ergebnis.
Welches Holz verwendet wird, macht sich bemerkbar. Eiche liefert Vanille und Würze, Kirschholz eine feinere Note, Madeira-Fässer bringen Süße und Frucht mit. Der Marzadro Le-Diciotto-Lune nutzt Eichen- und Kirschholz zugleich und kommt auf ein fruchtiges, mildes Bild bei rund 32 Euro.
Eine Faustregel zur Trinktemperatur steht ebenfalls im Datenblatt: 18 bis 20 Grad empfiehlt der Hersteller beim Poli Grappa. Zu kalt serviert verschließen sich die Aromen, und dann bringt selbst die längste Fassreifung wenig.
Geduld hilft hier mehr als Geld.
Nehmen Sie die Flasche eine halbe Stunde vor dem Servieren aus dem kühlen Schrank. Bei Raumtemperatur öffnen sich die Aromen deutlich besser. Ein bauchiges Glas mit schmaler Öffnung sammelt den Duft, ein Schnapsglas nicht.
Auf dem Etikett steht fast immer eine Region. Friaul, Trentino, Piemont und Veneto tauchen hier auf, dazu mehrere Flaschen mit der schlichten Angabe Italien.
Das ist keine Nebensache. Jede Region arbeitet mit den Trauben, die dort wachsen, und daraus ergeben sich wiederkehrende Geschmacksbilder.
Aus dem Piemont kommt die Nebbiolo-Traube, Grundlage des Sibona Grappa di Barolo. Kräftig, mit Fruchtnoten, rund 22 Euro für 500 Milliliter. Das Trentino steht für die Chardonnay-Brände von Marzadro, beide mild und zugänglich. Aus Friaul stammen die beiden Nonino-Flaschen, die Ober- und Mittelklasse im Feld.
Was eine kräftige Rotweintraube mit dem Ergebnis macht, zeigt der Amarone-Brand von Affina: süß, mild, Kirsche im Duft, zwei Jahre im Eichenholz. Rund 43 Euro kostet er.
Sind Sie unsicher, fangen Sie bei einer milden Sorte an. Kräftige Brände erschließen sich meist erst später.
Eine geöffnete Flasche hält sich lange. Anders als Wein verdirbt Grappa nicht, sobald Luft hinzukommt. Der hohe Alkoholgehalt von 38 bis 43 Prozent konserviert ihn zuverlässig.
Trotzdem gibt es Regeln. Stellen Sie die Flasche aufrecht, nie liegend. Bei Naturkorken, wie ihn der Affina Giare-Amarone verwendet, würde der Alkohol das Material angreifen und mit der Zeit brüchig machen. Ein Bügelverschluss ist unempfindlicher.
Dunkel und kühl schlägt hell und warm. Direktes Sonnenlicht bleicht die Farbe aus, gerade bei gereiften Bränden mit Bernsteinton. Der Küchenschrank reicht, ein Schrank mit eigener Kühlung ist unnötig.
Beim Servieren wird häufig zu kalt eingeschenkt. Eiskalt aus dem Gefrierfach schmeckt guter Grappa nach nichts, weil die Aromen bei niedriger Temperatur schlicht verschlossen bleiben. Beim Poli Grappa empfiehlt der Hersteller 18 bis 20 Grad, und das passt als Richtwert für alle gereiften Brände hier.
Junge, klare Sorten vertragen ein paar Grad weniger.
Mehr als viele denken macht das Glas aus. Eine tulpenförmige Form mit enger Öffnung bündelt die Aromen. Gerade Ränder lassen den Alkohol direkt in die Nase steigen, und dann riechen Sie nur noch Schärfe. Eingeschenkt wird wenig, zwei bis drei Zentimeter genügen.
Lassen Sie das Glas kurz stehen, bevor Sie riechen. Der erste Alkoholstoß verfliegt, danach kommen die Fruchtnoten durch.

Wer zum ersten Mal Grappa trinkt, sollte nicht beim teuersten anfangen. Achtzehn Jahre gereifte Ware wie der Berta Bric-Del-Gaian für rund 128 Euro ist auf ein geschultes Gefühl für Holz und Gewürznoten ausgelegt. Einem Einsteiger bringt das wenig, weil ihm der Maßstab fehlt.
Fangen Sie unten an. Der Sibona Grappa di Barolo liegt bei rund 22 Euro, schmeckt mild und süßlich und zeigt, was ein Traubenbrand überhaupt kann.
Als Geschenk gelten andere Kriterien. Dort zählt die Verpackung mit, und einige Modelle sind ausdrücklich dafür gemacht. Der Nonino Riserva Antica Cuvée kommt in mundgeblasenen Flaschen aus Handarbeit und einer Geschenkverpackung, der Jacopo Poli Sarpa di Poli ebenfalls in ansprechender Aufmachung.
Mögen Sie Süße, führt der Weg über Amarone oder Muskateller als Rebsorte. Kräftig und würzig gefällt dagegen beim Bottega Maestri mit seinen Rauch- und Holznoten, nur muss man mit der Note 2,2 leben.
Sammler schauen auf die Lagerungszeit.
Und wer regelmäßig zum Abschluss eines Menüs ein Glas trinkt, kauft am besten nach Preis je Liter. 0,5 Liter für 22 Euro wirken günstig, liegen umgerechnet aber über 0,7 Litern für 27 Euro. Das ist der häufigste Rechenfehler in diesem Regal.
Bei diesem Verfahren wird der Trester nicht direkt erhitzt, sondern über ein Wasserbad. Die Temperatur steigt langsamer und gleichmäßiger. Brandnoten bleiben aus, das Ergebnis wirkt weicher am Gaumen.
Von rund 22 bis 128 Euro reicht die Spanne. Das ist ein Faktor von fast sechs, und trotzdem trennt die Note die Modelle kaum.
Am unteren Ende der Spanne finden sich beide Sibona-Brände, der Marzadro La Trentina für rund 27 Euro und der Poli Grappa für rund 28 Euro. Alle vier bewegen sich bei 1,4 oder 1,5. Wer hier kauft, bekommt Naturholz- oder Madeirafässer, einige Monate bis zwei Jahre Reife und einen milden, meist fruchtigen Charakter.
| Preisband | Beispiel | Lagerungszeit |
|---|---|---|
| rund 22 Euro | Nº1 Sibona Riserva Botti da Madeira | einige Monate |
| rund 32 Euro | Marzadro Le-Diciotto-Lune | 3 Jahre |
| rund 47 Euro | Nonino Riserva Antica Cuvée | 5 Jahre |
| rund 98 Euro | Nonino-Grappa Riserva 8 Years | 8 Jahre |
| rund 128 Euro | Berta Grappa-Bric-Del-Gaian | 18 Jahre |
Zwischen 32 und 47 Euro liegt das breiteste Feld. Hier zahlen Sie für längere Fasszeit, aufwendigere Flaschen und bekanntere Häuser.
Darüber wird es eine Frage der Neigung. Der Sprung von rund 47 auf rund 98 Euro bringt drei zusätzliche Jahre im Fass und einen längeren Abgang, an der Note ändert er nichts. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie oft Sie eine solche Flasche öffnen. Einmal im Jahr zu einem Anlass hervorgeholt, hat man mehr davon als bei einem Glas am Sonntag.
Teuer heißt nicht automatisch besser bewertet: Das mit 128 Euro teuerste Modell steht bei 2,0.
Frisch gebrannter Trester ist klar und scharf. Alles, was danach an Farbe und Weichheit dazukommt, stammt aus dem Holz.
Eichenholz ist der Standard, sieben Modelle nutzen es. Es gibt Vanille, Gewürz- und Röstnoten ab, je länger, desto deutlicher. Der Nonino Riserva 8 Years zeigt nach acht Jahren Marzipan, Schokolade, Gewürze und Gebäck, während der Affina nach zwei Jahren bei einer schlichten Kirschnote bleibt.
Andere Häuser mischen. Marzadro kombiniert bei Le-Diciotto-Lune Eichen- und Kirschholz, zwei weitere Flaschen setzen auf Naturholz ohne starke Röstung.
Einen Sonderfall bilden Fässer, in denen vorher etwas anderes lag. Madeirafässer geben dem Nº1 Sibona seine Noten von Pfirsich und Orangenschale mit, obwohl er nur einige Monate darin ruht. Das ist der schnellste Weg zu Vielschichtigkeit, und deshalb kostet dieses Modell auch nur rund 22 Euro bei Note 1,4.
Die Fassart entscheidet oft mehr über den Geschmack als die Zahl der Jahre.
Lange Reifung hat eine Grenze. Irgendwann überdeckt das Holz die Traube, und der Brand schmeckt eher nach Fass als nach Frucht. Achtzehn Jahre bringen den Berta auf 2,0, hinter acht Modellen mit kürzerer Lagerung, was genau diesen Punkt zeigt.
Wer die Rebsorte schmecken will, bleibt bei zwei bis fünf Jahren.

Im Supermarkt steht meist eine Handvoll Flaschen, oft von großen Häusern. Größer fällt die Auswahl im Netz aus, und Sie sehen die Merkmale direkt nebeneinander: Rebsorte, Fassart, Alkoholgehalt, Literpreis.
Einen Vorteil hat der Fachhandel, den kein Onlineshop ersetzt. Dort können Sie fragen, und in guten Geschäften auch probieren. Bei einem Brand für rund 98 Euro ist das ein echtes Argument.
Beim Nachkauf lohnt sich das Netz besonders. Wissen Sie, was Sie mögen, sparen Sie Zeit und häufig Geld.
Beim Versand zählt die Verpackung. Glas bricht, und ein Paket ohne Polsterung ist ein Risiko, das Sie am Bestellvorgang nicht erkennen.
Schwer einzuschätzen sind Geschenkverpackungen online. Die Produktangaben nennen sie zwar, sagen aber nichts über den tatsächlichen Eindruck beim Auspacken, weshalb der Klick auf gut Glück wenig taugt und ein Kauf im Laden mehr Sicherheit gibt.
Vor Ort sehen Sie es sofort.
Rund 22 Euro bei Note 1,4 ist die auffälligste Kombination im ganzen Feld. Der Nº1 Sibona Grappa Riserva Botti da Madeira erreicht damit dieselbe Bewertung wie Ware für das Vierfache.
Im Fass liegt der Grund. Madeirafässer bringen Süße und Fruchtigkeit mit, ohne dass der Brand jahrelang darin liegen muss. Hier reichen wenige Monate. Das Ergebnis duftet fruchtig und zeigt Pfirsich sowie Orangenschale, dazu eine süße, komplexe Würze.
Außerdem ist er das einzige Modell ohne Schwefeldioxid. Bei einer Empfindlichkeit dagegen zählt nur dieser Punkt, alle anderen elf Flaschen fallen aus.
Nun die Einschränkung. 0,5 Liter fasst die Flasche. Bei rund 41 Euro je Liter liegt sie damit über dem Marzadro La Trentina mit rund 38 Euro. Wer auf die reine Menge schaut, fährt dort besser.
Muskateller trifft nicht jeden Geschmack. Die Sorte bringt eine deutliche Blumigkeit mit, die manche als aufdringlich empfinden. Trocken und zurückhaltend gefällt eher der Sibona Grappa di Barolo aus der Nebbiolotraube.
Als Geschenk taugt diese Flasche wenig, denn eine besondere Aufmachung nennen die Herstellerangaben nicht.
Für den eigenen Schrank ist sie genau richtig.

Zwischen 38 und 43 Volumenprozent bewegen sich die zwölf Modelle. Das ist deutlich mehr als bei Wein und in der Wirkung nicht zu unterschätzen.
Ein übliches Glas fasst zwei bis vier Zentiliter. Auch diese kleine Menge enthält so viel Alkohol wie ein großes Glas Bier. Wer glaubt, ein Verdauungsschnaps sei harmlos, weil so wenig im Glas steht, rechnet falsch.
Hochprozentiges nach dem Essen beschleunigt die Verdauung nicht, sondern verlangsamt sie. Der Magen arbeitet zuerst den Alkohol ab. Das gute Gefühl danach kommt von der Wirkung, nicht von einer besseren Verdauung.
Ob 38 oder 43 Prozent schmeckbar ist, hängt davon ab, wie weich der Brand sonst ausfällt. Der Bottega Maestri liegt mit 38 Prozent am unteren Ende und wird als harmonisch beschrieben, während die drei Brände mit 43 Prozent kräftiger wirken, ohne deshalb schärfer zu sein.
Nach einem Glas fährt niemand Auto.
Für Schwangere, Stillende und Menschen mit einer Alkoholerkrankung kommt Grappa nicht infrage, unabhängig von Qualität oder Preis. Auch als Zutat in Nachspeisen bleibt der Alkohol beim kurzen Erhitzen teilweise erhalten.
Trinken Sie nur selten ein Glas, sind Sie mit einer teuren Flasche besser bedient als mit einer günstigen. Sie hält jahrelang, und der Genuss steht dann im Vordergrund statt der Menge. Zum Abschluss eines Menüs passt auch ein im Holzfass gereifter Barrique-Brand, der eine ähnliche Richtung einschlägt.

Schauen Sie zuerst auf das Anbaugebiet. Zehn der zwölf Modelle nennen Italien, sieben davon zusätzlich eine Region wie Friaul, Trentino, Piemont oder Veneto. Eine genaue Regionsangabe ist ein Hinweis auf Herkunftsbindung.
Benannt sein sollte die Rebsorte. Cuvée, Chardonnay, Muskateller, Amarone, Glera, Nebbiolotraube: Jede Angabe sagt Ihnen etwas über die zu erwartende Richtung. Fehlt sie ganz, wissen Sie nichts über den Ausgangsstoff.
Farbe allein verrät wenig. Ein Bernsteinton wie beim Poli Grappa entsteht durch Holzkontakt, kann aber auch nachgeholfen sein. Beim Jacopo Poli Sarpa di Poli steht in den Angaben ausdrücklich, dass er nicht frei von Konservierungs- und Farbstoffen ist.
Unterschiedlich aussagekräftig sind Aromenlisten. Vier Modelle nennen konkrete Noten wie Marzipan, Salbei oder Orangenschale. Andere begnügen sich mit Formulierungen wie verschiedene Aromen oder verschiedene Fruchtnoten, und damit lässt sich beim Kauf nichts anfangen.
Je genauer die Herstellerangabe, desto eher weiß der Hersteller, was in der Flasche ist.
Zuletzt die Lagerungszeit. Sie reicht von einigen Monaten bis zu achtzehn Jahren, und sie gehört in die Produktangaben. Wo sie fehlt, sollten Sie vorsichtig sein, weil gerade sie den Preis rechtfertigen soll.
Prüfen Sie die Angaben zusammen, nie einzeln.
Vorteile
Nachteile
Sehr lange, wenn sie aufrecht, dunkel und verschlossen steht. Der Alkoholgehalt von 38 bis 43 Prozent verhindert, dass sich etwas zersetzt. Nach vielen Jahren kann das Aroma leicht nachlassen, verderben tut der Brand aber nicht. Achten Sie bei Naturkorken darauf, die Flasche nicht zu legen.
Gereifte Brände kommen bei 18 bis 20 Grad am besten zur Geltung, so nennt es die Herstellerangabe beim Poli Grappa. Junge, klare Sorten vertragen etwas weniger. Eiskalt aus dem Gefrierfach bringt wenig, weil sich die Aromen bei tiefen Temperaturen nicht öffnen und nur noch die Schärfe übrig bleibt.
Ein milder, eher süßlicher Brand aus dem unteren Preisband. Der Sibona Grappa di Barolo für rund 22 Euro wird als besonders süß und mild beschrieben und kostet wenig genug, um ihn auszuprobieren. Achtzehn Jahre gereifte Ware für rund 128 Euro taugt wenig als Einstieg, weil der Maßstab fehlt.
Grappa wird aus Trester gebrannt, also aus den Pressrückständen der Trauben, Weinbrand dagegen aus vergorenem Traubenmost. Daraus ergibt sich ein anderer Charakter: Grappa wirkt kantiger und traubiger, Weinbrand weicher. Der Marzadro Le-Diciotto-Lune etwa entsteht aus Pressrückständen von Chardonnay.
Vor allem wegen der Reifezeit im Fass und der Bekanntheit des Hauses. Achtzehn Jahre Lagerung binden Kapital und Fasskapazität, das schlägt sich im Preis nieder. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie oft Sie eine solche Flasche öffnen. Der teuerste Brand steht bei Note 2,0, mehrere günstigere bei 1,4.
Eine tulpenförmige Form mit enger Öffnung. Sie bündelt die Aromen und hält den Alkoholstoß zurück. Ein gerades Schnapsglas funktioniert nicht gut, weil der Alkohol direkt in die Nase steigt und alles andere überdeckt. Eingeschenkt werden zwei bis drei Zentimeter, mehr nicht.
Ja, es ist der Nº1 Sibona Grappa Riserva Botti da Madeira. Er ist das einzige der zwölf Modelle, das laut Herstellerangabe für Allergiker ohne Schwefeldioxid geeignet ist. Wer darauf achten muss, hat in diesem Feld also genau eine Wahl.
Nein, das ist ein verbreiteter Irrtum. Hochprozentiger Alkohol verlangsamt die Magenentleerung eher, statt sie zu beschleunigen. Das angenehme Gefühl danach stammt von der Wirkung des Alkohols. Als Abschluss eines Menüs hat Grappa durchaus seinen Platz, nur eben nicht aus diesem Grund.
Auf den Preis je Liter statt auf den Flaschenpreis. Fünf Modelle kommen mit 0,5 Liter und sieben mit 0,7 Liter. 22 Euro für eine halbe Flasche liegen umgerechnet über 27 Euro für 0,7 Liter. Dieser Unterschied wird beim Einkauf oft übersehen.
Nicht zwangsläufig. Mit den Jahren nimmt der Brand mehr Holznoten auf, irgendwann überdecken sie die Traube. Achtzehn Jahre bringen den Berta Grappa-Bric-Del-Gaian auf Note 2,0, während mehrere Modelle mit zwei bis fünf Jahren bei 1,4 stehen. Wer die Rebsorte schmecken will, bleibt im mittleren Bereich.
Der Nonino Grappa Riserva Antica Cuvée steht mit Note 1,4 an der Spitze, weil er als einziger Brand fünf Jahre Reife, 43 Volumenprozent und eine breite Aromenliste aus Vanille, Bittermandel und kandierten Früchten zusammenbringt. Dazu kommen mundgeblasene Flaschen und eine Geschenkverpackung. Bei rund 47 Euro ist er kein Alltagskauf, aber im mittleren Preisband gut aufgehoben.
Den besten Gegenwert liefert der Nº1 Sibona Grappa Riserva Botti da Madeira. Rund 22 Euro bei derselben Note, Madeirafässer für Pfirsich- und Orangennoten und als einziges Modell ohne Schwefeldioxid. Suchen Sie guten Grappa für den eigenen Schrank, finden Sie hier den sinnvollsten Einstieg.
Für Geschenke lohnt sich der Blick auf Nonino oder Jacopo Poli, beide sind auf Aufmachung ausgelegt. Süße bekommen Sie beim Affina Giare-Amarone. Würzig und rauchig wird es beim Bottega Maestri, dafür ist die Note 2,2 zu akzeptieren.
Ein ehrlicher Nachteil bleibt beim günstigsten Empfohlenen. 0,5 Liter fasst die Flasche, je Liter liegt sie damit über günstigeren 0,7-Liter-Modellen. Und die Muskateller-Blumigkeit ist Geschmackssache.
Teurer heißt hier ohnehin nicht besser. Die teuerste Flasche steht bei 2,0.
Eine Stimme je Besucher. Zur Erkennung speichern wir ein Cookie und einen nicht rückrechenbaren Prüfwert Ihrer IP-Adresse, die IP selbst wird nicht gespeichert.
Für diesen Grappa-Vergleich haben wir 13 Modelle anhand von 9 Merkmalen gegenübergestellt und dabei 163 Einzelwerte erfasst. In die Einordnung sind 6.004 Kundenbewertungen eingeflossen, ausgewertet wurden 13 Händlerangebote, beantwortet 10 häufige Fragen. Die Preise wurden zuletzt am 12.09.26 geprüft. Eigene Labortests führen wir nicht durch. Wir vergleichen anhand von Herstellerangaben, Kundenbewertungen und Testergebnissen Dritter.
Ihre Meinung zählt: Stimmen Sie als Erster ab
Unsere Redaktion vergleicht jeden Grappa nach Ausstattung, Preis und Herstellerangaben — im Alltag entscheidet aber Ihre Erfahrung. Sagen Sie uns in dieser Umfrage, welcher Grappa aus dem Vergleich Ihrer Meinung nach der beste ist. Das Ergebnis sehen Sie sofort als Statistik, und es fließt in die nächste Überarbeitung dieses Tests ein.
Eine Stimme je Gerät. Die Umfrage ist ein Meinungsbild der Leser und ersetzt keine Messung — unsere Redaktionsnote entsteht unabhängig davon.
Unsere Empfehlungen basierend auf Testnoten und Kundenbewertungen.
| Platz | Produkt | Marke | Note | Bester Preis | Angebot |
|---|---|---|---|---|---|
| 1.Beste Empfehlung | 1. Nonino Grappa Riserva Antica Cuvée | Nonino | 1,4Sehr gut | 47,49 € | Zum Angebot |
| 2.Top Produkt | 2. Affina Giare-Amarone | Affina | 1,4Sehr gut | 42,70 € | Zum Angebot |
| 3. | 3. Marzadro Le-Diciotto-Lune | Marzadro | 1,4Sehr gut | 31,90 € | Zum Angebot |
| 4. | 4. Nº1 Sibona Grappa Riserva Botti da Madeira | Nº1 SIBONA | 1,4Sehr gut | 21,89 € | Zum Angebot |
| 5. | 5. Nonino-Grappa Riserva 8 Years | Nonino | 1,4Sehr gut | 98,30 € | Zum Angebot |
| 6. | 6. Sibona Grappa di Barolo | Sibona | 1,4Sehr gut | 21,99 € | Zum Angebot |
| 7. | 7. Sibona Grappa Riserva | Sibona | 1,4Sehr gut | 21,89 € | Zum Angebot |