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Girokonto im Vergleich: Kontomodelle, Kosten und Wechsel im Überblick
Girokonto im Vergleich: Kontoführungsgebühren, Dispo, Basiskonto und Kontowechsel verständlich erklärt. Mit Ablaufplan, FAQ und Vergleichstabelle der Kontomodelle.
Vergleich der Top Girokonten: Unvoreingenommene Beurteilung und direkter Vergleich
In einer Welt, in der Finanzmanagement immer wichtiger wird, haben Girokonten einen wesentlichen Stellenwert. Ohne sie erscheint das tägliche Leben undurchführbar. Unser Vergleich umfasst verschiedenste Modelle und Anbieter. Dabei decken wir von traditionellen Banken, über Digitalkonten, bis hin zu Konten speziell für Geschäftsleute, ein breites Spektrum ab. In jedem Vergleichspunkt behalten wir die Transparenz bei Kosten, die Verfügbarkeit unterschiedlicher Leistungen und Zugänglichkeit bei der Kontoführung im Auge. Mit diesem unvoreingenommen Vergleich können Sie die beste Entscheidung für Ihre finanziellen Bedürfnisse treffen.Girokonto vergleichen: Gebühren, Zinsen und Prämien
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Ein Girokonto ist das Konto für den laufenden Zahlungsverkehr, über das Gehalt, Miete und Daueraufträge laufen. Im Girokonto-Vergleich unterscheiden sich Anbieter vor allem bei Kontoführungsgebühren, Dispositionskredit und den Bedingungen für eine kostenlose Kontoführung. Wer ein Basiskonto benötigt, hat laut Zahlungskontengesetz unabhängig von der Bonität einen gesetzlichen Anspruch darauf.
Auf einen Blick
- Nach dem Zahlungskontengesetz (ZKG) besteht ein gesetzlicher Anspruch auf ein Basiskonto, unabhängig von der Kreditwürdigkeit.
- Der Dispositionskredit gilt rechtlich als Verbraucherdarlehen, für den Widerruf gilt § 495 BGB.
- Eine Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Ablösung ist gesetzlich auf höchstens 1 Prozent der Restschuld begrenzt (§ 502 BGB).
- Banken müssen den effektiven Jahreszins des Dispos nach § 6a PAngV klar ausweisen.
- Vor Vergabe eines Dispositionskredits ist die Bank zu einer Kreditwürdigkeitsprüfung nach § 505a BGB verpflichtet.
Was ein Girokonto leistet
Ein Girokonto ist das zentrale Konto für alle laufenden Bankgeschäfte. Gehaltseingang, Mietzahlung, Kartenzahlung im Geschäft und Überweisungen laufen ausschließlich über dieses Konto. Anders als ein Sparkonto ist es nicht auf Zinsertrag ausgelegt, sondern auf tägliche Verfügbarkeit.
Im Girokonto-Vergleich zeigen sich die wichtigsten Unterschiede bei drei Punkten: der Kontoführungsgebühr, dem Dispositionskredit und den mitgelieferten Zahlungsmitteln. Eine EC- oder Debitkarte gehört bei praktisch jedem Konto zum Standard, eine Kreditkarte wird oft nur unter Bedingungen kostenlos dazugegeben.
- Bargeldloses Bezahlen per Karte oder Smartphone
- Überweisungen, Daueraufträge und Lastschriften
- Digitaler Zugriff auf Kontoauszüge und Umsätze
- Gehaltseingang als Voraussetzung für viele Konditionen
Wer regelmäßig ins Ausland überweist oder Fremdwährungen nutzt, sollte zusätzlich die Gebühren für internationale Transaktionen vergleichen. Diese stehen selten prominent in der Werbung, sondern im Preis- und Leistungsverzeichnis der Bank.
Kontomodelle im Vergleich: Basiskonto, Standardkonto, Kontopaket
Nicht jedes Girokonto ist gleich aufgebaut. Banken unterscheiden meist zwischen einem einfachen Basiskonto, einem Standard-Girokonto mit vollem Leistungsumfang und Kontopaketen mit zusätzlichen Bausteinen wie Versicherungen oder Reiseleistungen.
| Kontomodell | Typischer Umfang | Für wen geeignet |
|---|---|---|
| Basiskonto | Grundfunktionen ohne Dispo, Zugang laut ZKG garantiert | Personen mit eingeschränkter Bonität |
| Standard-Girokonto | Girocard, Online-Banking, meist mit Dispo | Angestellte mit regelmäßigem Gehaltseingang |
| Kontopaket | Zusatzleistungen wie Kreditkarte oder Versicherung gebündelt | Kunden mit höherem Leistungsbedarf |
| Gemeinschaftskonto | Zwei oder mehr Kontoinhaber mit gemeinsamem Zugriff | Paare, Wohngemeinschaften |
Das Basiskonto ist gesetzlich verankert. Banken dürfen den Zugang dazu nicht von der Bonitätsauskunft abhängig machen, allerdings kann ein Dispositionskredit bei diesem Modell fehlen oder eingeschränkt sein.
Kontoführungsgebühr und kostenlose Kontoführung
Die Kontoführungsgebühr ist die monatliche Grundgebühr für die Kontoführung. Viele Direktbanken bieten eine kostenlose Kontoführung an, oft geknüpft an Bedingungen wie einen regelmäßigen Gehaltseingang oder ein Mindestalter.
Wer die Bedingungen nicht erfüllt, zahlt unter Umständen doch eine Gebühr. Deshalb lohnt sich ein Blick ins Preis- und Leistungsverzeichnis, nicht nur auf die Werbeaussage „kostenlos".
- Bedingung Gehaltseingang: Mindestbetrag pro Monat als Voraussetzung
- Bedingung Kartennutzung: Mindestanzahl an Kartenzahlungen im Monat
- Bedingung Alter: viele Angebote gelten nur bis zu einer bestimmten Altersgrenze
- Kosten für Zusatzkarten, Bargeldabhebung im Ausland und Papierauszüge separat prüfen
Direktbanken kalkulieren häufig günstiger, weil sie kein Filialnetz unterhalten. Filialbanken rechtfertigen höhere Gebühren mit persönlicher Beratung vor Ort. Welches Modell passt, hängt davon ab, wie oft eine persönliche Beratung tatsächlich gebraucht wird.
Dispositionskredit richtig einordnen
Der Dispositionskredit, kurz Dispo, ist eine eingeräumte Kontoüberziehung bis zu einem vereinbarten Limit. Rechtlich handelt es sich um ein Verbraucherdarlehen nach § 491 ff. BGB, auch wenn es im Alltag oft als bloße Kontofunktion wahrgenommen wird.
Vor der Einräumung eines Dispos ist die Bank zu einer Kreditwürdigkeitsprüfung nach § 505a BGB verpflichtet. Der effektive Jahreszins muss laut § 6a PAngV klar und verständlich ausgewiesen werden, damit Kontoinhaber Angebote vergleichen können.
- Das Dispolimit richtet sich meist am regelmäßigen Gehaltseingang aus
- Als Verbraucherdarlehen unterliegt der Dispo dem Widerrufsrecht nach § 495 BGB
- Eine vorzeitige Ablösung darf mit höchstens 1 Prozent Vorfälligkeitsentschädigung belegt werden (§ 502 BGB)
- Eine dauerhafte Nutzung des Dispos als Überbrückung sollte kritisch geprüft werden
Vergleichen Sie die Dispokonditionen verschiedener Anbieter, bevor Sie ein Konto wählen. Ein niedrigeres Limit bei transparenten Bedingungen kann sinnvoller sein als ein hohes Limit mit unklaren Kosten.
Girokonto eröffnen: Ablauf und Legitimation
Ein Girokonto lässt sich heute meist online eröffnen, alternativ in einer Filiale. Beide Wege führen zum selben Ziel, unterscheiden sich aber in Tempo und persönlicher Beratung.
Bei der Online-Eröffnung folgt auf das Ausfüllen eines Antragsformulars die Identifikation, üblicherweise per Videoident-Verfahren oder in der Postfiliale. Danach werden Vertragsunterlagen digital oder postalisch unterschrieben.
| Weg | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|
| Online-Eröffnung | Schnell, ortsunabhängig, meist papierlos | Keine persönliche Beratung vor Ort |
| Filialeröffnung | Direkte Beratung, persönlicher Ansprechpartner | Terminbindung, oft längere Bearbeitungszeit |
Für die Eröffnung werden ein gültiger Ausweis oder Reisepass sowie in der Regel ein Nachweis des Wohnsitzes benötigt. Bei bestimmten Kontomodellen kommen weitere Nachweise hinzu, etwa ein Gehaltsnachweis für ein Konto mit hohem Dispolimit.
Sicherheit im Online-Banking
Moderne Banking-Apps setzen auf eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, meist über pushTAN oder eine vergleichbare App-basierte Freigabe. Damit reicht ein gestohlenes Passwort allein nicht mehr für einen Zugriff auf das Konto.
Push-Benachrichtigungen informieren zusätzlich in Echtzeit über Kontobewegungen. Bei einer unautorisierten Abbuchung lässt sich so schneller reagieren, etwa durch eine sofortige Kartensperrung über die App.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung bei jedem Login und jeder Überweisung
- Sofortige Sperrfunktion für Karten direkt in der App
- Push-Benachrichtigungen bei Kontobewegungen aktivierbar
- Einlagensicherung schützt Guthaben bis zur gesetzlichen Grenze je Bank und Kunde
Prüfen Sie vor der Kontoeröffnung, welche Sicherheitsverfahren die Bank anbietet und ob die App unabhängige Bewertungen zur Stabilität und Bedienbarkeit vorweisen kann.
Girokonto für besondere Zielgruppen
Nicht jedes Girokonto passt zu jeder Lebenssituation. Studierende, Selbstständige, Familien mit Kindern und Geschäftsleute haben unterschiedliche Anforderungen an ein Konto.
Ein Studentenkonto ist meist kostenlos in der Grundausstattung und an eine Immatrikulationsbescheinigung sowie eine Altersgrenze gekoppelt. Ein Geschäftskonto trennt private und geschäftliche Zahlungsströme und erleichtert die Buchhaltung. Ein Konto für Kinder bietet in der Regel keinen Dispo, um eine Verschuldung von vornherein auszuschließen.
- Studentenkonto: an Immatrikulation und Altersgrenze gebunden, näheres im Ratgeber zum Studentenkonto
- Geschäftskonto: trennt private und betriebliche Buchungen
- Kinderkonto: ohne Überziehungsmöglichkeit, mit elterlicher Kontrolle
- Gemeinschaftskonto: für Paare oder Wohngemeinschaften mit gemeinsamem Zugriff
Ein separater Ratgeber zum Studentenkonto vertieft die Anforderungen für Studierende, einschließlich Immatrikulationsnachweis und Altersgrenzen.
Guthabenzins und Cashback realistisch einordnen
Ein Guthabenzins ist die Verzinsung des Kontoguthabens, ein Negativzins hingegen eine Belastung auf hohe Guthabenbestände oberhalb eines Freibetrags. Beides wird individuell von der jeweiligen Bank festgelegt und ändert sich mit dem allgemeinen Zinsniveau.
Konkrete Zinssätze oder Prämienhöhen lassen sich an dieser Stelle nicht pauschal nennen, weil sie sich laufend ändern und von Anbieter zu Anbieter stark variieren. Verlassen Sie sich bei der Kontowahl nicht auf einzelne Werbeversprechen, sondern prüfen Sie die aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter und in unabhängigen Vergleichen.
- Guthabenzinsen sind meist an eine Obergrenze des Guthabens gekoppelt
- Cashback-Programme erstatten einen Teil des Einkaufswerts bei Kartenzahlung
- Neukundenprämien sind häufig an Bedingungen wie einen Mindestgeldeingang gebunden
- Bedingungen für Prämien und Zinsen unbedingt vor Kontoeröffnung im Kleingedruckten prüfen
Ein Konto allein wegen einer Prämie zu wählen, lohnt sich selten, wenn die laufenden Gebühren oder Dispokonditionen unattraktiv sind. Vergleichen Sie das Gesamtpaket, nicht nur den einmaligen Bonus.
Girokonto wechseln: Kontowechselhilfe nutzen
Ein Kontowechsel ist heute deutlich einfacher als noch vor einigen Jahren. Das Zahlungskontengesetz verpflichtet Banken zu einer Kontowechselhilfe, die Zahlungspartner automatisch über die neue Verbindung informiert.
Damit entfällt ein Großteil der früher mühsamen manuellen Umstellung von Daueraufträgen und Lastschriften. Trotzdem sollte der Wechsel gut vorbereitet werden, damit keine Zahlung ins Leere läuft.
- Neues Konto mit passenden Konditionen auswählen und eröffnen
- Kontowechselhilfe der neuen Bank aktivieren
- Offene Zahlungen und Daueraufträge auf dem alten Konto abschließen lassen
- Arbeitgeber und weitere Zahlungspartner über die neue IBAN informieren
- Altes Konto erst nach vollständiger Umstellung kündigen
Prüfen Sie vor der Kündigung des alten Kontos, ob wirklich alle Lastschriften und Daueraufträge umgestellt sind. Eine zu frühe Kündigung kann zu Rücklastschriften und unnötigen Gebühren führen.
Varianten im Vergleich
| Kontovariante | Typische Kontoführungsgebühr | Dispo verfügbar | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Basiskonto | Meist gering, teils kostenlos | Eingeschränkt oder nicht vorhanden | Gesetzlicher Zugangsanspruch nach ZKG |
| Direktbank-Girokonto | Häufig kostenlos bei Gehaltseingang | Ja, mit Bonitätsprüfung | Ausschließlich Online-Banking |
| Filialbank-Girokonto | Meist gebührenpflichtig | Ja, mit Bonitätsprüfung | Persönliche Beratung vor Ort |
| Studentenkonto | Meist kostenlos während des Studiums | Teilweise mit reduziertem Limit | An Immatrikulationsnachweis und Altersgrenze gebunden |
| Geschäftskonto | Häufig gestaffelt nach Transaktionsvolumen | Ja, an geschäftliche Bonität geknüpft | Trennung von privaten und betrieblichen Zahlungen |
So läuft es ab
- Kontomodelle vergleichen und den eigenen Bedarf klären: Basiskonto, Standardkonto oder Kontopaket
- Kontoführungsgebühr, Dispokonditionen und Kartenleistungen mehrerer Anbieter gegenüberstellen
- Online-Antrag ausfüllen oder Termin in einer Filiale vereinbaren
- Identität per Videoident, Postident oder persönlich in der Filiale nachweisen
- Vertragsunterlagen unterschreiben und Zugangsdaten für das Online-Banking einrichten
- Bei einem Kontowechsel die Kontowechselhilfe der neuen Bank aktivieren
Häufige Fragen
Was ist ein Girokonto und wofür wird es gebraucht?
Ein Girokonto ist das Bankkonto für den laufenden Zahlungsverkehr, über das Gehalt, Miete, Einkäufe und Daueraufträge abgewickelt werden. Ohne Girokonto lassen sich in Deutschland kaum alltägliche Zahlungen erledigen. Es unterscheidet sich vom Sparkonto durch die tägliche Verfügbarkeit des Guthabens.
Was kostet ein Girokonto im Durchschnitt?
Die Kosten hängen stark vom gewählten Kontomodell und Anbieter ab und lassen sich nicht pauschal beziffern. Viele Direktbanken bieten eine kostenlose Kontoführung bei regelmäßigem Gehaltseingang an. Ein Blick ins Preis- und Leistungsverzeichnis der jeweiligen Bank schafft Klarheit.
Hat jeder Anspruch auf ein Girokonto?
Ja, das Zahlungskontengesetz gewährt einen gesetzlichen Anspruch auf ein Basiskonto, unabhängig von der Bonität. Banken dürfen den Zugang zu diesem Kontomodell nicht generell verweigern. Der Leistungsumfang eines Basiskontos ist jedoch reduziert, insbesondere beim Dispositionskredit.
Wie funktioniert der Dispositionskredit rechtlich?
Der Dispo ist rechtlich ein Verbraucherdarlehen nach § 491 ff. BGB, für das ein Widerrufsrecht nach § 495 BGB gilt. Vor der Einräumung prüft die Bank die Kreditwürdigkeit nach § 505a BGB. Der effektive Jahreszins muss laut § 6a PAngV transparent ausgewiesen werden.
Wie lange dauert die Eröffnung eines Girokontos?
Bei einer Online-Eröffnung mit Videoident ist ein Konto häufig innerhalb weniger Tage nutzbar. In der Filiale kann der Prozess je nach Terminverfügbarkeit etwas länger dauern. Beide Wege erfordern eine Identifikation per Ausweis oder Reisepass.
Wie wechsle ich mein Girokonto zu einer anderen Bank?
Nutzen Sie die gesetzlich vorgesehene Kontowechselhilfe der neuen Bank, die Zahlungspartner automatisch informiert. Schließen Sie offene Zahlungen auf dem alten Konto ab, bevor Sie es kündigen. So vermeiden Sie Rücklastschriften während der Umstellung.
Ist ein Basiskonto dasselbe wie ein normales Girokonto?
Nein, ein Basiskonto ist ein reduziertes Girokonto mit gesetzlich garantiertem Zugang, aber meist ohne oder mit eingeschränktem Dispo. Es richtet sich vor allem an Personen, die sonst kein Konto eröffnen könnten. Wer die Voraussetzungen für ein Standardkonto erfüllt, hat meist mehr Leistungen zur Auswahl.
Was passiert bei einer vorzeitigen Ablösung des Dispos?
Eine Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Ablösung ist gesetzlich auf höchstens 1 Prozent der Restschuld begrenzt, geregelt in § 502 BGB. Diese Grenze schützt Verbraucher vor überhöhten Ablösekosten. Details zur konkreten Berechnung stehen im Kreditvertrag.
Welche Unterlagen brauche ich für die Kontoeröffnung?
In der Regel genügen ein gültiger Ausweis oder Reisepass sowie ein Nachweis des Wohnsitzes. Je nach Kontomodell verlangen Banken zusätzliche Nachweise, etwa einen Gehaltsnachweis für ein höheres Dispolimit. Bei einem Studentenkonto kommt eine Immatrikulationsbescheinigung hinzu.
Lohnt sich ein Girokonto mit Prämie?
Eine Prämie kann ein zusätzlicher Anreiz sein, sollte aber nicht allein über die Kontowahl entscheiden. Prüfen Sie, ob Kontoführungsgebühr und Dispokonditionen insgesamt zum eigenen Bedarf passen. Bedingungen für Prämien stehen meist im Kleingedruckten des Angebots.
Begriffe kurz erklärt
- Dispositionskredit
- Eingeräumte Kontoüberziehung bis zu einem vereinbarten Limit, rechtlich ein Verbraucherdarlehen.
- Kontoführungsgebühr
- Monatliches Entgelt für die Führung des Girokontos, bei vielen Direktbanken unter Bedingungen erlassen.
- Basiskonto
- Gesetzlich garantiertes Girokonto mit reduziertem Leistungsumfang, Zugang unabhängig von der Bonität.
- Kontowechselhilfe
- Gesetzlich vorgeschriebener Service, der Zahlungspartner bei einem Kontowechsel automatisch informiert.
- Effektivzins
- Jahreszins, der neben dem Sollzins auch weitere Kostenbestandteile eines Kredits einschließt.
- Guthabenzins
- Verzinsung, die eine Bank für positives Kontoguthaben gewährt, individuell und veränderlich.
- SCHUFA-Auskunft
- Auskunft über die Kreditwürdigkeit einer Person, die Banken bei der Kontoeröffnung heranziehen können.
- Einlagensicherung
- Gesetzlicher Schutz von Kontoguthaben bis zu einer festgelegten Grenze je Bank und Kunde.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- Bürgerliches Gesetzbuch, § 491 ff. BGB (Verbraucherdarlehensvertrag)
- Bürgerliches Gesetzbuch, § 495 BGB (Widerrufsrecht bei Verbraucherdarlehen)
- Bürgerliches Gesetzbuch, § 502 BGB (Vorfälligkeitsentschädigung)
- Bürgerliches Gesetzbuch, § 505a BGB (Kreditwürdigkeitsprüfung)
- Preisangabenverordnung, § 6a PAngV (Effektivzins bei Überziehungsmöglichkeiten)
- Zahlungskontengesetz (ZKG)
- Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
- Deutsche Bundesbank, MFI-Zinsstatistik
- SCHUFA Holding AG
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