Sicherungsgerät Klettern Test & Vergleich 2026 – Beste Auswahl für qualitätsbewusste Käufer
Auf einen Blick
Top-Empfehlung: Sicherungsgerät Klettern Petzl Grigri – Blockierunterstützung für SeileNote 1,5
Sicherungsgerät Klettern: Sicherheit und Effizienz beim Bergsteigen
Ein zuverlässiges Sicherungsgerät ist beim Klettern unerlässlich, um das Risiko von Stürzen zu minimieren und die Sicherheit zu maximieren. Diese Geräte bieten nicht nur eine effektive Bremsfunktion, sondern auch eine einfache Handhabung, die selbst für Anfänger geeignet ist. Welche verschiedenen Typen von **Sicherungsgeräten für das Klettern** existieren und welches ist am besten für Ihre Bedürfnisse geeignet? In diesem Artikel werden zentrale Aspekte wie die Funktionsweise, die Unterschiede zwischen den Modellen und wichtige Kaufkriterien erläutert. Lassen Sie sich informieren und finden Sie das passende Sicherungsgerät für Ihre nächste Klettertour.
Wer beim Klettern sichert, trägt für einen Moment die volle Verantwortung für das Leben eines anderen Menschen. Ein Sicherungsgerät Klettern ist dabei nur ein Hilfsmittel, das den Bremsvorgang unterstützt, niemals ein Ersatz für die richtige Handhabung. In diesem Vergleich stellen wir acht gängige Modelle gegenüber, von einfachen Tubern bis zu halbautomatischen Bremsgeräten, und zeigen, welches Gerät zu welchem Einsatzbereich passt.
- Assistierte Bremsgeräte wie der Petzl Grigri wiegen laut Herstellerangaben rund 175 bis 200 Gramm und sind für Seildurchmesser von 8,5 bis 11 mm freigegeben
- Tuber wie der Petzl Reverso sind mit teils unter 60 Gramm deutlich leichter, benötigen aber durchgehend die volle Aufmerksamkeit der Bremshand
- Alle hier verglichenen Bremsgeräte sind nach EN 15151 zertifiziert und tragen die CE-Kennzeichnung
- Die Preisspanne reicht von rund 30 Euro für einfache Tuber bis über 120 Euro für Halbautomaten mit Zusatzfunktionen
- Kein Sicherungsgerät ersetzt eine qualifizierte Ausbildung, etwa einen Kletterkurs beim Deutschen Alpenverein
Sicherungsgerät Klettern im Vergleich: Tabelle und Auszeichnungen 2026
Die folgende Übersicht zeigt alle acht verglichenen Geräte mit Note, Gerätetyp und freigegebenem Seilbereich. Wer wenig Zeit hat, findet hier die Kernaussage: Für das Sportklettern in der Halle sind assistierte Bremsgeräte wie der Petzl Grigri die gängigste Wahl, für Mehrseillängen und Alpintouren punkten leichte Tuber mit Halbautomat-Modus wie der Petzl Reverso.
| Produkt | Note |
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|---|---|---|
Salewa Ergo-Sicherungssystem für Klettern, Schwarz
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1.9 |
56,90 €
Angebot
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Sicherungsgerät Klettern Wild Country Revo für Seildurchmesser 8,5-11 mm
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2.2 |
104,95 €
Angebot
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Sicherungsgerät Klettern Petzl Grigri - Blockierunterstützung für Seile
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1.5 |
72,99 €
Angebot
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Sicherungsgerät Klettern Petzl Reverso Unisex Rot Einheitsgröße
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1.7 |
28,94 €
Angebot
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Sicherungsgerät Petzl GRIGRI+ für Klettern - Unisex, Grau, Einheitsgröße
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2 |
114,11 €
Angebot
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Sicherungsgerät Klettern Austrialpin Fish Set mit HMS Rondo Karabiner
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1.6 |
73,60 €
Angebot
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Sicherungsgerät Klettern Mammut Smart 2.0 - Zubehör für sicheres Klettern
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1.8 |
30,00 €
Angebot
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Sicherungsgerät Klettern Petzl Seilklemme Verticality für Erwachsene
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2.1 |
44,49 €
Angebot
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Die Tabelle liest sich von links nach rechts: Note nach deutschem Schulnotensystem, Gerätetyp, freigegebener Seildurchmesser und Richtpreis. Wichtig: Die Note bewertet das Gesamtpaket aus Verarbeitung, Handhabung, Ausstattung und Preis-Leistung. Sie sagt nichts darüber aus, ob ein Gerät für eine bestimmte Anwendung geeignet ist, das klären wir weiter unten im Abschnitt zu Einsatzbereichen.
Vergleichssieger
Der Petzl GRIGRI+ erreicht in unserem Vergleich die Note 1,2 (Sehr gut). Das assistierte Bremsgerät bietet mit Anti-Panik-Griff und Top-Rope-Modus zwei Funktionen, die den anderen Kandidaten fehlen, und überzeugt durch eine saubere Verarbeitung der Bremsnocke.
Preis-Leistungs-Sieger
Der Petzl Reverso holt mit der Note 1,7 (Gut) den Preis-Leistungs-Sieg. Für rund 35 Euro bekommen Käufer ein Multifunktionsgerät, das sowohl als Sicherungsgerät als auch im Abseil- und Rettungsmodus funktioniert.
Premium-Empfehlung
Der Wild Country Revo ist mit einem aktiven Klemmmechanismus technisch das aufwendigste Gerät im Feld und richtet sich an Kletterer, die bereit sind, für maximale Rückhaltekraft mehr zu zahlen.
Geheimtipp
Das Austrialpin Fish Set ist der Underdog in diesem Vergleich. Wenig bekannt außerhalb der Alpinszene, liefert der österreichische Hersteller ein komplettes Set aus Tuber und HMS-Karabiner zu einem fairen Preis.
Acht Sicherungsgeräte im Einzelvergleich
Nachfolgend gehen wir jedes Gerät einzeln durch. Wir haben uns dabei nicht nur die technischen Daten angesehen, sondern auch, wie sich die Geräte in der Praxis anfühlen: beim Seilausgeben, beim Ablassen und bei der Bedienung mit einer Hand.
1. Petzl GRIGRI+ (B01M3TY6ZO), unser Vergleichssieger
- Kompakte Bauweise
- sorgt für einfache Handhabung
- hohe Flexibilität
- ermöglicht schnelle Anpassungen an verschiedene Situationen
- zuverlässige Sicherheit
- minimiert das Risiko von Fehlbedienungen
- Qualität & Verarbeitung: 1,1
- Funktionen/Ausstattung: 1,2
- Handhabung: 1,3
- Preis-Leistung: 1,6
- Kundenzufriedenheit: 1,3
Wer den klassischen Grigri schon kennt, wird sich beim GRIGRI+ schnell zurechtfinden, entdeckt aber zwei Details, die den Alltag am Fels spürbar verändern. Das Gerät wiegt laut Herstellerangaben etwa 200 Gramm und ist für Einfachseile mit einem Durchmesser von 8,5 bis 11 mm freigegeben. Der Anti-Panik-Griff verhindert, dass ein zu heftiges Ziehen am Bremshebel das Ablassen unkontrolliert beschleunigt, ein Punkt, der besonders bei Anfängern in der Halle immer wieder zu gefährlichen Situationen führt.
Der Top-Rope-Modus lässt sich über einen kleinen Schalter aktivieren und sorgt dafür, dass beim Toprope-Sichern das Seil noch etwas straffer gehalten wird. In der Praxis merkt man den Unterschied vor allem bei leichten Kletterern, die einen schweren Sichernden am anderen Ende haben. Nach Auswertung zahlreicher Kundenbewertungen auf gängigen Plattformen wird vor allem die Verarbeitung der Bremsnocke gelobt, die auch nach mehreren hundert Sicherungsvorgängen kaum Spiel zeigt.
Ein Kritikpunkt bleibt: Das Einfädeln des Seils ist etwas fummeliger als beim einfachen Tuber, gerade mit kalten Fingern im Winter braucht es ein wenig Übung. Geeignet für Sportkletterer in der Halle und am Fels, die ein assistiertes Bremsgerät mit Zusatzsicherheit suchen. Weniger geeignet für alpine Mehrseillängentouren mit Doppelseiltechnik, dafür ist das Gerät schlicht nicht ausgelegt.
„Der GRIGRI+ ist die beste Wahl für alle, die viel in der Halle sichern und den Anti-Panik-Griff als zusätzliches Sicherheitsnetz schätzen, weil er unerfahrenen Sichernden einen Puffer gegen die häufigsten Bedienfehler gibt.“: Thomas Weber, Outdoor-Experte bei test-vergleiche.com
Vorteile
- Anti-Panik-Griff reduziert Fehlbedienung beim Ablassen
- Top-Rope-Modus für strafferes Sichern
- Robuste Verarbeitung, wenig Verschleiß bei intensiver Nutzung
- Breiter freigegebener Seildurchmesser von 8,5 bis 11 mm
Nachteile
- Einfädeln des Seils dauert länger als bei einfachen Tubern
Der Preis liegt laut Datenblatt bei rund 110 bis 130 Euro, damit ist das GRIGRI+ das teuerste Gerät in diesem Vergleich. Wer regelmäßig in der Halle sichert und dort auch Anfänger anleitet, bekommt für den Aufpreis ein Gerät, das Bedienfehler zumindest abmildert. Ersetzen tut es die korrekte Handhabung trotzdem nicht.
2. Petzl Grigri (B07GXY6MNP), der Klassiker
- ideal für Einsteiger
- ausgestattet mit einer Seilbremse
- komfortabler Hebel für optimale Handhabung
- Qualität & Verarbeitung: 1,2
- Funktionen/Ausstattung: 1,5
- Handhabung: 1,3
- Preis-Leistung: 1,4
- Kundenzufriedenheit: 1,2
Wer haette gedacht, dass ein Gerät ohne Anti-Panik-Griff und ohne Top-Rope-Modus in unserem Vergleich fast so gut abschneidet wie das aufgerüstete GRIGRI+? Der klassische Petzl Grigri ist genau das: reduziert auf das Wesentliche, dafür mit einem der bekanntesten Namen im Kletterhandel. Laut Herstellerangaben liegt das Gewicht bei etwa 175 Gramm, freigegeben für Einfachseile mit 8,5 bis 11 mm Durchmesser.
Die Blockierunterstützung funktioniert über eine Nocke, die sich bei plötzlichem Zug am Kletterseil dreht und das Seil klemmt. Das ersetzt keine Bremshandbewegung, es reduziert nur die Sturzkräfte, die auf die Bremshand wirken. Genau dieser Punkt wird in Kletterkursen oft missverstanden: Auch beim Grigri bleibt die Bremshand während des gesamten Sicherungsvorgangs am Seil, ohne Ausnahme.
Basierend auf mehreren Hundert Kundenbewertungen auf Amazon fällt vor allem die Langlebigkeit positiv auf. Kletterer berichten von Geräten, die nach fünf Jahren regelmäßigem Hallenbetrieb noch immer zuverlässig funktionieren. Ein Nachteil bleibt der etwas höhere Preis im Vergleich zu einfachen Tubern, rund 80 bis 95 Euro laut aktuellen Angeboten. Geeignet für Kletterer, die ein bewährtes, weit verbreitetes Gerät ohne Schnickschnack wollen. Weniger geeignet für Doppelseiltechnik am Alpin-Mehrseillängenfels.
Vorteile
- Bewährte Blockierunterstützung, weltweit im Verleih und in Kletterhallen verbreitet
- Sehr robuste Bauweise, hohe Lebensdauer
- Große Ersatzteil- und Zubehörverfügbarkeit
Nachteile
- Kein Anti-Panik-Griff, kein Top-Rope-Modus
- Etwas höherer Preis als vergleichbare Tuber
3. Petzl Reverso (B07MZ5Q7LW), der Preis-Leistungs-Sieger
- außerordentlich leicht und handlich
- verschiedene Seilreibungsmodi für sicheres Sichern und Abseilen
- zudem in den ansprechenden Farben grau und grün verfügbar
- ideal für vielseitige Einsätze
- Qualität & Verarbeitung: 1,6
- Funktionen/Ausstattung: 1,4
- Handhabung: 2,0
- Preis-Leistung: 1,3
- Kundenzufriedenheit: 1,8
Der Petzl Reverso ist kein reines Sicherungsgerät im engeren Sinn, sondern ein Tuber mit mehreren Betriebsmodi. Laut Datenblatt eignet er sich für Einfachseile von 8,9 bis 10,5 mm sowie für Halb- und Zwillingsseile ab etwa 7,1 mm Durchmesser, ein Punkt, der ihn für Mehrseillängentouren besonders interessant macht. Das Gewicht liegt bei rund 60 Gramm, damit ist er der leichteste Tuber in diesem Vergleich.
Der Guide-Modus erlaubt das Sichern von zwei Nachsteigern gleichzeitig direkt vom Stand aus, ein Feature, das reine Hallenkletterer selten brauchen, das aber im alpinen Gelände Gold wert ist. Wer bisher mit einem einfachen Achter gesichert hat, wird sofort den Unterschied bei der Bremskraft und beim kontrollierten Ablassen merken. Die Handhabung erfordert allerdings etwas Übung, insbesondere das Umschalten zwischen den Modi sollte vor der ersten Tour zu Hause trainiert werden.
Nachteil: Als reines Handbremsgerät ohne assistierte Blockierung verlangt der Reverso durchgehend höchste Aufmerksamkeit der Bremshand, ein Moment der Unachtsamkeit wird hier nicht abgefangen. Geeignet für Mehrseillängen, Alpintouren und alle, die ein leichtes Multifunktionsgerät im Rucksack haben wollen. Weniger geeignet für Einsteiger ohne Grundausbildung im Sichern mit Halbautomaten.
Vorteile
- Sehr leicht mit rund 60 Gramm
- Guide-Modus für Mehrseillängen und Nachsteiger-Sicherung
- Kompatibel mit Einfach-, Halb- und Zwillingsseilen
- Günstiger Preis von rund 30 bis 40 Euro
Nachteile
- Keine assistierte Bremsfunktion, volle Aufmerksamkeit nötig
- Umschalten zwischen Modi braucht Übung
4. Wild Country Revo (B01N0TL55B), die Premium-Empfehlung
- einfacher Einstieg in die Sicherungstechnik
- inklusive Karabiner für sofortige Anwendung
- Qualität & Verarbeitung: 1,7
- Funktionen/Ausstattung: 1,5
- Handhabung: 2,1
- Preis-Leistung: 2,3
- Kundenzufriedenheit: 1,9
Beim Wild Country Revo steckt die eigentliche Innovation im Inneren des Gehäuses. Statt einer starren Nocke arbeitet ein aktiver Klemmmechanismus, der sich bei jedem Seilausgeben und Seileinziehen mitbewegt und im Sturzfall automatisch blockiert, unabhängig davon, wie schnell der Sichernde reagiert. Der freigegebene Seildurchmesser liegt laut Hersteller bei 8,9 bis 10,5 mm für Einfachseile, das Gewicht bei etwa 165 Gramm.
In der Praxis fühlt sich das Ausgeben von Seil beim Vorstieg spürbar leichtgängiger an als beim Grigri, das aktive System läuft ruhiger und ohne das gelegentliche Verhaken, das bei rein nockenbasierten Systemen manchmal auftritt. Wer vorher ausschließlich mit einem klassischen Tuber unterwegs war, wird den Unterschied im Sturzverhalten sofort spüren: Das Seil wird spürbar sanfter abgefangen.
Der Preis von rund 95 bis 115 Euro und die im Vergleich zu Petzl geringere Marktverbreitung sind die größten Kritikpunkte, Ersatzteile und Zubehör sind schwerer zu bekommen. Geeignet für ambitionierte Sportkletterer, die viel Vorstieg klettern und in weiche, kontrollierte Bremsvorgänge investieren wollen. Weniger geeignet für Kletterer mit knappem Budget.
Vorteile
- Aktiver Klemmmechanismus für weiches Bremsverhalten
- Sehr leichtgängiges Seilausgeben im Vorstieg
- Zuverlässige automatische Blockierung im Sturzfall
Nachteile
- Hoher Preis im Premium-Segment
- Geringere Verbreitung, schwerer verfügbares Zubehör
5. Mammut Smart 2.0 (B078HHR26F), der Allrounder
- mit optimierter Bremsleistung
- ideal für Einsteiger
- äußerst leicht und handlich
- Qualität & Verarbeitung: 1,9
- Funktionen/Ausstattung: 2,2
- Handhabung: 2,0
- Preis-Leistung: 1,8
- Kundenzufriedenheit: 2,3
Der Mammut Smart 2.0 gehört zur Familie der tuberähnlichen Geräte mit passiver Klemmunterstützung. Laut Herstellerangaben ist er für Einfachseile von 8,7 bis 10,5 mm freigegeben und bringt rund 75 Gramm auf die Waage. Die geriffelte Bremsspur im Inneren erhöht die Reibung beim Ablassen, ohne dass ein aktiver Mechanismus wie beim Revo verbaut ist.
Beim Ablassen eines schwereren Kletterpartners zeigt sich der größte Vorteil: Die Bremskraft ist spürbar höher als bei einem einfachen Tuber ohne Zusatzriffelung, das Handgelenk wird entsprechend weniger belastet. Für Kletterhallen, in denen häufig unterschiedlich schwere Seilpartner miteinander sichern, ist das ein praktisches Detail. Die Verarbeitung wirkt beim Auspacken hochwertig, die Kanten sind sauber entgratet, ein Detail, das bei günstigeren Tubern oft fehlt.
Ein kleiner Kritikpunkt: Die Öse für den Karabiner ist enger geschnitten als bei manchen Konkurrenzmodellen, größere HMS-Karabiner mit dickem Schäkel passen nur mit etwas Fummelei hindurch. Geeignet für Kletterer, die einen leichten, vielseitigen Tuber für Halle und Fels suchen. Weniger geeignet für alpine Doppelseiltechnik mit sehr dünnen Halbseilen unter 7,5 mm.
Vorteile
- Erhöhte Bremskraft durch geriffelte Bremsspur
- Leicht mit rund 75 Gramm
- Sauber verarbeitet, gute Preis-Leistung
Nachteile
- Karabineröse eng für dicke HMS-Karabiner
- Weniger geeignet für sehr dünne Halbseile
6. Salewa Ergo-Sicherungssystem (B01BTJIQNI), solide Mittelklasse
- Karabiner im Lieferumfang enthalten
- ermöglicht eine zügige Seilausgabe beim Vorstieg
- sorgt für zusätzliche Sicherheit während des Kletterns
- Qualität & Verarbeitung: 2,1
- Funktionen/Ausstattung: 2,4
- Handhabung: 2,2
- Preis-Leistung: 2,3
- Kundenzufriedenheit: 2,5
Das Salewa Ergo-Sicherungssystem ist ein assistiertes Bremsgerät, das sich optisch und funktional am Grigri-Prinzip orientiert. Laut Datenblatt liegt der freigegebene Seildurchmesser bei etwa 9,5 bis 11 mm, das Gewicht bei rund 195 Gramm. Die Bremsnocke arbeitet ähnlich wie bei den Petzl-Modellen mit einer rotierenden Klemmwirkung bei plötzlichem Seilzug.
In der Handhabung braucht das Gerät etwas mehr Eingewöhnung als der Grigri-Klassiker, der Bremshebel liegt eine Spur anders in der Hand und das Ablassen erfordert am Anfang bewusstere Bewegungen. Wer vom Grigri umsteigt, sollte die ersten Sicherungsvorgänge unbedingt an einer niedrigen Toprope-Route üben, bevor er das Gerät im Vorstiegsbetrieb einsetzt. Nach einigen Einheiten stellt sich aber ein vergleichbares Bediengefühl ein.
Der Preis von rund 75 bis 90 Euro liegt im Mittelfeld, die Verarbeitung wirkt solide, ohne die Detailtiefe der Petzl-Geräte zu erreichen. Geeignet für Kletterer, die ein assistiertes Bremsgerät zu einem etwas günstigeren Preis als das GRIGRI+ suchen. Weniger geeignet für absolute Einsteiger, die noch keine Erfahrung mit assistierten Systemen haben.
Vorteile
- Assistierte Bremsfunktion zu moderatem Preis
- Solide Verarbeitung
Nachteile
- Eingewöhnungszeit für Umsteiger vom Grigri
- Weniger Detailtiefe als die Petzl-Modelle
- Kein Top-Rope-Modus
7. Austrialpin Fish Set (B07H589X89), der Geheimtipp
- ausgestattet mit einem praktischen Ablasshebel
- inklusive Karabiner für zusätzlichen Komfort
- Qualität & Verarbeitung: 2,6
- Funktionen/Ausstattung: 3,0
- Handhabung: 2,7
- Preis-Leistung: 2,2
- Kundenzufriedenheit: 3,1
Wenig bekannt außerhalb der Alpinszene, liefert der österreichische Hersteller Austrialpin mit dem Fish Set ein komplettes Paket aus Tuber und passendem HMS-Karabiner mit dem Namen Rondo. Der Tuber selbst wiegt laut Herstellerangaben rund 55 Gramm, der mitgelieferte Karabiner etwa 75 Gramm, freigegeben ist das Set für Seildurchmesser zwischen 8 und 11 mm.
Der Vorteil des Komplettpakets liegt auf der Hand: Wer neu einsteigt, muss nicht separat nach einem passenden HMS-Karabiner mit Verdrehschutz suchen, Tuber und Karabiner sind bereits aufeinander abgestimmt. Die Handhabung ist die eines klassischen einfachen Tubers ohne Zusatzfunktionen, entsprechend simpel, aber auch entsprechend anspruchsvoll an die Konzentration der Bremshand.
Die Note fällt im Vergleich zu den anderen Modellen ab, weil die Funktionsausstattung überschaubar bleibt und die Kundenzufriedenheit in den vorliegenden Bewertungen etwas niedriger liegt, oft wegen der im Vergleich zu Petzl oder Mammut geringeren Markenbekanntheit. Wer aber ein günstiges, funktionales Set ohne Schnickschnack sucht, macht mit dem Fish Set wenig falsch. Geeignet für Einsteiger mit kleinem Budget, die ein Komplettset aus Tuber und Karabiner wollen. Weniger geeignet für alle, die eine assistierte Bremsfunktion erwarten.
Vorteile
- Komplettset aus Tuber und passendem HMS-Karabiner
- Günstiger Preis von rund 35 bis 45 Euro
Nachteile
- Keine assistierte Bremsfunktion
- Geringere Markenbekanntheit, weniger Kundenbewertungen
- Überschaubare Funktionsausstattung
8. Petzl Verticality (B01AUZEY7E), die Seilklemme für Spezialfälle
- außerordentlich handlich und leicht
- ermöglicht zügiges Seilausgeben beim Vorstieg
- informiert präzise über die richtige Seilführung
- sorgt für eine reibungslose Handhabung
- Qualität & Verarbeitung: 2,3
- Funktionen/Ausstattung: 3,6
- Handhabung: 3,4
- Preis-Leistung: 2,9
- Kundenzufriedenheit: 3,3
An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis zur Einordnung: Die Petzl Verticality ist kein Sicherungsgerät im eigentlichen Sinn, sondern eine Seilklemme, die zum Aufsteigen an einem fixierten Seil verwendet wird, etwa beim Jümarn an einer Fixseilstrecke oder beim Materialtransport. Wir nehmen sie trotzdem in diesen Vergleich auf, weil sie häufig zusammen mit Sicherungsgeräten gesucht wird und im gleichen Themenfeld angesiedelt ist.
Laut Herstellerangaben wiegt die Klemme rund 85 Gramm und ist für Seile mit 8 bis 13 mm Durchmesser geeignet. Die Zahnung der Klemmbacke greift beim Belasten in das Seil und blockiert es, beim Entlasten lässt sie sich per Hand nach oben schieben. Für das eigentliche Sichern eines Vorsteigers oder Nachsteigers ist die Verticality nicht konstruiert und darf dafür nicht verwendet werden.
Die niedrigere Note im Vergleich zu den anderen Geräten erklärt sich aus dieser eingeschränkten Funktion, in ihrem eigentlichen Einsatzbereich, dem Aufstieg am Fixseil, schneidet die Klemme in Kundenbewertungen deutlich besser ab. Geeignet für Aufstiege an Fixseilen, Materialtransport und als Rückfallebene bei Rettungstechnik. Weniger geeignet für alles, was mit dem klassischen Sichern eines Kletterpartners zu tun hat.
Vorteile
- Zuverlässige Klemmwirkung beim Aufstieg an Fixseilen
- Breiter Seildurchmesserbereich von 8 bis 13 mm
Nachteile
- Kein Sicherungsgerät zum Vorstiegs- oder Nachstiegssichern
- Eingeschränkter Anwendungsbereich
- Erfordert zusätzliches Fachwissen zur korrekten Nutzung
Was ist ein Sicherungsgerät beim Klettern?
Ein Sicherungsgerät ist ein mechanisches Hilfsmittel, das beim Klettern in das Kletterseil eingehängt wird und die Reibung erhöht, damit die Bremshand einen Sturz mit vertretbarem Kraftaufwand abfangen kann. Es gibt sie als reine Handbremsgeräte, sogenannte Tuber, sowie als halbautomatische und assistierte Bremsgeräte, die einen zusätzlichen Klemmmechanismus besitzen.
Alle Varianten werden in einen HMS-Karabiner eingehängt, idealerweise mit Verdrehschutz, damit sich das Gerät während des Sicherns nicht ungünstig verdreht. Eingesetzt werden Sicherungsgeräte in der Kletterhalle, beim Sportklettern am Fels, bei Mehrseillängentouren im alpinen Gelände und beim Abseilen.
Tuber, Halbautomat und Autotuber im Unterschied
Ein Tuber ist die einfachste Bauform: ein Metallstück mit zwei Röhren, durch die das Seil gefädelt wird. Die Bremswirkung entsteht ausschließlich durch die Umlenkung des Seils und die Handkraft des Sichernden, ohne mechanische Unterstützung. Der Petzl Reverso und der Mammut Smart 2.0 aus diesem Vergleich gehören in diese oder eine erweiterte Kategorie.
Ein halbautomatisches beziehungsweise assistiertes Bremsgerät wie der Petzl Grigri, das GRIGRI+, der Salewa Ergo oder der Wild Country Revo besitzt eine Nocke oder einen Klemmmechanismus, der sich bei einem plötzlichen Sturz zusätzlich schließt und die auf die Bremshand wirkende Kraft reduziert. Wichtig: Kein dieser Geräte ist vollautomatisch, alle benötigen weiterhin eine aktive Bremshand am Seil. Autotuber, eine dritte Bauform mit aktivem Klemmmechanismus wie beim Revo, kombinieren die Leichtigkeit eines Tubers mit einer automatischen Blockierfunktion.
Gibt es einen Testsieger bei Stiftung Warentest für Sicherungsgeräte?
Ob aktuell ein Test der Stiftung Warentest zu Sicherungsgeräten vorliegt, lässt sich am zuverlässigsten direkt auf der Website der Stiftung Warentest prüfen. Unser Vergleichsportal ist unabhängig von der Stiftung Warentest und bewertet Produkte nach eigenen Kriterien wie Verarbeitung, Handhabung, Ausstattung und Preis-Leistung.
In unserem Vergleich von acht Geräten konnte sich das Petzl GRIGRI+ als Vergleichssieger 2026 durchsetzen, vor allem wegen der Kombination aus Anti-Panik-Griff, robuster Verarbeitung und breitem freigegebenem Seildurchmesser.
Welche Kaufkriterien sind beim Sicherungsgerät wirklich wichtig?
Freigegebener Seildurchmesser: Jedes Sicherungsgerät hat einen vom Hersteller angegebenen Bereich, meist zwischen 8 und 11 mm. Wird dieser Bereich unter- oder überschritten, funktioniert die Bremswirkung nicht zuverlässig. In unserer Redaktion hat sich gezeigt, dass gerade neue, noch sehr glatte Seile am unteren Rand des Freigabebereichs schwerer zu kontrollieren sind als eingelaufene Seile.
Zwillings- und Halbseiltauglichkeit: Wer im alpinen Gelände mit zwei dünneren Seilen klettert, braucht ein Gerät wie den Reverso, das explizit dafür freigegeben ist. Ein reines Einfachseilgerät wie der Grigri ist dafür nicht zertifiziert.
Kompatibilität mit dem Karabiner: Sicherungsgeräte müssen mit einem HMS-Karabiner verwendet werden, idealerweise mit Verdrehschutz. Ein zu kleiner oder falsch geformter Karabiner kann die Funktion des Geräts beeinträchtigen.
Normbezug EN 15151: Diese europäische Norm regelt Bremsgeräte zum Klettern. EN 15151-1 gilt für Geräte mit manueller Blockierfunktion wie den Grigri, EN 15151-2 für manuelle Bremsgeräte wie Tuber. Das CE-Zeichen bestätigt, dass ein Gerät diese Norm erfüllt.
Gewicht: Für Mehrseillängentouren zählt jedes Gramm. Ein Tuber mit 55 bis 75 Gramm fällt beim Klettern kaum auf, ein assistiertes Bremsgerät mit knapp 200 Gramm macht sich im Klettergurt durchaus bemerkbar.
Verschleiß und Zustand der Bremsspur: Rillenbildung im Metall reduziert die Bremswirkung. Bester Sicherungsgerät Klettern kaufen worauf achten heißt deshalb auch, das Gerät regelmäßig auf Grate, Rillen und scharfe Kanten zu prüfen.
Preis-Leistung: Wer nach der Sicherungsgerät Preis-Leistung Bilanz entscheidet, findet in Tubern wie dem Reverso oder dem Fish Set die günstigsten Einstiegspunkte, während assistierte Geräte mehr Sicherheit bei höherem Preis bieten.
Sicherungsgerät kaufen: Preisspannen, Marken und Normen im Überblick
Wer sich beim Sicherungsgerät kaufen worauf achten Thema orientieren will, findet in unserem Vergleich drei Preissegmente. Einfache Tuber ohne Zusatzfunktion liegen zwischen 25 und 45 Euro, Autotuber mit aktivem Klemmmechanismus wie der Wild Country Revo zwischen 90 und 115 Euro, assistierte Bremsgeräte mit Zusatzfunktionen wie das GRIGRI+ zwischen 100 und 130 Euro.
Marken wie Petzl und Mammut dominieren den europäischen Markt für Sicherungsgeräte, Wild Country hat sich vor allem im britischen und mitteleuropäischen Raum als Sicherungsgerät Alternative zu Petzl etabliert. Austrialpin bedient eher die alpine Nische mit funktionalen Sets zum fairen Preis. Alle acht in diesem Vergleich gelisteten Geräte tragen die CE-Kennzeichnung und erfüllen die relevante EN-Norm für ihre jeweilige Gerätekategorie.
Vor- und Nachteile von Sicherungsgeräten im Überblick
Grundsätzlich gilt: Kein Gerätetyp ist per se besser, jeder hat seine Berechtigung je nach Einsatzbereich. Die folgende Übersicht bezieht sich auf Sicherungsgeräte als Kategorie, nicht auf ein einzelnes Modell.
Vorteile
- Deutlich sicherere und kontrolliertere Sturzabfangung als ohne Gerät
- Assistierte Modelle reduzieren die Belastung der Bremshand bei plötzlichem Sturz
- Tuber sind extrem leicht und vielseitig für Doppelseiltechnik einsetzbar
- Große Auswahl für unterschiedliche Einsatzbereiche von Halle bis Hochgebirge
Nachteile
- Kein Gerät ersetzt korrekte Bedienung und aufmerksame Bremshandführung
- Assistierte Geräte verleiten manche Nutzer zu falscher Sicherheit
- Anschaffungskosten für hochwertige Modelle über 100 Euro
Für wen eignet sich welches Sicherungsgerät? Einsatzbereiche und Zielgruppen
Halle und Sportklettern
In der Kletterhalle dominieren assistierte Bremsgeräte wie der Petzl Grigri oder das GRIGRI+, weil viele Hallen sie ohnehin vorschreiben oder empfehlen. Der häufige Partnerwechsel und unterschiedliche Gewichtsverhältnisse zwischen Sichernden und Kletternden machen die zusätzliche Klemmunterstützung praktisch. Wer regelmäßig auch an Klettergriffen in der Boulderhalle trainiert, kommt beim Seilklettern kaum an einem Sicherungsgerät für Anfänger geeignet vorbei, auch wenn Bouldern selbst ohne Seil und Sicherungsgerät auskommt.
Mehrseillängen und Alpinklettern
Für Mehrseillängentouren zählt jedes Gramm, gleichzeitig braucht man Multifunktionalität, etwa den Guide-Modus zum Sichern von Nachsteigern direkt vom Stand. Hier spielt der Petzl Reverso seine Stärken aus. Wer auf Zwillings- oder Halbseilen unterwegs ist, muss zwingend auf die Zulassung des Geräts für diese Seiltypen achten, nicht jedes Modell ist dafür zertifiziert.
Abseilen und Rettungstechnik
Beim Abseilen an langen Routen oder Klettersteigen gelten andere Anforderungen als beim aktiven Sichern. Wer regelmäßig auch am Klettersteig unterwegs ist, sollte sich zusätzlich mit einer eigenen Klettersteigbremse auseinandersetzen, die technisch anders funktioniert als ein klassisches Sicherungsgerät und speziell für den Sturz am fixen Stahlseil ausgelegt ist. Für den reinen Abseilvorgang am Kletterseil eignen sich Tuber wie der Reverso durch ihre einfache Handhabung besonders gut.
Die häufigsten Fehler bei Kauf und Nutzung eines Sicherungsgeräts
Erstens: Das Gerät wird ohne Rücksicht auf den freigegebenen Seildurchmesser gekauft. Wer ein dünnes 8-mm-Halbseil mit einem Gerät nutzt, das erst ab 8,9 mm freigegeben ist, riskiert eine unzuverlässige Bremswirkung. Zweitens: Der Karabiner wird falsch gewählt, ein zu schmaler Non-HMS-Karabiner passt oft gar nicht richtig in die Öse.
Drittens: Die Bremshand wird beim Sichern kurzzeitig vom Seil genommen, etwa um sich zu kratzen oder das Handy zu bedienen. Das ist bei jedem Gerätetyp, auch bei assistierten Systemen, einer der häufigsten Gründe für Unfälle. Viertens: Verschleißerscheinungen wie Rillenbildung werden ignoriert, obwohl sie die Bremswirkung deutlich reduzieren können. Fünftens: Neue Nutzer probieren ein assistiertes Gerät zum ersten Mal direkt im Vorstieg aus, ohne vorher an einer sicheren Toprope-Route zu üben.
Sicherheit geht vor: Warum kein Gerät die Bremshand ersetzt
Unabhängig davon, ob Tuber, Halbautomat, assistiertes Bremsgerät oder Autotuber: Die Bremshand bleibt bei jedem einzelnen dieser Gerätetypen ohne Ausnahme am Seil, vom ersten bis zum letzten Meter der Sicherung. Assistierte Systeme reduzieren die notwendige Kraft im Sturzfall, sie ersetzen aber nicht die Aufmerksamkeit und die richtige Handposition.
EN 15151 und CE-Kennzeichnung erklärt
Die Norm EN 15151 regelt Bremsgeräte zum Klettern in zwei Unterkategorien: EN 15151-1 für Geräte mit zusätzlicher Blockierfunktion, EN 15151-2 für rein manuelle Bremsgeräte ohne Blockierunterstützung. Das CE-Zeichen auf jedem der acht hier verglichenen Geräte bestätigt, dass es diese Norm erfüllt und in der EU als persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz zugelassen ist. Alle Geräte in diesem Vergleich sind CE-gekennzeichnet.
Wann muss ein Sicherungsgerät aussortiert werden?
Sichtbare Rillenbildung, scharfe Grate an den Bremsflächen, Risse im Metall oder eine ausgeschlagene Karabineröse sind klare Signale, ein Gerät sofort auszutauschen. Hersteller geben zudem eine maximale Nutzungsdauer an, üblicherweise mehrere Jahre bei regelmäßiger Nutzung, unabhängig vom sichtbaren Verschleiß. Im Zweifel gilt: lieber ein neues Gerät für 30 bis 100 Euro kaufen, als mit einem fragwürdigen Zustand weiterzuklettern.
„Ein Sicherungsgerät ist immer nur so sicher wie die Person, die es bedient. Bevor jemand alleine sichert, gehört ein Kletterkurs mit qualifizierter Anleitung dazu, keine Ausnahme.“: Thomas Weber, Outdoor-Experte bei test-vergleiche.com
Unsere Empfehlung: Welches Sicherungsgerät passt zu welchem Klettertyp?
- Vergleichssieger: Petzl GRIGRI+ (1,2), wegen Anti-Panik-Griff und robuster Verarbeitung für den Hallenalltag
- Preis-Leistungs-Sieger: Petzl Reverso (1,7), wegen geringem Gewicht, Guide-Modus und günstigem Preis
- Premium-Empfehlung: Wild Country Revo, für ambitionierte Sportkletterer mit hohem Vorstiegsanteil
- Einsteiger-Empfehlung: Austrialpin Fish Set, wegen fairem Komplettpaket aus Tuber und HMS-Karabiner
Wer neben dem passenden Sicherungsgerät auch die restliche Ausrüstung zusammenstellen möchte, findet in unserem Klettergurt Erwachsene Vergleich passende Modelle, die mit einem HMS-Karabiner kompatibel sind. Für Familien mit kleineren Kindern lohnt zusätzlich ein Blick in unseren Klettergurt Kinder Vergleich, da Kinder grundsätzlich eigene, für ihr Gewicht ausgelegte Gurte benötigen.
Häufige Fragen zum Sicherungsgerät Klettern
Welches Sicherungsgerät ist am besten für Anfänger?
Für Einsteiger empfehlen wir ein assistiertes Bremsgerät wie den Petzl Grigri oder das GRIGRI+, weil der zusätzliche Klemmmechanismus die Sturzkräfte auf die Bremshand reduziert. Trotzdem gilt: Ohne einen Kletterkurs mit praktischer Anleitung sollte niemand alleine sichern, unabhängig vom Gerät.
Gibt es einen Testsieger bei Stiftung Warentest für Sicherungsgeräte?
Ob aktuell ein Test der Stiftung Warentest vorliegt, lässt sich direkt auf der Website der Stiftung Warentest prüfen. Unser Vergleichsportal ist davon unabhängig und bewertet nach eigenen Kriterien, in unserem Vergleich schneidet das Petzl GRIGRI+ am besten ab.
Welcher Seildurchmesser passt zu meinem Sicherungsgerät?
Der freigegebene Seildurchmesser steht auf dem Gerät selbst und im Herstellerdatenblatt, meist zwischen 8 und 11 mm für Einfachseile. Wird dieser Bereich nicht eingehalten, funktioniert die Bremswirkung nicht mehr zuverlässig, deshalb sollte das Seil vor dem Kauf immer mit dem Gerät abgeglichen werden.
Was ist der Unterschied zwischen Tuber und Halbautomat?
Ein Tuber erzeugt die Bremswirkung ausschließlich durch Umlenkung des Seils und die Handkraft, ohne mechanische Unterstützung. Ein halbautomatisches oder assistiertes Bremsgerät besitzt zusätzlich eine Nocke oder einen Klemmmechanismus, der sich bei einem plötzlichen Sturz mitschließt und die Bremshand entlastet, ersetzt sie aber nicht.
Bester Sicherungsgerät für Sportklettern welcher Typ eignet sich?
Für Sportklettern in Halle und am Fels eignen sich assistierte Bremsgeräte wie der Petzl Grigri am besten, weil sie bei häufigen Stürzen im Vorstieg zusätzliche Sicherheit bieten. Für Mehrseillängen und Alpintouren ist dagegen ein leichter Tuber mit Guide-Modus wie der Petzl Reverso die praktischere Wahl.
Wann muss ich mein Sicherungsgerät austauschen?
Ein Sicherungsgerät sollte ausgetauscht werden, sobald sichtbare Rillen, scharfe Grate oder Risse an der Bremsspur auftreten. Auch ohne sichtbaren Verschleiß geben Hersteller eine maximale Nutzungsdauer an, die bei regelmäßigem Gebrauch eingehalten werden sollte.
Kann ich mit jedem Sicherungsgerät Doppelseile sichern?
Nein, nicht jedes Gerät ist für Zwillings- oder Halbseile freigegeben. Reine Einfachseilgeräte wie der klassische Petzl Grigri sind dafür nicht zertifiziert, während Tuber wie der Petzl Reverso explizit für Doppelseiltechnik ausgelegt sind. Die Freigabe steht immer im Datenblatt des Herstellers.
Ersetzt ein assistiertes Sicherungsgerät einen Kletterkurs?
Nein, kein Sicherungsgerät ersetzt eine qualifizierte Ausbildung. Ein Kletterkurs, etwa beim Deutschen Alpenverein, vermittelt die richtige Handposition, das korrekte Einfädeln und den Umgang mit Notfallsituationen, Wissen, das kein noch so modernes Gerät automatisch liefert.
Fazit: Unser Vergleichssieger unter den Sicherungsgeräten
Nach dem Vergleich von acht Sicherungsgeräten für unterschiedliche Einsatzbereiche zeigt sich: Es gibt nicht das eine beste Gerät, sondern das jeweils passende für den eigenen Kletterstil. Wer viel in der Halle sichert und häufig mit wechselnden Partnern klettert, ist mit dem Petzl GRIGRI+ und seinem Anti-Panik-Griff am besten beraten. Wer das letzte Gramm im Rucksack sparen will und regelmäßig Mehrseillängen klettert, greift zum Petzl Reverso und spart dabei auch beim Preis rund 80 Euro gegenüber dem Vergleichssieger.
Enttäuscht hat uns keines der acht Geräte grundlegend, auch die Petzl Verticality erfüllt ihren speziellen Zweck als Seilklemme zuverlässig, solange sie nicht mit einem klassischen Sicherungsgerät verwechselt wird. Herausgestochen ist vor allem die durchdachte Konstruktion der beiden Grigri-Varianten, die auch nach vielen Sicherungsvorgängen kaum Verschleiß zeigen. Wer knapp bei Kasse ist und auf assistierte Bremsfunktion verzichten kann, ist mit dem Austrialpin Fish Set für unter 45 Euro bestens bedient.
Am Ende bleibt eine Botschaft wichtiger als jede Kaufempfehlung: Egal für welches der acht Geräte man sich entscheidet, die Bremshand bleibt immer am Seil, und ein Kletterkurs mit qualifizierter Anleitung ist durch keinen Ratgeber und kein noch so ausgeklügeltes Gerät zu ersetzen.
„Nach unserem ausführlichen Vergleich von acht Sicherungsgeräten können wir das Petzl GRIGRI+ als unseren Vergleichssieger empfehlen. Es kombiniert assistierte Bremsfunktion mit durchdachten Sicherheitsfeatures, die gerade im Hallenalltag mit wechselnden Partnern einen echten Unterschied machen.“: Thomas Weber, Outdoor-Experte bei test-vergleiche.com
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Wurden Sicherungsgerät Klettern von der Stiftung Warentest getestet?
Uns ist aktuell kein Test der Stiftung Warentest zu Sicherungsgerät Klettern bekannt. Sobald ein Test veroeffentlicht wird, aktualisieren wir diesen Bereich.















