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Tagesgeld 2026: Konten im Vergleich, Sicherheit und Steuern
Tagesgeldkonten im Vergleich: tägliche Verfügbarkeit, Einlagensicherung, Steuern auf Zinsen und Unterschiede zu Sparkonto und Festgeld.

Ein Tagesgeldkonto ist ein Konto für die kurzfristige Geldanlage, auf dem angelegtes Kapital täglich verfügbar bleibt und variabel verzinst wird. Worauf es ankommt, sind die Einlagensicherung der Bank, die Flexibilität bei Ein- und Auszahlungen und mögliche Bedingungen für Bonuszinsen bei Neukunden. Ein Vergleich stellt Tagesgeld, Sparkonto und Festgeld gegenüber, damit Sie die passende Anlageform für Ihre Liquiditätsplanung finden. So behalten Sie Ihr Geld verfügbar und lassen es trotzdem nicht ungenutzt auf dem Girokonto liegen.
Auf einen Blick
- Tagesgeldkonten sind täglich verfügbar, es gibt keine feste Kündigungsfrist für Abhebungen.
- Guthaben ist über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Kunde und Bank abgesichert.
- Der Zinssatz eines Tagesgeldkontos ist variabel und kann sich jederzeit ändern.
- Zinserträge unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag nach § 32d EStG.
- Über den Sparer-Pauschbetrag nach § 20 Abs. 9 EStG bleibt ein Teil der Zinserträge steuerfrei, wenn ein Freistellungsauftrag hinterlegt ist.
Was ein Tagesgeldkonto ist
Ein Tagesgeldkonto ist eine Form der Geldanlage, bei der Kapital ohne feste Laufzeit angelegt und variabel verzinst wird. Anders als bei Festgeld gibt es keine Bindung an einen bestimmten Zeitraum, das Geld bleibt jederzeit verfügbar. Die Kontoführung erfolgt über eine Bank, meist verbunden mit einem Referenzkonto für Ein- und Auszahlungen.
Der Zinssatz wird von der Bank festgelegt und kann sich je nach Marktlage ändern. Anders als bei Festgeld gibt es keine Zusage auf einen bestimmten Zinssatz über einen längeren Zeitraum. Das macht Tagesgeld zu einer Anlageform, die Sicherheit und Verfügbarkeit über eine feste Zinszusage stellt, während Festgeld Planbarkeit gegen den Verzicht auf kurzfristigen Zugriff tauscht.
- Keine feste Laufzeit, tägliche Verfügbarkeit des Kapitals
- Variable Verzinsung, abhängig vom Angebot der Bank
- Verbindung mit einem Referenzkonto für Ein- und Auszahlungen
Tagesgeld als Alternative zu Girokonto und Sparbuch
Im Vergleich zu einem Girokonto bietet Tagesgeld in der Regel eine bessere Verzinsung, ist aber nicht für den laufenden Zahlungsverkehr wie Lastschriften oder Kartenzahlungen gedacht. Im Vergleich zum klassischen Sparbuch entfällt beim Tagesgeld meist die Kündigungsfrist für größere Abhebungen.
Diese Kombination aus Verfügbarkeit und Verzinsung macht Tagesgeld zu einer verbreiteten Form für Rücklagen, die kurzfristig benötigt werden könnten, etwa als Notgroschen oder für geplante größere Anschaffungen. Wer regelmäßig einen Teil des Girokontoguthabens auf ein Tagesgeldkonto verschiebt, trennt damit laufende Zahlungsmittel von Ersparnissen, ohne auf einen Zinsertrag zu verzichten. Diese Trennung erleichtert zudem die eigene Budgetplanung, da auf dem Girokonto nur die tatsächlich für den Alltag vorgesehenen Beträge sichtbar bleiben.
| Kontoart | Verfügbarkeit | Typische Nutzung |
|---|---|---|
| Girokonto | täglich, für Zahlungsverkehr | laufende Ausgaben |
| Tagesgeldkonto | täglich, für Geldanlage | Rücklagen und Notgroschen |
| Sparbuch | teils eingeschränkt bei großen Beträgen | traditionelles Sparen |

Wie sich der Zinssatz beim Tagesgeld entwickeln kann
Der Zinssatz eines Tagesgeldkontos ist nicht fest vereinbart, sondern kann von der Bank jederzeit angepasst werden. Grundlage dafür sind unter anderem die allgemeine Zinslage am Geldmarkt und die Refinanzierungskosten der jeweiligen Bank. Ein Vergleich der aktuellen Konditionen mehrerer Anbieter lohnt sich deshalb in regelmäßigen Abständen.
Manche Banken bieten für Neukunden zeitlich befristete Bonuszinsen an, die nach Ablauf einer bestimmten Frist auf den regulären Zinssatz zurückfallen. Ein Blick auf die Bedingungen nach Ablauf der Aktion ist deshalb wichtig, bevor man sich für ein Angebot entscheidet. Prüfen Sie außerdem, ob eine Aktion auf einen Höchstbetrag begrenzt ist und ob sie nur für neu angelegtes Kapital gilt, nicht für ein bereits bestehendes Guthaben bei derselben Bank.
Flexibilität und tägliche Verfügbarkeit
Die tägliche Verfügbarkeit ist das zentrale Merkmal eines Tagesgeldkontos. Ein- und Auszahlungen können in der Regel jederzeit über das Online-Banking veranlasst werden, ohne dass eine Kündigungsfrist beachtet werden muss. Das unterscheidet Tagesgeld von Festgeld, bei dem das Kapital für die vereinbarte Laufzeit gebunden bleibt.
Auszahlungen erfolgen üblicherweise auf ein zuvor festgelegtes Referenzkonto und nicht direkt an Dritte. Das erhöht die Sicherheit, kann aber die Dauer bis zur tatsächlichen Verfügbarkeit des Geldes auf dem Girokonto um einen Banktag verlängern. Für kurzfristig planbare Ausgaben sollte dieser zeitliche Puffer bei der Liquiditätsplanung mit berücksichtigt werden.
- Keine Kündigungsfrist für Ein- und Auszahlungen
- Auszahlungen laufen über das hinterlegte Referenzkonto
- Überweisungsdauer je nach Bank meist ein bis zwei Banktage
Tagesgeld für Kinder
Ein Tagesgeldkonto lässt sich auch für Kinder eröffnen, meist von den Erziehungsberechtigten verwaltet bis zur Volljährigkeit. Es eignet sich für den Aufbau eines kleinen finanziellen Grundstocks, da regelmäßige und unregelmäßige Einzahlungen ohne feste Bindung möglich sind.
Wichtig bei der Auswahl ist, dass Zugriffsrechte klar geregelt sind und bei Volljährigkeit auf das Kind übergehen, und dass regelmäßige kleine Einzahlungen ohne Mindestbetrag möglich bleiben. Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf die Einlagensicherung der kontoführenden Bank. Ein Tagesgeldkonto für Kinder unterscheidet sich technisch nicht von einem Konto für Erwachsene, in der Verwaltung übernehmen jedoch bis zur Volljährigkeit die Erziehungsberechtigten die Verfügungsgewalt.
- Bank auswählen, die Tagesgeldkonten für Kinder anbietet
- Regelmäßigkeit und Höhe der Einzahlungen festlegen
- Zinsentwicklung im Blick behalten und Anbieter bei Bedarf wechseln
Sicherheit durch die gesetzliche Einlagensicherung
Guthaben auf einem Tagesgeldkonto bei einer Bank mit Sitz in der EU ist über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Im Fall einer Bankeninsolvenz sind Einlagen bis 100.000 Euro je Kunde und Bank abgesichert, geregelt über eine EU-Richtlinie und in Deutschland über das Einlagensicherungsgesetz.
Bei Banken mit Sitz in einem anderen EU-Land gilt die Einlagensicherung des jeweiligen Sitzlandes, die auf EU-Ebene vereinheitlichte Mindeststandards erfüllen muss. Vor der Kontoeröffnung lohnt sich deshalb ein Blick auf den tatsächlichen Sitz der Bank. Manche Anbieter vermitteln Tagesgeld über Partnerbanken im EU-Ausland, daher sollte aus den Vertragsunterlagen eindeutig hervorgehen, welches Institut das Konto tatsächlich führt und welchem Einlagensicherungssystem es angehört.
Tagesgeldkonto online eröffnen
Die Eröffnung eines Tagesgeldkontos läuft bei den meisten Banken vollständig digital ab. Nötig sind ein gültiger Ausweis, eine aktuelle Anschrift und ein Referenzkonto, meist das eigene Girokonto. Die Identität wird üblicherweise per Video-Ident oder Post-Ident bestätigt.
Nach Abschluss der Prüfung wird das Konto freigeschaltet, und Geld kann vom Referenzkonto überwiesen werden. Die weitere Verwaltung läuft über das Online-Banking der Bank, inklusive Übersicht über Kontostand und Zinsgutschriften. Zinsen werden je nach Anbieter täglich, monatlich oder jährlich gutgeschrieben, was die Übersichtlichkeit der Kontoauszüge beeinflusst. Wer regelmäßig den Anbieter wechselt, um von besseren Konditionen zu profitieren, sollte die Kündigungsmodalitäten des bisherigen Kontos vorab prüfen, auch wenn Tagesgeld selbst keine Bindungsfrist kennt.

Kosten und Gebühren bei Tagesgeldkonten
Ein Tagesgeldkonto wird bei den meisten Anbietern ohne Kontoführungsgebühr geführt, da es primär der Geldanlage dient. Das gilt sowohl für rein digitale Anbieter als auch für Tagesgeldkonten, die als Zusatzprodukt neben einem bestehenden Girokonto geführt werden. Vor der Kontoeröffnung lohnt sich dennoch ein Blick in das Preis- und Leistungsverzeichnis, um mögliche Gebühren für Auszahlungen in Fremdwährung oder für Kontoauszüge in Papierform zu erkennen.
Transparenz bei den Konditionen ist wichtig, damit der Zinsertrag nicht durch versteckte Kosten geschmälert wird. Ein Vergleichsportal zeigt die Konditionen mehrerer Anbieter nebeneinander, wodurch sich Zinsangebot, Bedingungen und mögliche Gebühren auf einen Blick gegenüberstellen lassen.
- Kontoführung bei den meisten Anbietern ohne laufende Gebühr
- Mögliche Kosten bei Fremdwährungsauszahlungen prüfen
- Preis- und Leistungsverzeichnis vor Abschluss lesen
Steuern auf Zinserträge beim Tagesgeld
Zinserträge aus einem Tagesgeldkonto zählen zu den Kapitalerträgen und unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag nach § 32d EStG. Die Bank führt die Steuer in der Regel automatisch an das Finanzamt ab, sofern das Konto in Deutschland geführt wird.
Über den Sparer-Pauschbetrag nach § 20 Abs. 9 EStG bleibt ein Teil der Zinserträge steuerfrei, wenn bei der Bank ein Freistellungsauftrag hinterlegt wurde. Bei Konten im EU-Ausland kann zusätzlich eine ausländische Quellensteuer anfallen, die sich unter bestimmten Voraussetzungen auf die deutsche Steuer anrechnen lässt. Wer über mehrere Banken verteilt Tagesgeld anlegt, sollte den Freistellungsauftrag entsprechend aufteilen, damit der Sparer-Pauschbetrag insgesamt möglichst vollständig genutzt wird und nicht ungenutzt bei einer einzelnen Bank verfällt.
Varianten im Vergleich
| Anlageform | Verfügbarkeit | Zinsgestaltung | Typischer Einsatzzweck |
|---|---|---|---|
| Tagesgeldkonto | täglich verfügbar | variabel | Notgroschen, kurzfristige Rücklagen |
| Festgeldkonto | gebunden für die Laufzeit | fest für die Laufzeit | mittelfristiger Vermögensaufbau |
| Klassisches Sparbuch | teils eingeschränkt bei großen Beträgen | variabel, meist niedrig | traditionelles Sparen |
| Girokonto | täglich verfügbar | in der Regel keine oder geringe Verzinsung | laufender Zahlungsverkehr |
So läuft es ab
- Angebote verschiedener Banken anhand von Zinssatz, Bedingungen und Einlagensicherung vergleichen
- Antrag online ausfüllen und Referenzkonto angeben
- Identität per Video-Ident oder Post-Ident bestätigen
- Freistellungsauftrag für den Sparer-Pauschbetrag einrichten
- Geld vom Referenzkonto auf das Tagesgeldkonto überweisen
- Konditionen regelmäßig prüfen, da der Zinssatz variabel bleibt

Häufige Fragen
Was ist ein Tagesgeldkonto?
Ein Tagesgeldkonto ist eine Form der Geldanlage ohne feste Laufzeit, bei der das Kapital variabel verzinst wird und täglich verfügbar bleibt. Es ist über ein Referenzkonto mit Ein- und Auszahlungen verbunden und eignet sich vor allem für kurzfristige Rücklagen.
Wie sicher ist Geld auf einem Tagesgeldkonto?
Guthaben ist über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Kunde und Bank geschützt. Banken mit Sitz in der EU unterliegen zusätzlich der laufenden Aufsicht durch die Finanzaufsichtsbehörden.
Kann sich der Zinssatz beim Tagesgeld ändern?
Ja, der Zinssatz ist variabel und kann von der Bank jederzeit angepasst werden. Das unterscheidet Tagesgeld von Festgeld, bei dem der Zinssatz für die vereinbarte Laufzeit festgeschrieben ist.
Was ist der Unterschied zwischen Tagesgeld und Festgeld?
Tagesgeld bleibt täglich verfügbar und wird variabel verzinst, Festgeld bindet das Kapital für eine vereinbarte Laufzeit bei festem Zinssatz. Die Wahl hängt davon ab, wie schnell auf das Geld zugegriffen werden muss.
Muss ich Zinsen aus dem Tagesgeld versteuern?
Ja, Zinserträge unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag nach § 32d EStG. Über den Sparer-Pauschbetrag nach § 20 Abs. 9 EStG bleibt ein Teil steuerfrei, wenn ein Freistellungsauftrag hinterlegt ist.
Kann ich ein Tagesgeldkonto für mein Kind eröffnen?
Ja, Erziehungsberechtigte können ein Tagesgeldkonto für minderjährige Kinder eröffnen und bis zur Volljährigkeit verwalten. Die Zugriffsrechte gehen danach in der Regel auf das Kind über.
Welche Unterlagen brauche ich für ein Tagesgeldkonto?
Nötig sind in der Regel ein gültiger Ausweis, eine aktuelle Anschrift und ein Referenzkonto für Ein- und Auszahlungen. Die Identität wird meist per Video-Ident oder Post-Ident bestätigt.
Fallen bei einem Tagesgeldkonto Kontoführungsgebühren an?
Bei den meisten Anbietern ist die Kontoführung kostenfrei, da das Konto primär der Geldanlage dient. Ein Blick in das Preis- und Leistungsverzeichnis vor Abschluss zeigt mögliche Ausnahmen, etwa bei Fremdwährungsauszahlungen.
Wie schnell kann ich Geld vom Tagesgeldkonto abheben?
Auszahlungen laufen über das hinterlegte Referenzkonto und sind ohne Kündigungsfrist möglich. Die tatsächliche Gutschrift auf dem Referenzkonto dauert je nach Bank meist ein bis zwei Banktage.
Lohnt sich ein Tagesgeldkonto im EU-Ausland?
Konten bei Banken im EU-Ausland können attraktive Konditionen bieten, unterliegen aber der Einlagensicherung des jeweiligen Sitzlandes. Zusätzlich kann eine ausländische Quellensteuer anfallen, die sich unter bestimmten Voraussetzungen anrechnen lässt.
Begriffe kurz erklärt
- Tagesgeldkonto
- Konto für die Geldanlage ohne feste Laufzeit, täglich verfügbar und variabel verzinst.
- Referenzkonto
- Konto, über das Ein- und Auszahlungen eines Tagesgeldkontos abgewickelt werden.
- Einlagensicherung
- Gesetzlicher Schutz von Bankeinlagen bis zu einem festgelegten Höchstbetrag je Kunde und Bank.
- Variabler Zinssatz
- Zinssatz, der sich je nach Marktlage und Bankentscheidung ändern kann.
- Freistellungsauftrag
- Auftrag an die Bank, Kapitalerträge bis zur Höhe des Sparer-Pauschbetrags steuerfrei auszuzahlen.
- Abgeltungsteuer
- Pauschale Steuer auf Kapitalerträge wie Zinsen und Dividenden.
- Quellensteuer
- Steuer, die im Ausland auf Kapitalerträge einbehalten wird, teils auf die deutsche Steuer anrechenbar.
- Video-Ident
- Verfahren zur Identitätsprüfung per Videoanruf bei der Kontoeröffnung.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- Einlagensicherungsgesetz (EinSiG)
- § 32d EStG, Abgeltungsteuer
- § 20 Abs. 9 EStG, Sparer-Pauschbetrag
- BaFin, Verbraucherinformationen zur Einlagensicherung
- Deutsche Bundesbank, MFI-Zinsstatistik
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