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Geschäftskonto im Vergleich: die passende Kontoführung für Ihr Unternehmen finden
Geschäftskonto im Vergleich: Kontoführungsgebühren, Buchhaltungsanbindung und Kontowahl für Freiberufler, Gewerbetreibende und Kapitalgesellschaften im Überblick.
Vergleich der Top-Geschäftskonten: Entdecken Sie das passende Konto für Ihr Unternehmen
In der Welt der Geschäftskonten gibt es eine beinahe endlose Auswahl. Aus diesem Grund haben wir eine Vielzahl an Produkten genau unter die Lupe genommen, um Ihnen eine objektive Bewertung zu liefern. Dabei teilen sich online Business-Konten und klassische Firmenbankkonten die Pole Position. Beide Kategorien bringen überragende Eigenschaften für verschiedene Geschäftsanforderungen mit. Während sich die einen durch niedrige Gebühren und smarte digitale Lösungen auszeichnen, punkten die anderen mit einem persönlichen Service und einem etablierten Namen. Bleiben Sie gespannt auf unseren Vergleich der Geschäftskonten und lassen Sie uns gemeinsam das beste Produkt für Ihr Unternehmen finden.
Ein Geschäftskonto trennt private und unternehmerische Zahlungen und bildet damit die Grundlage für eine saubere Buchführung von Freiberuflern, Gewerbetreibenden und Kapitalgesellschaften. Worauf es ankommt, sind die Kontoführungsgebühr, die Anbindung an Buchhaltungssoftware und die Konditionen für Bargeldeinzahlung, denn diese Punkte unterscheiden sich zwischen Anbietern deutlich mehr als der reine Werbepreis. Ein Vergleich stellt Gebührenmodelle, Leistungsumfang und Eignung für die jeweilige Unternehmensform gegenüber, damit die Kontowahl zur tatsächlichen Nutzung passt.
Auf einen Blick
- Kapitalgesellschaften wie GmbH oder UG benötigen zwingend ein auf die Firma laufendes Geschäftskonto, weil das Gesellschaftsvermögen rechtlich vom Privatvermögen getrennt sein muss.
- Einzelunternehmer und Freiberufler sind gesetzlich nicht verpflichtet, ein separates Geschäftskonto zu führen, auch wenn es die Buchführung erheblich erleichtert.
- Vor der Vergabe eines geschäftlichen Kredits oder Dispos prüft die Bank die Kreditwürdigkeit nach § 505a BGB, unter Einbeziehung von Auskunfteien wie der Schufa.
- Der gesetzliche Anspruch auf ein Basiskonto und die Kontowechselhilfe nach dem Zahlungskontengesetz gelten für Verbraucher, bei Geschäftskonten juristischer Personen greift das Zahlungskontengesetz dagegen nicht.
- Kreditbezogene Konditionen wie eine Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Rückzahlung eines Geschäftskredits sind nach § 502 BGB der Höhe nach begrenzt.
Was ein Geschäftskonto ist und wofür es gebraucht wird
Ein Geschäftskonto ist ein Zahlungskonto, das ausschließlich für unternehmerische Ein- und Auszahlungen genutzt wird. Es trennt geschäftliche von privaten Geldflüssen und schafft damit die Grundlage für eine nachvollziehbare Buchhaltung, die bei einer Betriebsprüfung Bestand hat.
Für Kapitalgesellschaften wie eine GmbH oder eine UG ist ein eigenes Konto auf den Namen der Firma zwingend erforderlich, weil das Gesellschaftsvermögen vom Vermögen der Gesellschafter getrennt gehalten werden muss. Freiberufler und Einzelunternehmer sind dazu rechtlich nicht verpflichtet, entscheiden sich aber häufig freiwillig dafür.
- Klare Trennung von privaten und geschäftlichen Zahlungen.
- Vereinfachte Vorbereitung der Steuererklärung und einer möglichen Betriebsprüfung.
- Professionellerer Auftritt gegenüber Geschäftspartnern durch eine auf die Firma lautende IBAN.
Ob ein Geschäftskonto verpflichtend ist, hängt also von der Rechtsform ab. Unabhängig davon lohnt sich der Vergleich, weil sich Kontoführungsgebühr, Transaktionsumfang und Zusatzleistungen zwischen Anbietern erheblich unterscheiden.
Geschäftskonto für verschiedene Unternehmensformen
Nicht jedes Geschäftskonto passt zu jeder Rechtsform. Banken staffeln ihre Angebote häufig nach Unternehmensgröße und Rechtsform, weil sich damit auch die Anforderungen an Nachweise und Legitimation unterscheiden.
Kapitalgesellschaften in der Gründungsphase benötigen häufig ein Konto, auf das die Stammeinlage eingezahlt werden kann, bevor die Eintragung ins Handelsregister abgeschlossen ist. Für eine GbR reicht dagegen oft ein einfacheres Kontomodell, während international tätige Unternehmen zusätzlich Wert auf Fremdwährungskonten legen.
| Unternehmensform | Typischer Bedarf |
|---|---|
| Freiberufler | Einfache Kontoführung, Trennung von privaten Ausgaben, Anbindung an Buchhaltungssoftware |
| Einzelunternehmer, Gewerbetreibende | Übersichtliche Buchführung, häufig Bargeldeinzahlung für den Ladenbetrieb |
| GbR | Gemeinsamer Zugriff mehrerer Gesellschafter, klare Rechtevergabe |
| Kapitalgesellschaft (GmbH, UG) | Konto auf Firmenname, Einzahlung der Stammeinlage, strengere Legitimationsprüfung |
| International tätige Unternehmen | Fremdwährungskonten, Zugang zu internationalen Zahlungssystemen |
Prüfen Sie vor der Kontoeröffnung, ob der jeweilige Anbieter Erfahrung mit Ihrer konkreten Rechtsform hat, denn manche Digitalbanken sind auf Freiberufler und kleine Gewerbe spezialisiert, während andere gezielt Kapitalgesellschaften und international agierende Firmen ansprechen.
Kontoführungsgebühr und weitere Kostenfaktoren
Die Kontoführungsgebühr ist der offensichtlichste, aber nicht der einzige Kostenfaktor bei einem Geschäftskonto. Manche Anbieter verzichten auf eine Grundgebühr, verlangen dafür aber höhere Preise je Transaktion oder für Zusatzleistungen wie Firmenkreditkarten.
Für eine vollständige Kostenübersicht gehören auch Gebühren für Bargeldeinzahlung, Auslandsüberweisungen und den Kartenversand in den Vergleich. Kontoführungsgebühren können als Betriebsausgabe steuerlich geltend gemacht werden, was den tatsächlichen Nettoaufwand mindert.
- Fixe Kontoführungsgebühr pro Monat, teils gestaffelt nach Transaktionsvolumen.
- Kosten je Überweisung oder Lastschrift oberhalb eines Freikontingents.
- Gebühren für Bargeldeinzahlung, die insbesondere für Gewerbe mit viel Bargeschäft relevant sind.
- Kosten für Firmenkreditkarten und deren Nutzung im Ausland.
Vergleichen Sie nicht nur die beworbene Grundgebühr, sondern die Gesamtkosten für Ihr typisches monatliches Transaktionsverhalten. Ein Konto mit niedriger Grundgebühr kann bei hohem Bargeldaufkommen am Ende teurer sein als ein Konto mit höherer Grundgebühr und günstigeren Einzahlungskonditionen.
Geschäftskonto online eröffnen: der Ablauf
Die Eröffnung eines Geschäftskontos läuft bei den meisten Digitalbanken vollständig online ab, ohne Termin in einer Filiale. Notwendig sind in der Regel ein Identitätsnachweis, ein Handelsregisterauszug bei Kapitalgesellschaften sowie Angaben zum Geschäftszweck.
Traditionelle Banken bieten häufig zusätzlich eine persönliche Beratung an, bei der individuelle Konditionen verhandelt werden können, etwa für einen Dispokredit oder besondere Zahlungsverkehrslösungen. Das kann bei komplexeren Geschäftsmodellen sinnvoll sein, kostet aber meist mehr Zeit als die reine Online-Eröffnung.
- Identitätsprüfung per Video-Ident oder Post-Ident-Verfahren.
- Übermittlung von Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug oder Freiberuflernachweis, je nach Rechtsform.
- Digitale Unterschrift der Vertragsunterlagen.
- Freischaltung des Kontos, meist innerhalb weniger Werktage.
Achten Sie bei der Datenübermittlung auf eine DSGVO-konforme Verarbeitung durch den Anbieter. Bei Unklarheiten zur Kreditwürdigkeitsprüfung oder zu angefragten Bonitätsauskünften lohnt sich eine Nachfrage vor Absenden der vollständigen Unterlagen.

Buchhaltungsschnittstelle und digitale Zusatzfunktionen
Eine Buchhaltungsschnittstelle verbindet das Geschäftskonto direkt mit gängiger Buchhaltungssoftware und überträgt Transaktionen automatisch. Das reduziert manuelle Erfassung und verkürzt die Vorbereitungszeit für die Steuererklärung spürbar.
Viele Anbieter ergänzen diese Anbindung um digitale Belegerfassung, bei der Rechnungen per Foto zugeordnet werden, sowie um Unterkonten für einzelne Projekte oder Budgets. Für Unternehmen mit mehreren Kostenstellen erleichtert das die interne Kostenkontrolle erheblich.
- Direkte Anbindung an Buchhaltungssoftware zur automatischen Belegzuordnung.
- Unterkonten zur getrennten Verwaltung von Projekten, Abteilungen oder Rücklagen.
- Digitale Spesenverwaltung für Mitarbeiter mit eigener Firmenkarte.
- Echtzeit-Benachrichtigungen bei neuen Kontobewegungen.
Prüfen Sie vor der Kontoauswahl, ob Ihre bestehende oder geplante Buchhaltungssoftware unterstützt wird. Eine fehlende Schnittstelle lässt sich zwar durch manuellen Export umgehen, kostet aber im laufenden Betrieb regelmäßig Zeit.
Firmenkreditkarte und Zahlungsverkehr
Eine an das Geschäftskonto gekoppelte Firmenkreditkarte erleichtert den täglichen Zahlungsverkehr, insbesondere bei Geschäftsreisen oder Onlinebestellungen für den Betrieb. Sie verbessert zugleich die Nachvollziehbarkeit geschäftlicher Ausgaben, weil sich Belege direkt dem Kartenkonto zuordnen lassen.
Neben klassischen Kreditkarten bieten manche Anbieter auch Debit- oder Prepaid-Modelle an, die sich für unterschiedliche Ausgabenprofile eignen. Kontaktloses Bezahlen und eine weltweite Akzeptanz sind mittlerweile bei den meisten Kartenmodellen Standard.
- Kreditkarte für Geschäftsreisen und größere Anschaffungen mit Zahlungsziel.
- Debitkarte für direkten Zugriff auf das Kontoguthaben ohne Kreditrahmen.
- Prepaid-Karten für Mitarbeiter mit begrenztem monatlichem Budget.
Vergleichen Sie die Kosten für Ausgabe und Nutzung zusätzlicher Karten, insbesondere wenn mehrere Mitarbeiter eigene Firmenkarten benötigen. Manche Anbieter berechnen je Zusatzkarte eine eigene Gebühr, andere staffeln die Anzahl nach Kontomodell.
Geschäftskonto wechseln: was zu beachten ist
Ein Wechsel des Geschäftskontos ist sinnvoll, wenn das bestehende Konto nicht mehr zum gewachsenen Geschäftsvolumen passt oder ein anderer Anbieter deutlich günstigere Konditionen bietet. Anders als bei einem privaten Girokonto greift die gesetzliche Kontowechselhilfe des Zahlungskontengesetzes bei Geschäftskonten juristischer Personen nicht automatisch, weshalb der Wechsel selbst organisiert werden muss.
Wichtig ist eine saubere Übergangsphase, in der Daueraufträge, Lastschriftmandate und hinterlegte Zahlungsdaten bei Geschäftspartnern rechtzeitig umgestellt werden, um Zahlungsausfälle zu vermeiden.
- Bestehende Daueraufträge und Lastschriften auf das neue Konto übertragen.
- Geschäftspartner und Rechnungssoftware über die neue IBAN informieren.
- Altes Konto erst kündigen, wenn alle Zahlungsströme umgestellt sind.
- Übergangszeitraum mit parallel geführten Konten einplanen.
Ein durchdachter Wechsel verhindert, dass Zahlungen ins Leere laufen. Planen Sie dafür mehrere Wochen ein, besonders wenn viele Geschäftspartner ihre Zahlungsdaten manuell anpassen müssen.
Geschäftskonto mit Dispokredit oder Kreditlinie
Ein Dispokredit oder eine Kreditlinie auf dem Geschäftskonto überbrückt kurzfristige Liquiditätsengpässe, etwa wenn Kundenrechnungen später bezahlt werden als eigene Verbindlichkeiten fällig sind. Nicht jeder Anbieter räumt Geschäftskonten automatisch einen Dispo ein, oft ist dafür ein gesonderter Antrag nötig.
Vor der Vergabe prüft die Bank die Kreditwürdigkeit nach § 505a BGB, wozu regelmäßig eine Schufa-Auskunft oder eine vergleichbare Bonitätsprüfung gehört. Bei einer Ablehnung sollten Sie sich die Gründe erläutern lassen, um gegebenenfalls Alternativen zu prüfen.
- Antragstellung meist erst nach einigen Monaten Kontohistorie möglich.
- Prüfung von Umsatz, Kontoführung und externer Bonitätsauskunft.
- Kreditlinie als Alternative zum klassischen Dispo bei größerem Finanzierungsbedarf.
Ein Kredit auf dem Geschäftskonto unterliegt denselben verbraucherschützenden Grundsätzen wie andere Darlehen, etwa dem Widerrufsrecht nach § 495 BGB und der Begrenzung der Vorfälligkeitsentschädigung nach § 502 BGB, soweit es sich um einen Verbraucherdarlehensvertrag im Sinne von § 491 ff. BGB handelt.
Guthabenzins und Anlage überschüssiger Liquidität
Manche Geschäftskonten bieten einen Guthabenzins auf nicht benötigte Liquidität, meist bis zu einem bestimmten Betrag. Das kann für Unternehmen mit saisonal schwankenden Einnahmen interessant sein, die zeitweise höhere Reserven auf dem Konto halten.
Ein Blick auf die MFI-Zinsstatistik der Deutschen Bundesbank hilft, das allgemeine Zinsniveau für Einlagen von Unternehmen einzuordnen, ohne sich auf werbliche Einzelangaben eines Anbieters verlassen zu müssen. Konkrete Zinssätze ändern sich häufig und sollten direkt beim jeweiligen Anbieter erfragt werden.
- Guthabenzins meist nur bis zu einer bestimmten Einlagenhöhe.
- Häufig gekoppelt an ein bestimmtes Kontomodell oder Mindestguthaben.
- Alternative: separates Tagesgeld- oder Festgeldkonto für größere Rücklagen.
Wer regelmäßig größere Beträge auf dem Geschäftskonto liegen lässt, sollte prüfen, ob eine Aufteilung zwischen laufendem Konto und einer separaten Geldanlage wirtschaftlich sinnvoller ist. Das hängt stark vom individuellen Liquiditätsbedarf ab.
Geschäftskonto für Startups und wachsende Unternehmen
Startups benötigen in der Gründungsphase häufig ein Konto mit geringem bürokratischem Aufwand und schneller Freischaltung, um handlungsfähig zu bleiben. Zugleich sollte das Konto mit dem Unternehmen mitwachsen können, ohne dass ein früher Wechsel nötig wird.
Digitale Geschäftskonten sind für diese Phase häufig die erste Wahl, weil sie unkompliziert eröffnet werden und meist transparente, einfach vergleichbare Gebührenmodelle bieten. Mit steigendem Transaktionsvolumen kann es sich lohnen, das Kontomodell innerhalb desselben Anbieters zu wechseln, statt gleich den Anbieter zu tauschen.
| Phase | Typischer Schwerpunkt |
|---|---|
| Gründung | Schnelle Eröffnung, geringe Grundgebühr, einfache Buchhaltungsanbindung |
| Wachstum | Mehr Freikontingent bei Transaktionen, Teamzugänge, Unterkonten |
| Etabliertes Unternehmen | Dispokredit, Firmenkreditkarten für mehrere Mitarbeiter, internationale Zahlungen |
Prüfen Sie regelmäßig, ob das gewählte Konto noch zur aktuellen Geschäftsgröße passt. Ein Konto, das in der Gründungsphase optimal war, kann bei steigendem Volumen unwirtschaftlich werden.

Varianten im Vergleich
| Kontotyp | Typische Zielgruppe | Besonderheit |
|---|---|---|
| Digitales Geschäftskonto ohne Grundgebühr | Freiberufler, kleine Gewerbe | Niedrige Fixkosten, oft begrenztes Freikontingent bei Transaktionen |
| Geschäftskonto mit Buchhaltungsanbindung | Unternehmen mit regelmäßiger Rechnungsstellung | Automatische Übertragung an Buchhaltungssoftware |
| Geschäftskonto mit Filialbank | Unternehmen mit Bedarf an persönlicher Beratung | Individuelle Konditionen, oft höhere Grundgebühr |
| Geschäftskonto für Kapitalgesellschaften | GmbH, UG in Gründung | Einzahlung der Stammeinlage, strengere Legitimationsprüfung |
| Geschäftskonto für internationale Unternehmen | Firmen mit Auslandsgeschäft | Fremdwährungskonten, Zugang zu internationalen Zahlungssystemen |
So läuft es ab
- Bedarf ermitteln: erwartetes Transaktionsvolumen, Bargeldbedarf und Buchhaltungssoftware festlegen.
- Mehrere Anbieter anhand von Kontoführungsgebühr, Buchhaltungsschnittstelle und Kartenmodellen vergleichen.
- Antrag online stellen und Identität sowie Unternehmensnachweise übermitteln.
- Bei Bedarf persönliche Beratung für Dispokredit oder individuelle Konditionen in Anspruch nehmen.
- Konto freischalten lassen und Daueraufträge sowie Zahlungsdaten bei Geschäftspartnern hinterlegen.
Häufige Fragen
Brauche ich als Freiberufler ein eigenes Geschäftskonto?
Freiberufler sind gesetzlich nicht verpflichtet, ein separates Geschäftskonto zu führen. Ein eigenes Konto erleichtert jedoch die Trennung von privaten und geschäftlichen Ausgaben und vereinfacht damit die Vorbereitung der Steuererklärung erheblich.
Ist ein Geschäftskonto für eine GmbH Pflicht?
Ja, eine GmbH oder UG benötigt ein eigenes Konto auf den Namen der Gesellschaft, weil das Gesellschaftsvermögen vom Privatvermögen der Gesellschafter rechtlich getrennt sein muss. Bereits die Einzahlung der Stammeinlage erfolgt auf dieses Konto.
Wie hoch ist die Kontoführungsgebühr für ein Geschäftskonto?
Die Kontoführungsgebühr variiert stark zwischen Anbietern und Kontomodellen und hängt oft vom Transaktionsvolumen ab. Ein direkter Vergleich der Anbieter anhand des tatsächlichen Nutzungsverhaltens zeigt die realen Kosten zuverlässiger als der beworbene Einstiegspreis.
Kann ich mein Geschäftskonto einfach wechseln?
Ein Wechsel ist grundsätzlich möglich, erfordert bei Geschäftskonten aber mehr Eigenorganisation als beim privaten Girokonto, da die gesetzliche Kontowechselhilfe nur für Verbraucherkonten gilt. Daueraufträge, Lastschriften und hinterlegte Zahlungsdaten müssen selbst umgestellt werden.
Was bedeutet Buchhaltungsschnittstelle bei einem Geschäftskonto?
Eine Buchhaltungsschnittstelle überträgt Kontobewegungen automatisch an eine Buchhaltungssoftware und ordnet Belege digital zu. Das spart manuelle Erfassung und verkürzt die Vorbereitungszeit für die Steuererklärung.
Bekomme ich als Startup einen Dispokredit auf dem Geschäftskonto?
Das hängt vom Anbieter und von der bisherigen Kontohistorie ab. Häufig wird ein Dispo erst nach einigen Monaten regelmäßiger Kontoführung und nach einer Kreditwürdigkeitsprüfung nach § 505a BGB eingeräumt.
Welche Unterlagen brauche ich zur Eröffnung eines Geschäftskontos?
Üblich sind ein Identitätsnachweis, je nach Rechtsform ein Handelsregisterauszug oder eine Gewerbeanmeldung sowie Angaben zum Geschäftszweck. Kapitalgesellschaften benötigen zusätzlich Gesellschaftsvertrag und Handelsregisterauszug.
Kann ich mit einem Geschäftskonto Bargeld einzahlen?
Viele Digitalbanken ermöglichen Bargeldeinzahlungen über Partnerfilialen, verlangen dafür aber häufig eine Gebühr. Für Gewerbe mit hohem Bargeldaufkommen lohnt sich ein gezielter Vergleich der Einzahlungskonditionen.
Eignet sich ein Geschäftskonto auch für internationale Zahlungen?
Ja, manche Anbieter bieten spezielle Kontomodelle mit Fremdwährungskonten und Zugang zu internationalen Zahlungssystemen für Unternehmen mit Auslandsgeschäft an. Diese Modelle unterscheiden sich in Gebühren und Wechselkursen teils deutlich.
Wird eine Schufa-Auskunft bei der Geschäftskontoeröffnung eingeholt?
Bei der reinen Kontoeröffnung ist das je nach Anbieter unterschiedlich geregelt, bei der Vergabe eines Dispokredits oder einer Kreditlinie gehört eine Bonitätsprüfung, häufig über die Schufa, in der Regel zum Standardverfahren.
Begriffe kurz erklärt
- Kontoführungsgebühr
- Die regelmäßige, meist monatliche Grundgebühr für das Führen eines Geschäftskontos.
- Bargeldeinzahlung
- Das Einzahlen von Bargeld auf das Geschäftskonto, häufig über Partnerfilialen oder Geldautomaten.
- Buchhaltungsschnittstelle
- Eine technische Anbindung, über die Kontobewegungen automatisch an Buchhaltungssoftware übertragen werden.
- Freiberufler
- Selbstständige, die einen freien Beruf ausüben und rechtlich nicht zur Gewerbeanmeldung verpflichtet sind.
- Gewerbetreibende
- Selbstständige mit angemeldetem Gewerbe, die einer Gewerbeanmeldung und teils der Gewerbesteuer unterliegen.
- Guthabenzins
- Eine Verzinsung, die eine Bank auf das Guthaben eines Geschäftskontos gewährt.
- Dispokredit
- Ein eingeräumter Kreditrahmen auf dem laufenden Konto zur kurzfristigen Überbrückung von Liquiditätsengpässen.
- Kontowechselhilfe
- Ein gesetzlich geregeltes Verfahren, das den Wechsel eines Zahlungskontos erleichtert und für Verbraucherkonten gilt.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- Bürgerliches Gesetzbuch, § 491 ff. BGB, Verbraucherdarlehensverträge
- Bürgerliches Gesetzbuch, § 495 BGB, Widerrufsrecht bei Verbraucherdarlehensverträgen
- Bürgerliches Gesetzbuch, § 502 BGB, Vorfälligkeitsentschädigung
- Bürgerliches Gesetzbuch, § 505a BGB, Kreditwürdigkeitsprüfung
- Preisangabenverordnung, § 6a PAngV, effektiver Jahreszins
- Zahlungskontengesetz, ZKG, Basiskonto und Kontowechselhilfe für Verbraucher
- Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, BaFin
- Deutsche Bundesbank, MFI-Zinsstatistik
- Schufa Holding AG, Bonitätsauskunft
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