
Harveys Bristol Cream SherryNote 1,4
Einfacher Schraubverschluss und getöntes Glas schützt vor UV-Strahlen.
- hat eine empfohlene Trinktemperatur von 12-16 °C
- 9,8 Watt Leistung
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Sherry Vergleich 2026: Die besten Modelle mit Note, Preis und Ausstattung im Überblick. Vergleichssieger, Preis-Leistungs-Sieger und Kaufberatung.
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|---|---|
Sorte Geschmack | |
| Sorte Geschmack | Pedro Ximénez lieblich |
Menge Preis pro Liter | |
| Menge Preis pro Liter | 0,75 Liter 31,91 € pro Liter |
Verschluss | |
| Verschluss | Naturkorken |
getönte Flasche | |
| getönte Flasche | braun getöntes Glas |
Aroma | |
| Aroma | Orange, Zimt |
Rebsorte | |
| Rebsorte | Pedro Ximénez |
Herkunftsland | Region | |
| Herkunftsland | Region | Spanien | Jerez |
Alkoholgehalt | |
| Alkoholgehalt | 17,0 Vol.-% |
Vorteile | |
| Vorteile |
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Angebot | |
| Angebot | |
13 Modelle verglichen · 9,49 € bis 59,48 € · beste Note 1,4 · Preise geprüft am 12.09.26

Harveys Bristol Cream SherryNote 1,4
Einfacher Schraubverschluss und getöntes Glas schützt vor UV-Strahlen.

Tamnavulin Speyside Sherry Cask EditionNote 1,5
Einfacher Schraubverschluss und hat einen hohen Alkoholgehalt.

Osborne Sherry GoldenNote 1,5
Einfacher Schraubverschluss und getöntes Glas schützt vor UV-Strahlen.
Beim Sherry entscheidet vor allem die Geschmacksrichtung, ob die Flasche zum Anlass passt: trocken zum Essen, lieblich zum Nachtisch. Im Vergleich 2026 stehen 12 Modelle zwischen rund 9 und 59 Euro. Vorn liegt der Harveys Bristol Cream Sherry mit der Note 1,4, ein lieblicher Cream aus Jerez mit Nussaroma und Schraubverschluss. Preislich am klügsten kauft, wer zum Osborne Sherry Golden greift. Er kostet rund 9 Euro, kommt auf die Note 1,5 und bringt 0,75 Liter mit. Der Rest der Auswahl reicht vom trockenen Oloroso bis zum dicken Pedro Ximénez.
Die Geschmacksrichtung ist die wichtigste Entscheidung: Von trocken über medium bis lieblich reicht die Spanne im Vergleich. Der Alkoholgehalt liegt bei den spanischen Modellen zwischen 15,0 und 20,5 Vol.-%, zwei Flaschen im Feld haben 40 Vol.-%. Der Preis je









Ein Sherry ist ein aufgespriteter Wein aus dem Süden Spaniens. Nach der Gärung kommt Weinbrand hinzu. Dadurch steigt der Alkoholgehalt, und der Wein wird haltbarer. Im Vergleich liegen die spanischen Flaschen zwischen 15,0 und 20,5 Vol.-%.
Man unterscheidet die Sorten vor allem nach Geschmack und Ausbau. Trockene Vertreter wie Oloroso schmecken herb und nussig, zu finden beim Emilio Hidalgo Gobernador mit Nuss- und Mandelaroma. Medium liegt dazwischen, mal trocken, mal halbtrocken bis lieblich. Cream ist die liebliche Richtung, süß und dickflüssiger. Ganz am süßen Ende steht Pedro Ximénez, benannt nach der Rebsorte.
Die Rebsorte prägt den Charakter mit. Palomino ist im Feld am häufigsten, oft kombiniert mit Pedro Ximénez. Moscatel bringt fruchtige Noten wie Aprikose mit.
Nicht alles, was Sherry im Namen trägt, ist welcher.
Im Vergleich stehen auch ein Whisky aus Schottland, der in Sherryfässern reifte, ein Rum aus der Dominikanischen Republik und ein Essig aus Spanien. Diese drei sind eigene Produktgruppen. Wer zum Trinken einen klassischen Sherry sucht, achtet zwar auf das Wort im Namen, liest aber zusätzlich die Sorte und das Herkunftsland. Der Capirete etwa hat einen Säuregrad von 8 Prozent, das ist ein Essig für die Küche und kein Getränk.
Wer zum ersten Mal eine Flasche kauft, steht vor einer Wand aus Begriffen. Ein paar Angaben reichen aber, um die Auswahl einzugrenzen.
Auf die Rebsorte zu schauen lohnt sich nur, wenn Sie schon wissen, was Ihnen schmeckt. Für den Einstieg ist sie eine Angabe zu viel.
Auch die Region bringt wenig, solange die Sorte stimmt. Jerez steht auf den meisten Etiketten im Feld, sagt über den Geschmack der einzelnen Flasche aber kaum etwas aus.

Ganz vorn liegt der Harveys Bristol Cream Sherry mit der Note 1,4. Er ist ein lieblicher Cream aus Jerez, 17,5 Vol.-%, mit Nussaroma und blau getöntem Glas. Der Schraubverschluss macht ihn alltagstauglich. Für rund 20 Euro bekommen Sie 0,75 Liter, das sind knapp 26 Euro je Liter.
Direkt dahinter stehen drei Flaschen mit der Note 1,5. Der Osborne Sherry Golden ist mit rund 9 Euro die günstigste Flasche im ganzen Feld, halbtrocken bis lieblich, mit Nuss und Honig im Aroma und 15,0 Vol.-%. Der Dry Sack Sherry Canasta kostet rund 14 Euro, ist ebenfalls ein Cream und trägt Rosinen- und Zuckernoten. Allerdings hat er einen Naturkorken, was für manche ein Nachteil im Alltag ist.
| Modell | Sorte | Alkoholgehalt |
|---|---|---|
| Harveys Bristol Cream Sherry | Cream lieblich | 17,5 Vol.-% |
| Osborne Sherry Golden | Medium halbtrocken bis lieblich | 15,0 Vol.-% |
| Osborne 10RF Medium | Medium trocken | 19,0 Vol.-% |
| Valdespino El Candado | Pedro Ximénez lieblich | 17,0 Vol.-% |
| Emilio Hidalgo Gobernador | Oloroso trocken | 20,0 Vol.-% |
Teuer wird es beim Ron Cañero mit rund 59 Euro. Das ist ein Rum, kein Sherry, und mit 84,97 Euro je Liter der Ausreißer nach oben. Wer eine Flasche zum Aperitif sucht, ist hier falsch.
Am Ende der Notenskala steht der Emilio Hidalgo Gobernador mit 2,8. Ein trockener Oloroso für rund 38 Euro, kräftig mit 20,0 Vol.-%. Für Einsteiger taugt wenig, was so herb ausfällt.
Die Bestnote 1,4 ergibt sich aus mehreren Angaben, die zusammenpassen. Der Harveys Bristol Cream Sherry bringt blau getöntes Glas mit, schützt den Inhalt also vor Licht. Er hat einen Schraubverschluss. Und er nennt eine empfohlene Trinktemperatur von 12 bis 16 °C, was beim Servieren hilft.
Geschmacklich ist er ein Cream, also lieblich, mit Nussaroma und der Rebsorte Palomino aus Jerez. Mit 17,5 Vol.-% liegt er im Mittelfeld des Vergleichs. Das ist kräftig genug für einen Digestif und mild genug, um ihn auch gekühlt vor dem Essen zu reichen.
Rund 20 Euro für 0,75 Liter sind kein Sonderangebot.
Wer allerdings nur eine liebliche Flasche für den Nachtisch sucht, findet mit dem Osborne für rund 9 Euro eine Alternative, die halb so viel je Liter kostet. Der Vorsprung des Siegers liegt eher in der Summe der Ausstattungsdetails als in einem einzelnen Merkmal. Für Freunde trockener Sherrys ist er ohnehin die falsche Flasche, da hilft die Note nichts.

Der häufigste Irrtum: Sherry sei immer süß. Im Vergleich stehen mit dem Osborne 10RF Medium und dem Gobernador zwei trockene Flaschen. Wer lieblich erwartet und trocken einschenkt, ist enttäuscht, obwohl die Flasche in Ordnung ist.
Zweiter Fehler ist der Blick auf den Flaschenpreis statt auf den Literpreis. 0,5 Liter für rund 31 Euro klingen moderat, ergeben beim Williams & Humbert As You Like It aber 62,40 Euro je Liter. Rechnen Sie um, bevor Sie vergleichen.
Dritter Punkt: das Licht. Braun getöntes Glas hilft, aber nur solange die Flasche nicht monatelang in der Sonne steht.
Und noch etwas geht oft schief. Wer eine Flasche mit Naturkorken kauft und sie über Wochen antrinkt, sollte sie liegend nicht lagern, sondern stehend und kühl. Ein Korken, der austrocknet, schließt eben nicht mehr dicht. Beim Schraubverschluss stellt sich diese Frage gar nicht. Zu einem Vergleich passender Begleiter am Abend führt auch die Seite Rum im Vergleich, wenn es kräftiger sein darf.

Die Sorte steht meist gut sichtbar auf dem Etikett. Sie ist die eine Angabe, an der Sie sich festhalten können.
Oloroso ist die trockene, oxidativ gereifte Variante. Sie schmeckt nussig und kräftig statt fruchtig. Im Vergleich vertritt sie der Emilio Hidalgo Gobernador mit Nuss- und Mandelaroma bei 20,0 Vol.-%.
Cream ist das Gegenstück. Lieblich, rund, oft mit Rosinen- oder Karamellnoten. Vier Flaschen im Feld tragen diese Bezeichnung. Medium sitzt dazwischen, wobei die Angabe schwammig ist: Der Osborne Golden ist als halbtrocken bis lieblich beschrieben, der Osborne 10RF dagegen als trocken. Beide heißen Medium.
Pedro Ximénez ist die süßeste Richtung, hier vertreten durch den Valdespino El Candado mit Orangen- und Zimtaroma. Moscatel geht ebenfalls ins Liebliche, bringt aber Aprikose und Kaffee mit.
Wer noch nicht weiß, was ihm schmeckt, fängt mit Medium an.
Von dort aus lässt sich in beide Richtungen wandern. Ein trockener Oloroso als erste Flasche schreckt viele ab, und eine 0,75-Liter-Flasche steht dann lange herum. Umgekehrt wird ein sehr süßer Pedro Ximénez schnell zu mächtig, wenn man ihn nicht in kleinen Mengen zum Dessert reicht.
Diese drei Angaben klingen nebensächlich, entscheiden im Alltag aber über einiges.
Sieben der zwölf Flaschen haben einen Schraubverschluss, darunter der Vergleichssieger und der Preis-Leistungs-Sieger. Vier setzen auf Naturkorken, etwa der Dry Sack Canasta, der Lustau Moscatel Emilín und der Valdespino El Candado. Korken wirkt hochwertiger. Praktischer ist er nicht, denn eine angebrochene Flasche Sherry hält Wochen, und in dieser Zeit wird sie oft geöffnet.
Stellen Sie die angebrochene Flasche kühl und dunkel, nicht neben den Herd. Bei den lieblichen Sorten mit 17 Vol.-% und mehr ist das weniger kritisch, bei trockenen Varianten schmeckt der Unterschied nach zwei Wochen aber deutlich.
Beim Glas gilt: Zehn Modelle haben getöntes Glas, meist braun, beim Harveys blau. Zwei kommen ohne. Bei diesen beiden hilft es, sie im Schrank statt im Regal zu lagern.
Die Füllmenge liegt meist bei 0,75 Liter. Zwei Flaschen fassen 0,5 Liter, eine 0,7 Liter. Kleine Flaschen sind zum Ausprobieren praktisch, kosten je Liter aber fast immer mehr. Beim Lustau East India sind es 38,06 Euro je Liter bei rund 20 Euro Flaschenpreis. Das spart kaum etwas gegenüber einer großen Flasche.
Sherry verträgt Licht schlecht. Deshalb steht er in getönten Flaschen, braun oder blau, und genau das findet sich bei den meisten Modellen im Vergleich. Zwei Flaschen kommen ohne diesen Schutz aus, der Tamnavulin Speyside und der Ron Cañero. Bei beiden lohnt sich ein dunkler Schrank umso mehr.
Geöffnet bleibt Sherry nicht ewig frisch.
Trockene Sorten verlieren zügig an Aroma, liebliche halten länger. Wer eine Flasche über Wochen offen stehen lässt, sollte sie kühl stellen und aufrecht lagern. Liegend aufbewahren bringt wenig, sobald ein Schraubverschluss verbaut ist. Sieben der zwölf Modelle haben genau den, darunter der Harveys Bristol Cream und der Osborne Sherry Golden.
Bei den Naturkorken sieht es anders aus. Dry Sack Canasta, Lustau Moscatel Emilín, Valdespino El Candado und Emilio Hidalgo Gobernador tragen einen Korken, und der braucht Feuchtigkeit von innen, wenn die Flasche lange ungeöffnet liegt.
Die Trinktemperatur steht bei mehreren Flaschen ohnehin auf dem Etikett. Harveys nennt 12 bis 16 °C, Lustau Moscatel 10 bis 14 °C, Osborne 10RF Medium 12 bis 14 °C. Zu warm serviert wirkt der Alkohol vordergründig, zu kalt verschwindet die Süße. Stellen Sie die Flasche eine halbe Stunde vor dem Öffnen in den Kühlschrank, dann passt es meistens.
Eine angebrochene Flasche auf der Fensterbank verliert innerhalb weniger Tage deutlich an Frische. Wärme und Licht arbeiten zusammen gegen das Aroma. Danach schmeckt der Sherry flach, und das lässt sich nicht mehr zurückholen.

Wer zum ersten Mal Sherry probiert, greift meist zu einer lieblichen Sorte. Cream und Medium sind weicher, die Süße überdeckt den Alkohol. Der Osborne Sherry Golden liegt mit rund 9 Euro am unteren Ende der Spanne und trifft mit halbtrocken bis lieblich genau diesen Einstieg. Seine Note von 1,5 zeigt, dass günstig hier nicht schlechter heißt.
Trocken trinkt sich anders.
Der Emilio Hidalgo Gobernador ist ein Oloroso, trocken ausgebaut, mit Nuss und Mandel im Aroma. Für Einsteiger ist das eine harte Schule. Bei rund 38 Euro und der Note 2,8 ist er im Vergleich außerdem das schwächste Modell, und Süße erwartet man dort vergeblich.
Zum Kochen taugt wieder etwas anderes. Der Capirete Solera Vinegar ist ein Essig mit 8 Prozent Säure, kein Getränk. Wer ihn als Aperitif einschenkt, hat das Etikett nicht gelesen.
Zwei Flaschen im Feld sind streng genommen gar kein Sherry. Tamnavulin ist ein Single Malt aus Schottland mit 40 Vol.-%, Ron Cañero ein Rum aus der Dominikanischen Republik, beide im Sherryfass gereift. Wer Sherry im Glas erwartet, greift hier daneben. Ähnlich gelagert ist die Frage bei anderen Spirituosen, etwa wenn Sie sich parallel für Rum mit Fassreifung interessieren.
Die zwölf Modelle decken rund 9 bis 59 Euro ab. Das klingt nach großem Abstand, fällt aber auseinander, sobald man auf den Liter rechnet.
Unter 15 Euro liegen drei Flaschen: Osborne Sherry Golden mit 12,65 Euro pro Liter, Capirete mit 17,93 Euro pro Liter bei rund 13 Euro Flaschenpreis, Dry Sack Canasta mit 15,93 Euro pro Liter. In dieser Klasse bekommt man solide Ware, zwei davon mit der Note 1,5.
| Modell | Preis pro Liter | Note |
|---|---|---|
| Osborne Sherry Golden | 12,65 € | 1,5 |
| Dry Sack Sherry Canasta | 15,93 € | 1,5 |
| Harveys Bristol Cream Sherry | 25,95 € | 1,4 |
| Lustau Moscatel Emilín | 40,39 € | 2,0 |
| Ron Cañero 12 Solera | 84,97 € | 2,4 |
Die mittlere Klasse reicht bis etwa 25 Euro. Harveys und Lustau East India liegen dort, Osborne 10RF Medium ebenfalls. Der Aufpreis zahlt sich teilweise aus, teilweise nicht.
Oberhalb von 30 Euro wird es unübersichtlich. Williams & Humbert kostet rund 31 Euro, liefert aber nur 500 Milliliter, was 62,40 Euro pro Liter ergibt. Emilio Hidalgo verlangt rund 38 Euro und bekommt die Note 2,8. Mehr Geld allein bringt hier offenbar nichts. Am teuersten ist der Ron Cañero mit rund 59 Euro und 84,97 Euro pro Liter, allerdings ist das ein Rum und keine direkte Vergleichsgröße.
Wer schlicht eine gute Flasche zum Abend sucht, findet sie unter 20 Euro.
Palomino ist die weiße Rebsorte, aus der die meisten Sherrys entstehen. Sie bringt selbst wenig Süße mit, liefert aber die Grundlage für trockene wie liebliche Ausbauten. Sieben Modelle im Vergleich nennen sie als Rebsorte.
Der Alkoholgehalt spreizt sich im Feld erheblich. Osborne Sherry Golden und Dry Sack Canasta liegen bei 15,0 Vol.-%, Harveys bei 17,5, Williams & Humbert bei 20,5. Tamnavulin und Ron Cañero kommen auf 40 Vol.-%, was ihre Herkunft als Whisky und Rum verrät.
Höher heißt nicht besser.
Ein Sherry mit 15 Prozent lässt sich am Nachmittag trinken, einer mit 20 Prozent eher nach dem Essen und in kleinerer Menge. Wer auf die Zahl allein schaut, entscheidet an der Sache vorbei. Wichtiger ist, ob die Süße zum Anlass passt.
Bei der Rebsorte gibt es drei Linien. Palomino steht für den klassischen Ausbau, Pedro Ximénez für schwere Süße, Moscatel für Fruchtaromen wie Aprikose. Osborne Sherry Golden und Osborne 10RF Medium mischen Palomino und Pedro Ximénez. Valdespino El Candado setzt allein auf Pedro Ximénez, entsprechend süß fällt er aus.
Die Herkunft ist bei zehn Flaschen Spanien, neun davon aus Jerez, eine aus Andalusien allgemein. Das ist zwar ein Qualitätshinweis, sagt aber wenig über den Geschmack im Glas.
Die Rebsorte verrät mehr über den Geschmack als jede Prozentzahl auf dem Etikett.

Im Supermarkt steht Sherry meist in einem knappen Regalabschnitt, oft nur zwei oder drei Marken. Harveys Bristol Cream gehört zu den Flaschen, die man dort findet, Osborne ebenfalls. Alles darüber hinaus wird schwierig.
Online ist die Auswahl größer.
Spezielle Ausbauten wie der Lustau East India Solera oder der Valdespino El Candado laufen im normalen Handel selten. Wer gezielt nach einer Rebsorte oder einem Aroma sucht, kommt im Netz schneller ans Ziel. Der Nachteil liegt beim Versand: Glasflaschen sind schwer, und bei einer einzelnen Flasche frisst das Porto den Preisvorteil oft auf.
Vor Ort haben Sie dafür die Flasche in der Hand. Sie sehen, ob das Glas getönt ist, ob ein Korken oder ein Schraubverschluss verbaut wurde und wie groß die Flasche wirklich ist. Williams & Humbert mit 500 Millilitern steht im Regal neben 750-Milliliter-Flaschen und sieht auf den ersten Blick gleich aus.
Achten Sie im Laden auf den Standort des Regals. Steht es im hellen Eingangsbereich unter Strahlern, ist der Schutz durch getöntes Glas doppelt wichtig.
Bei Sonderangeboten gilt: Der Flaschenpreis allein sagt wenig, solange die Menge daneben steht. Rechnen Sie kurz auf den Liter um, dann sehen Sie, ob das Angebot eines ist. Zwischen 12,65 und 84,97 Euro pro Liter liegt im Vergleichsfeld eine Spanne, die im Regal niemand ausschildert.
Alle Flaschen im Vergleich bestehen aus Glas. Beim Capirete Solera Vinegar wird die Flasche ausdrücklich als umweltfreundlich beschrieben, bei den übrigen steht dazu nichts im Datenblatt. Das heißt nicht, dass sie es nicht sind, nur fehlt die Angabe.
Glas hat einen praktischen Vorteil: Es nimmt kein Aroma auf und gibt keines ab.
Die Tönung übernimmt den Lichtschutz. Braun ist der Standard, neun Flaschen nutzen ihn. Harveys fällt mit blau getöntem Glas auf, was ebenso gegen UV-Strahlen wirkt und die Flasche im Regal erkennbar macht. Ohne Tönung bleiben Tamnavulin und Ron Cañero, beide mit 40 Vol.-%. Hoher Alkohol ist gegen Licht allerdings unempfindlicher als ein leichter Sherry mit 15 Prozent.
Ungeöffnet hält Sherry lange. Solera-Ausbauten wie der Lustau East India oder der Valdespino sind über Jahre gereift, ein weiteres Jahr im Schrank schadet ihnen nicht. Ein Mindesthaltbarkeitsdatum im engeren Sinn gibt es bei Spirituosen dieser Art nicht.
Nach dem Öffnen zählt der Sauerstoff. Eine halbvolle Flasche altert schneller als eine fast volle, weil mehr Luft darin steht. Umfüllen in ein kleineres Gefäß hilft tatsächlich, ein Vakuumstopfen für Wein spart kaum Zeit bei einem verstärkten Sherry mit 20 Prozent.
Der Korken bleibt ein Thema für sich. Vier Modelle tragen ihn, und ein bröseliger Korken macht das Nachschenken mühsam.
Ein eigenes Sherryglas ist kein Muss, hilft aber. Die klassische Form heißt Copita, ein schmales Glas mit leicht verengtem Rand, das die Aromen bündelt. Ein Weinglas tut es notfalls auch, ein Schnapsglas dagegen funktioniert nicht, weil der Alkohol darin sofort in die Nase steigt.
Die Füllmenge bleibt klein.
Bei 15 bis 20 Vol.-% reichen fünf bis sechs Zentiliter. Eine 0,75-Liter-Flasche ergibt so ungefähr ein Dutzend Portionen. Beim Williams & Humbert mit 500 Millilitern sind es entsprechend weniger, was den Literpreis von 62,40 Euro im Glas noch spürbarer macht.
Zum Servieren braucht es wenig mehr. Ein Kühlschrank genügt, um die empfohlenen 10 bis 16 °C zu treffen. Eiswürfel im Glas verwässern das Aroma und sind bei einem lieblichen Cream schlicht schade.
Wer häufig Korkenflaschen öffnet, braucht einen ordentlichen Korkenzieher. Bei Dry Sack Canasta, Lustau Moscatel, Valdespino und Emilio Hidalgo kommen Sie ohne nicht weit. Die sieben Modelle mit Schraubverschluss sparen Ihnen das.
Aromen wie Nuss, Karamell oder Aprikose treten besser hervor, wenn der Sherry ein paar Minuten im Glas steht. Beim Lustau Moscatel Emilín mit Aprikose, Kaffee und Muskatnuss ist das deutlich zu merken. Dekantieren bringt wenig, Warten genügt.


Kann man Sherry zum Kochen nehmen? Ja, besonders die trockenen Sorten. Osborne 10RF Medium mit seinen 19 Vol.-% passt zu Soßen und Fleischgerichten. Ein lieblicher Cream macht die Speise dagegen süß, was selten gewollt ist. Für Essig greifen Sie ohnehin zum Capirete mit seinen 8 Prozent Säure.
Passt Sherry zum Essen oder danach?
Beides ist möglich, hängt davon ab, welche Sorte im Glas steht. Trockene Oloroso wie der Emilio Hidalgo begleiten herzhafte Gerichte, liebliche Pedro Ximénez wie der Valdespino El Candado kommen zum Dessert. Medium-Sorten liegen dazwischen und sind am flexibelsten.
Bei der Menge unterschätzen viele den Alkohol. Ein Cream schmeckt mild, hat aber 17,5 Prozent wie beim Harveys, und das ist deutlich mehr als Wein. Zwei Gläser wirken entsprechend.
Muss Sherry in den Kühlschrank? Angebrochen ja, ungeöffnet nicht. Ein kühler, dunkler Schrank reicht für die volle Flasche vollkommen.
Und noch eine Frage, die öfter kommt als gedacht: Ist Sherry vegetarisch? Beim Dry Sack Canasta ist es ausdrücklich angegeben. Bei den anderen Modellen steht dazu nichts im Datenblatt, was keine Aussage in die eine oder andere Richtung erlaubt. Wer darauf angewiesen ist, fragt beim Hersteller nach.
Vorteile
Nachteile
Eine liebliche oder halbtrockene Sorte ist der einfachste Einstieg. Der Osborne Sherry Golden fällt mit rund 9 Euro günstig aus und schmeckt halbtrocken bis lieblich, dazu kommt die Note 1,5. Trockene Olorosos wie der Emilio Hidalgo Gobernador wirken beim ersten Glas oft streng. Wer sich unsicher ist, beginnt bei den Cream- und Medium-Sorten.
Je nach Sorte einige Wochen bis wenige Monate. Liebliche Ausbauten mit höherem Alkoholgehalt halten länger als trockene. Stellen Sie die Flasche kühl und dunkel, dann bleibt das Aroma erhalten. Ein Vakuumstopfen spart kaum Zeit, weil der Alkoholgehalt ohnehin konserviert. Entscheidend ist, wie viel Luft in der Flasche steht.
Cream bezeichnet einen lieblichen Ausbau, nicht etwa einen Sahnezusatz. Harveys Bristol Cream, Dry Sack Canasta und Ron Cañero tragen diese Bezeichnung im Datenblatt. Der Geschmack ist süß und rund, oft mit Aromen von Nuss oder Rosine. Für den Nachtisch passt diese Sorte gut, als Begleitung zu herzhaftem Essen taugt sie wenig.
Ein Weinglas genügt in den meisten Fällen. Die klassische Copita mit ihrem schmalen Kelch bündelt die Aromen etwas besser, ist aber kein Muss. Wichtig ist nur, dass das Glas oben nicht zu weit ausläuft. Ein Schnapsglas funktioniert nicht, weil der Alkohol darin zu stark in den Vordergrund tritt.
Zwischen 10 und 16 °C, je nach Sorte. Harveys Bristol Cream nennt 12 bis 16 °C, der Lustau Moscatel Emilín 10 bis 14 °C. Eine halbe Stunde im Kühlschrank reicht meist aus. Zu kalt serviert verschwindet die Süße, zu warm wirkt der Alkohol vordergründig. Eiswürfel gehören nicht ins Glas.
Palomino ist die Standardrebsorte und bringt selbst wenig Süße mit. Pedro Ximénez liefert die schwere, konzentrierte Süße, die man aus Dessertsherrys kennt. Valdespino El Candado setzt allein auf Pedro Ximénez. Osborne kombiniert beide Sorten bei zwei Modellen. Die Rebsorte sagt mehr über den Geschmack aus als der Alkoholgehalt.
Nein, das lässt sich im Vergleich gut sehen. Der Osborne Sherry Golden kostet rund 9 Euro und erreicht die Note 1,5. Der Emilio Hidalgo Gobernador liegt bei rund 38 Euro und kommt auf 2,8. Ein hoher Preis allein bringt wenig, solange Ausstattung und Geschmack nicht mitziehen. Rechnen Sie zusätzlich auf den Liter um.
Ja, trockene Sorten eignen sich dafür gut. Osborne 10RF Medium ist trocken ausgebaut und passt zu Soßen. Ein lieblicher Cream macht das Gericht süß, was meist nicht gewollt ist. Verwechseln Sie ihn nicht mit Sherryessig wie dem Capirete Solera Vinegar, der mit 8 Prozent Säure ein Würzmittel ist und kein Getränk.
Getöntes Glas hält UV-Strahlen ab und schützt das Aroma. Zehn Modelle im Vergleich nutzen braunes oder blaues Glas. Tamnavulin und Ron Cañero kommen ohne aus, beide haben allerdings 40 Vol.-% und sind dadurch unempfindlicher. Bei einem Sherry mit 15 Prozent ist der Schutz durchaus wichtiger. Ein dunkler Schrank gleicht das aus.
Für den Alltag ist der Schraubverschluss praktischer. Sieben Modelle setzen darauf, darunter Harveys und Osborne Sherry Golden. Naturkorken findet sich bei vier Flaschen, etwa beim Dry Sack Canasta. Zum Wiederverschließen ist der Korken umständlicher, eine Aussage über die Qualität des Inhalts ist er allerdings nicht.
Zwölf Modelle zwischen rund 9 und 59 Euro liegen in diesem Vergleich, und die Spitze ist eng beieinander. Der Harveys Bristol Cream Sherry führt mit der Note 1,4. Er bringt einen Schraubverschluss mit, blau getöntes Glas als Lichtschutz und eine klar angegebene Trinktemperatur von 12 bis 16 °C. Mit 17,5 Vol.-% und dem lieblichen Cream-Ausbau trifft er den Geschmack, den die meisten bei Sherry erwarten. Bei rund 20 Euro und 25,95 Euro pro Liter liegt er im Mittelfeld der Preise.
Günstiger geht es beim Preis-Leistungs-Sieger.
Der Osborne Sherry Golden kostet rund 9 Euro, das sind 12,65 Euro pro Liter, der niedrigste Wert im ganzen Feld. Dafür bekommen Sie die Note 1,5, braun getöntes Glas, einen Schraubverschluss und eine Mischung aus Palomino und Pedro Ximénez. Halbtrocken bis lieblich passt zum Einstieg ebenso wie zum Abend mit Gästen. Ein ehrlicher Punkt dagegen: Mit 15,0 Vol.-% hat er weniger Kraft als die teureren Flaschen, und eine Angabe zur Trinktemperatur fehlt im Datenblatt.
Wer trocken mag, schaut auf Osborne 10RF Medium oder Emilio Hidalgo Gobernador. Für süße Begleitung zum Dessert ist Valdespino El Candado aus reinem Pedro Ximénez die klarere Wahl. In der Küche landet der Capirete Solera Vinegar, kein Getränk, sondern Essig.
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Für diesen Sherry-Vergleich haben wir 13 Modelle anhand von 8 Merkmalen gegenübergestellt und dabei 110 Einzelwerte erfasst. In die Einordnung sind 5.050 Kundenbewertungen eingeflossen, ausgewertet wurden 13 Händlerangebote, beantwortet 10 häufige Fragen. Die Preise wurden zuletzt am 12.09.26 geprüft. Eigene Labortests führen wir nicht durch. Wir vergleichen anhand von Herstellerangaben, Kundenbewertungen und Testergebnissen Dritter.
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| 7. | 7. Williams & Humbert As You Like It | Williams & Humbert | 2,2Gut | 31,20 € | Zum Angebot |